⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 20.07.2026
Die AMD-Aktie hat seit Jahresbeginn eine beeindruckende Rally hingelegt, doch ein prominenter Investor äußert Bedenken zur Nachhaltigkeit dieser Entwicklung.
- AMD-Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn einen Anstieg von 131%
- Topinvestor hält Bewertung für nicht nachvollziehbar
- Wall Street bleibt optimistisch mit einer Kaufempfehlung
Die AMD-Aktie hat seit Jahresbeginn eine beeindruckende Rally hingelegt, die den Kurs um 131% steigen ließ. Aktuell notiert das Papier bei 517,88 US-Dollar, nachdem es am Freitag einen leichten Rücksetzer von 1,03% auf 495,76 US-Dollar hinnehmen musste. Diese Entwicklung hat jedoch die Aufmerksamkeit eines prominenten Investors auf sich gezogen, der Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Kursgewinne äußert.
Wer ist der Topinvestor und was sagt er?

Der Investor Keithen Drury hat in einem Beitrag für The Motley Fool die Bewertung der AMD-Aktie als kaum nachvollziehbar bezeichnet. Er argumentiert, dass ein erheblicher Teil der Rally nicht durch die zugrunde liegenden Fundamentaldaten gedeckt sei. Drury vergleicht AMD direkt mit NVIDIA, dem größeren Konkurrenten im Bereich der Rechenzentrumsprozessoren. Während NVIDIA mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im niedrigen zwanziger Bereich gehandelt wird, liegt das KGV von AMD bei etwa 70. Diese Diskrepanz wirft Fragen auf, ob die hohe Bewertung von AMD gerechtfertigt ist.
Die Sicht der Wall Street
Trotz der kritischen Einschätzungen von Drury bleibt die Wall Street optimistisch. Der Analystenkonsens auf TipRanks zeigt eine klare Kaufempfehlung mit 28 Kaufempfehlungen und 8 Halteempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel für die AMD-Aktie liegt bei 541,31 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von rund 9% im Vergleich zum aktuellen Kurs darstellt. Diese positive Einschätzung wird vor allem durch die anhaltend starke Nachfrage nach Prozessoren und Beschleunigern für Rechenzentren gestützt, die AMD in den letzten Quartalen verzeichnen konnte.
Was sind die Gründe für die Rally?
- AMD-Aktie seit Jahresbeginn um 131% gestiegen
- Aktueller Kurs: 517,88 US-Dollar
- Topinvestor Keithen Drury kritisiert hohe Bewertung
Die Rally der AMD-Aktie ist vor allem auf die steigende Nachfrage nach Rechenzentrumsprozessoren zurückzuführen. In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend auf Cloud-Computing und datenintensive Anwendungen setzen, hat AMD von dieser Entwicklung profitiert. Die Prognosen des Unternehmens für das zweite Quartal 2026 deuten auf einen Umsatz von 11,2 Milliarden US-Dollar hin, was die positive Marktstimmung weiter untermauert.
Risiken und Herausforderungen
Trotz der positiven Marktentwicklung gibt es auch Risiken, die Anleger im Auge behalten sollten. Die hohe Bewertung von AMD könnte sich als problematisch erweisen, insbesondere wenn die kommenden Quartalszahlen nicht den Erwartungen entsprechen. Drury weist darauf hin, dass die fundamentalen Daten nicht mit der aktuellen Bewertung übereinstimmen, was zu einem möglichen Rückgang des Aktienkurses führen könnte. Anleger sollten daher vorsichtig sein und die Entwicklungen genau beobachten.
Fazit: Ist die Rally nachhaltig?

Die AMD-Aktie hat in den letzten Monaten eine beeindruckende Performance gezeigt, die jedoch von kritischen Stimmen begleitet wird. Während die Wall Street optimistisch bleibt und die Aktie weiterhin als Kauf empfiehlt, äußert ein Topinvestor Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertung und der Nachhaltigkeit der Rally. Anleger sollten die kommenden Quartalszahlen abwarten, um zu sehen, ob die fundamentalen Daten die hohe Bewertung rechtfertigen können. In einer Zeit, in der die Märkte von Unsicherheiten geprägt sind, ist es ratsam, eine fundierte Entscheidung zu treffen und die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.
Häufige Fragen
Warum ist die AMD-Aktie so stark gestiegen?
Was sagt der Topinvestor über die AMD-Bewertung?
Wie steht die Wall Street zur AMD-Aktie?
Was sind die aktuellen Kursziele für AMD?
Wie vergleicht sich AMD mit NVIDIA?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: AMD Aktien-Rally im Fokus · Foto: Alex Luna / Pexels


