⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.08.2026
Ab dem 3. August 2026 erhalten Familien mit kleinen und mittleren Einkommen im Rahmen des Programms "Jung kauft Alt" höhere KfW-Kredite, um den Erwerb von Bestandsimmobilien zu erleichtern.
- Erhöhung der Kredithöchstbeträge für Familien
- Flexibilität bei der energetischen Sanierung
- Zinssatz von 0,53 % p.a. für KfW-Darlehen
Ab dem 3. August 2026 treten die neuen Förderbedingungen für das Programm „Jung kauft Alt“ in Kraft, das Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Erwerb von Bestandsimmobilien unterstützen soll. Die Bundesregierung hat die Kredithöchstbeträge angehoben, um den Zugang zu zinsverbilligten KfW-Krediten zu erleichtern. Dies ist besonders relevant in Zeiten steigender Zinsen und Inflation, die viele Familien vor Herausforderungen beim Immobilienkauf stellen.
Was ist das Programm „Jung kauft Alt“?

Das Programm „Jung kauft Alt“ wurde ins Leben gerufen, um Familien den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum zu erleichtern. Es richtet sich insbesondere an Käufer von Bestandsimmobilien, die in den Energieeffizienzklassen F, G oder H eingestuft sind. Ziel ist es, den bestehenden Gebäudebestand besser zu nutzen und gleichzeitig Familien den Schritt ins eigene Zuhause zu ermöglichen. Die Förderung erfolgt über zinsverbilligte Kredite der KfW, die es Familien ermöglichen, ihre finanziellen Belastungen zu reduzieren.
Erhöhung der Kredithöchstbeträge
Mit den neuen Regelungen können Familien nun deutlich höhere Kreditbeträge beantragen. Für Familien mit einem Kind steigt der Höchstbetrag von 100.000 Euro auf 140.000 Euro, für Familien mit zwei Kindern von 125.000 Euro auf 160.000 Euro und für Familien mit drei und mehr Kindern von 150.000 Euro auf 180.000 Euro. Diese Erhöhung ist besonders wichtig, da die Preise für Immobilien in vielen Regionen weiterhin steigen und die finanzielle Belastung für Familien somit zunimmt.
Flexibilität bei der energetischen Sanierung
- Neuer Höchstbetrag für Familien mit einem Kind: 140.000 Euro
- Neuer Höchstbetrag für Familien mit zwei Kindern: 160.000 Euro
- Neuer Höchstbetrag für Familien mit drei und mehr Kindern: 180.000 Euro
- Zinssatz für KfW-Darlehen: 0,53 % p.a. bei 35 Jahren Laufzeit
- Förderbeginn: 3. August 2026
Ein weiterer Vorteil der neuen Förderbedingungen ist die erhöhte Flexibilität bei der energetischen Sanierung. Bisher mussten Käufer ihre Immobilie auf das Niveau eines Effizienzhauses 85 EE sanieren. Zukünftig haben Familien die Möglichkeit, entweder das gesamte Haus zu sanieren oder einzelne energetische Maßnahmen schrittweise umzusetzen. Dazu gehören der Heizungstausch, die Dämmung von Dach oder oberster Geschossdecke sowie der Fenstertausch. Diese Flexibilität ermöglicht es Familien, die Sanierung an ihre individuellen finanziellen Möglichkeiten anzupassen.
Zinssatz und Ersparnis
Der Zinssatz für die KfW-Darlehen im Rahmen von „Jung kauft Alt“ liegt bei 0,53 % p.a. bei einer Laufzeit von 35 Jahren und 10 Jahren Zinsbindung. Dieser Zinssatz ist deutlich niedriger als die aktuellen Zinssätze für vergleichbare Hausbankdarlehen. Eine Familie mit zwei Kindern, die einen Kredit von 160.000 Euro aufnimmt, kann somit im Vergleich zu einem herkömmlichen Bankkredit etwa 34.000 Euro an Zinsen sparen. Diese Ersparnis ist besonders relevant in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Inflation und die Zinsen steigen.
Steuerliche Vorteile und weitere Fördermöglichkeiten
Zusätzlich zu den zinsverbilligten Krediten können Käufer von Bestandsimmobilien auch von steuerlichen Vorteilen profitieren. Bis zu 200.000 Euro ihrer Sanierungskosten können steuerlich abgesetzt werden, was zu einer Steuerersparnis von bis zu 20 Prozent führen kann. Diese Regelung ist besonders attraktiv für Käufer, die in die energetische Sanierung ihrer Immobilie investieren möchten. Darüber hinaus können auch Mittel aus der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) beantragt werden, um die Sanierungskosten weiter zu reduzieren.
Fazit

Die verbesserten Förderbedingungen für das Programm „Jung kauft Alt“ stellen einen wichtigen Schritt dar, um Familien den Erwerb von Bestandsimmobilien zu erleichtern. Mit höheren Kredithöchstbeträgen, flexiblen Sanierungsoptionen und attraktiven Zinssätzen wird der Zugang zu Wohneigentum für viele Familien erleichtert. In Zeiten von Inflation und steigenden Zinsen ist dies ein bedeutender Beitrag zur Förderung des Wohnungsmarktes und zur Unterstützung von Familien in Deutschland.
Häufige Fragen
Was ist das Programm "Jung kauft Alt"?
Welche neuen Kreditbeträge gelten ab August 2026?
Wie hoch ist der Zinssatz für die KfW-Darlehen?
Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen sind erforderlich?
Wann beginnt die Förderung?
Quellen: Google News
Symbolbild: Familienförderung beim Immobilienkauf · Foto: MART PRODUCTION / Pexels


