⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 04.08.2026
Susan Sziborra-Seidlitz, die Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt, hat in einem aktuellen Interview ihre Pläne zur Reform der Strompreispolitik vorgestellt. Diese könnten weitreichende wirtschaftliche Folgen haben.
- Einführung regionaler Strompreiszonen
- Vorteile für Verbraucher und Unternehmen
- Ziel der Klimaneutralität bis 2035
Susan Sziborra-Seidlitz, die Spitzenkandidatin der Grünen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, hat in einem aktuellen Interview ihre Vision für die zukünftige Strompreispolitik vorgestellt. Sie plädiert für die Einführung regionaler Strompreiszonen, die es ermöglichen sollen, die Strompreise dort zu senken, wo er günstig aus erneuerbaren Energien produziert wird. Diese Maßnahme könnte nicht nur die Verbraucher entlasten, sondern auch Unternehmen in der Region unterstützen, indem sie die Betriebskosten senken.
Wer ist Susan Sziborra-Seidlitz?

Die 48-jährige Susan Sziborra-Seidlitz ist Landeschefin von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt und hat sich in der politischen Landschaft des Bundeslandes einen Namen gemacht. Sie wurde in Ostberlin geboren und lebt seit 2008 in Quedlinburg. Sziborra-Seidlitz sitzt seit 2021 im Landtag und war bereits von 2016 bis 2021 Grünen-Landeschefin. Ihre Rückkehr an die Parteispitze im Jahr 2025 als Co-Vorsitzende neben Dennis Helmich zeigt ihr Engagement für die Grünen und deren Ziele.
Was sind die Vorschläge zur Strompreispolitik?
In ihrem Interview äußerte Sziborra-Seidlitz den Wunsch, dass Sachsen-Anhalt gemeinsam mit den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen eine gemeinsame Strompreiszone bilden könnte. Diese Idee zielt darauf ab, die Strompreise in Regionen zu senken, in denen erneuerbare Energien in großen Mengen produziert werden. „Das ist nichts, was wir auf Landesebene regeln können, aber das müssen wir als Land anstoßen und unterstützen“, erklärte sie.
Die Grünen-Politikerin betont, dass unterschiedliche Strompreiszonen dazu führen könnten, dass die Verbraucher spürbare Einsparungen im Portemonnaie erleben. Dies könnte insbesondere für Unternehmen von Vorteil sein, die auf eine kostengünstige Energieversorgung angewiesen sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Wirtschaftliche Auswirkungen der Strompreispolitik
- Spitzenkandidatin: Susan Sziborra-Seidlitz
- Wahltermin: 6. September 2026
- Ziel: Klimaneutralität bis 2035
Die Einführung regionaler Strompreiszonen könnte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Unternehmen, die in energieintensiven Branchen tätig sind, könnten von niedrigeren Strompreisen profitieren, was ihre Produktionskosten senken würde. Dies könnte zu einer Stärkung der regionalen Wirtschaft führen, insbesondere in einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt, das mit einem hohen Fachkräftemangel und strukturellen Herausforderungen konfrontiert ist.
Ein weiterer Aspekt, den Sziborra-Seidlitz anspricht, ist die Notwendigkeit, die Klimaziele zu erreichen. Die Grünen setzen sich dafür ein, Sachsen-Anhalt bis 2035 klimaneutral zu machen. Dies erfordert nicht nur eine Reform der Energiepolitik, sondern auch Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien.
Die Rolle der AfD in der politischen Landschaft
Ein zentrales Thema in Sziborra-Seidlitz‘ Aussagen ist die Warnung vor einer möglichen AfD-Regierung. Sie äußert Bedenken, dass eine solche Regierung negative Auswirkungen auf den Fachkräftemarkt und die gesellschaftliche Stabilität haben könnte. „Mit einer AfD in der Regierung hätten wir ein riesiges Problem auf dem Fachkräftemarkt“, so Sziborra-Seidlitz. Sie befürchtet, dass gut integrierte Migranten das Land verlassen könnten, was die ohnehin schon angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter verschärfen würde.
Die AfD verfolgt zudem eine Politik, die die Schulpflicht in Frage stellt, was Sziborra-Seidlitz als gefährlich für die gesellschaftliche Entwicklung ansieht. Ihre Argumentation basiert auf der Überzeugung, dass Bildung und Integration entscheidend für die Zukunft Sachsen-Anhalts sind.
Fazit

Die Vorschläge von Susan Sziborra-Seidlitz zur Reform der Strompreispolitik und die damit verbundenen wirtschaftlichen Überlegungen sind ein zentraler Bestandteil ihrer politischen Agenda. Die Einführung regionaler Strompreiszonen könnte nicht nur die Kosten für Verbraucher und Unternehmen senken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl am 6. September 2026 wird es entscheidend sein, wie die Wähler auf diese Ideen reagieren und welche Richtung die Politik in Sachsen-Anhalt einschlagen wird.
Häufige Fragen
Was sind die Vorschläge von Susan Sziborra-Seidlitz zur Strompreispolitik?
Wie könnten regionale Strompreiszonen die Wirtschaft beeinflussen?
Wann finden die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt statt?
Was sind die langfristigen Ziele der Grünen in Sachsen-Anhalt?
Welche Rolle spielt die AfD in der aktuellen politischen Landschaft?
Quellen: Google News
Symbolbild: Strompreispolitik und grüne Energie · Foto: Mariana M Caceres / Pexels


