⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 10.08.2026
Donald Trump hat ExxonMobil und Chevron wegen ihrer hohen Quartalsgewinne scharf kritisiert. Diese Kritik könnte weitreichende Auswirkungen auf die Aktienkurse und die Ölpreise haben.
- Trump fordert niedrigere Preise an der Zapfsäule.
- Hohe Gewinne der Ölkonzerne durch den Iran-Konflikt.
- Politischer Druck auf die Ölbranche wächst.
Donald Trump hat in den letzten Tagen scharfe Kritik an den beiden großen US-Ölkonzernen ExxonMobil und Chevron geübt. Diese Kritik kommt im Kontext der hohen Quartalsgewinne, die beide Unternehmen aufgrund der gestiegenen Ölpreise erzielt haben. Trump fordert, dass die Konzerne ihre Preise an der Zapfsäule senken, um die Verbraucher zu entlasten. Diese Forderung könnte nicht nur die Aktienkurse der beiden Unternehmen beeinflussen, sondern auch die allgemeine Marktentwicklung im Energiesektor.
Was geschah mit den Gewinnen von ExxonMobil und Chevron?

Die Quartalszahlen, die ExxonMobil und Chevron Ende Juli veröffentlichten, zeigen einen dramatischen Anstieg der Gewinne. ExxonMobil meldete einen Gewinn von 14,5 Milliarden US-Dollar, was mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts von rund 7,1 Milliarden US-Dollar entspricht. Chevron hingegen konnte seinen Gewinn auf etwa 12 Milliarden US-Dollar steigern, was einem Anstieg von fast 400 Prozent im Vergleich zu 2,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal entspricht. Diese beeindruckenden Zahlen sind vor allem auf die gestiegenen Ölpreise zurückzuführen, die durch den anhaltenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran beeinflusst werden.
Trump äußerte sich Anfang August im Oval Office und erklärte, dass die Konzerne angesichts eines Angebotsengpasses zu viel Geld verdienen. „Ich mag das nicht“, sagte er und forderte niedrigere Verbraucherpreise. Diese Äußerungen könnten den Druck auf die Ölkonzerne erhöhen, ihre Preispolitik zu überdenken, insbesondere vor den bevorstehenden US-Zwischenwahlen im Herbst 2026.
Der Einfluss des Iran-Konflikts auf die Ölpreise
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat erhebliche Auswirkungen auf die globalen Ölpreise. Seit Ende Februar 2026 sind die Ölpreise um etwa 20 Prozent gestiegen. Ein zentraler Punkt in diesem Konflikt ist die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gastransports verläuft. Die Unsicherheiten in dieser Region haben zu einem Angebotsengpass geführt, was die Preise an den Märkten in die Höhe treibt.
Die politischen Spannungen und die damit verbundenen Risiken haben dazu geführt, dass Anleger in den Ölsektor investieren, was die Aktienkurse von ExxonMobil und Chevron zunächst stabil hielt. Allerdings könnte Trumps Kritik und der wachsende politische Druck auf die Ölbranche die Marktstimmung beeinflussen und zu einer erhöhten Volatilität führen.
Politischer Druck und die Forderung nach einer Übergewinnsteuer
- ExxonMobil Gewinn Q2: 14,5 Milliarden US-Dollar
- Chevron Gewinn Q2: 12 Milliarden US-Dollar
- Ölpreise seit Februar um 20% gestiegen
In Reaktion auf die hohen Gewinne der Ölkonzerne fordern einige Demokraten eine Übergewinnsteuer für die Ölbranche. Diese Steuer würde auf Gewinne erhoben, die über einen bestimmten Schwellenwert hinausgehen. Die Diskussion über eine solche Steuer gewinnt an Fahrt, insbesondere angesichts der bevorstehenden Wahlen, bei denen die Wähler zunehmend auf die hohen Lebenshaltungskosten und die Inflation aufmerksam werden.
Trump selbst hat bereits das Justizministerium angewiesen, große Ölkonzerne wegen der schleppenden Preissenkungen zu untersuchen. Diese Maßnahmen könnten weitreichende Folgen für die Ölindustrie haben und die Aktienkurse von ExxonMobil und Chevron unter Druck setzen, insbesondere wenn die politischen Rahmenbedingungen sich ändern.
Wie reagieren die Märkte auf Trumps Kritik?
Nach den Äußerungen von Trump verloren die Aktien von Chevron und ExxonMobil leicht an Wert. Chevron fiel um knapp zwei Prozent, während auch die ExxonMobil-Aktie einen leichten Rückgang verzeichnete. Diese Reaktionen zeigen, dass die Märkte sensibel auf politische Äußerungen reagieren, insbesondere wenn es um Unternehmen geht, die in einem so stark regulierten Sektor wie der Energiebranche tätig sind.
Die Volatilität der Ölpreise und die Unsicherheiten in der geopolitischen Lage könnten dazu führen, dass Anleger vorsichtiger werden. Die Frage, ob die Ölpreise weiterhin steigen oder ob eine Stabilisierung eintreten wird, bleibt offen. Die Aktienkurse der beiden Konzerne könnten in den kommenden Monaten stark schwanken, abhängig von den Entwicklungen im Iran-Konflikt und der politischen Reaktion in den USA.
Fazit: Was bedeutet das für Anleger?

Die aktuellen Entwicklungen rund um ExxonMobil und Chevron zeigen, wie eng die Ölpreise mit politischen Entscheidungen und geopolitischen Spannungen verknüpft sind. Anleger sollten die Situation genau beobachten, da die politischen Reaktionen auf die hohen Gewinne der Ölkonzerne erhebliche Auswirkungen auf die Aktienkurse haben könnten. Die Diskussion über eine Übergewinnsteuer und die Forderungen nach niedrigeren Preisen an der Zapfsäule könnten die Marktbedingungen verändern und sollten in die Anlagestrategie einfließen.
Häufige Fragen
Warum kritisiert Trump ExxonMobil und Chevron?
Wie haben sich die Aktienkurse von ExxonMobil und Chevron entwickelt?
Was sind die Hintergründe der hohen Ölpreise?
Was ist eine Übergewinnsteuer?
Wie beeinflussen die Ölpreise die Inflation?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Ölpreise und Aktien im Fokus · Foto: Tom Fisk / Pexels


