⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 14.08.2026
Nu Holdings, die Muttergesellschaft der Digitalbank Nubank, hat im zweiten Quartal 2026 einen Rekordgewinn erzielt und zeigt sich trotz des schrittweisen Ausstiegs von Warren Buffett stark.
- Rekordgewinn von 1,06 Milliarden US-Dollar im Q2 2026
- Expansion in Mexiko mit neuer Banklizenz
- Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich positiv
Nu Holdings, die Muttergesellschaft der Digitalbank Nubank, hat am 14. August 2026 beeindruckende Zahlen für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Mit einem Nettogewinn von 1,06 Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen erstmals die Milliarde-Marke überschritten. Diese positive Entwicklung hat die Aktie an der New Yorker Börse (NYSE) um 8,34 Prozent auf 15,09 US-Dollar steigen lassen. Trotz des schrittweisen Ausstiegs von Warren Buffett und Berkshire Hathaway bleibt die Marktstimmung optimistisch.
Was sind die aktuellen Geschäftszahlen von Nu Holdings?

Die Zahlen von Nu Holdings zeigen ein starkes Wachstum. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 auf 5,88 Milliarden US-Dollar, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 33 Prozent, während die risikoadjustierte Nettozinsmarge auf 12,4 Prozent anstieg. Diese Kennzahlen verdeutlichen die Effizienz und Rentabilität des Unternehmens in einem herausfordernden Marktumfeld.
Die Kundenzahl erreichte 138,9 Millionen, was einem Zuwachs von 13 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Aktivitätsrate der Kunden liegt stabil bei 83,5 Prozent, was auf eine hohe Nutzerbindung hinweist. Der durchschnittliche Ertrag pro aktivem Kunden beträgt 17,1 US-Dollar, was die Monetarisierung der Kundenbasis weiter unterstützt.
Expansion in Mexiko: Ein neuer Wachstumsmotor
Ein wesentlicher Faktor für das Wachstum von Nu Holdings ist die kürzlich erhaltene Banklizenz in Mexiko. Mit dieser Lizenz hat sich Nu zur größten Digitalbank des Landes entwickelt, mit 16 Millionen Kunden. CEO David Vélez betont, dass Mexiko nun die ertragsgenerierende Formel, die bereits in Brasilien erfolgreich war, übernommen hat. Diese Expansion könnte das Wachstum von Nu Holdings weiter beschleunigen und die Marktanteile in einem der am schnellsten wachsenden Finanzmärkte Lateinamerikas sichern.
Die Strategie von Nu Holdings, sich auf die Digitalisierung und die Nutzung von KI-Technologien zu konzentrieren, hat sich als erfolgreich erwiesen. Die KI-gestützten Dienstleistungen, die bereits von Millionen von Nutzern in Brasilien und Mexiko verwendet werden, tragen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Kundenbindung bei.
Marktreaktion und Analystenbewertungen
- Nettogewinn: 1,06 Milliarden US-Dollar im Q2 2026
- Kundenzahl: 138,9 Millionen, Zuwachs von 13 Prozent
- Aktienkurs: Anstieg um 8,34 Prozent auf 15,09 US-Dollar
Trotz des schrittweisen Ausstiegs von Warren Buffett aus Nu Holdings bleibt die Marktreaktion positiv. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Kaufen“. Die positiven Geschäftszahlen und die Expansion in Mexiko haben das Vertrauen der Anleger gestärkt. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Kreditqualität und die Auswirkungen saisonaler Effekte auf die Rückstellungen für Kreditausfälle sind jedoch Punkte, die weiterhin beobachtet werden müssen.
Die Qualität des Kreditportfolios hat sich uneinheitlich entwickelt. Während die Quote notleidender Kredite in der 15-bis 90-Tage-Kategorie auf 4,8 Prozent gesenkt werden konnte, stieg die Quote der 90-Tage-Kredite auf 6,9 Prozent. Diese Entwicklungen könnten potenziell die zukünftige Rentabilität beeinflussen, weshalb Analysten die Situation genau beobachten.
Die Rolle von Warren Buffett und Berkshire Hathaway
Warren Buffett, bekannt für seine langfristigen Investitionen, hat in den letzten Monaten seine Anteile an Nu Holdings schrittweise reduziert. Dies hat bei einigen Anlegern Besorgnis ausgelöst, da Buffett oft als Indikator für die Stabilität eines Unternehmens angesehen wird. Dennoch zeigt die positive Marktreaktion auf die aktuellen Geschäftszahlen, dass viele Anleger das Potenzial von Nu Holdings weiterhin erkennen.
Buffetts Ausstieg könnte auch als strategische Entscheidung interpretiert werden, um Kapital für andere Investitionen freizusetzen. Die Marktanalysen deuten darauf hin, dass die fundamentalen Daten von Nu Holdings stark genug sind, um auch ohne die Unterstützung von Berkshire Hathaway zu bestehen.
Ausblick und zukünftige Entwicklungen
Für die kommenden Quartale plant Nu Holdings, die Expansion in den USA voranzutreiben. Das Management hat einen kapital-schonenden Ansatz angekündigt, um die Kosten unter Kontrolle zu halten. Die Effizienzquote soll im laufenden Jahr bei rund 20 Prozent bleiben, was für ein Finanzinstitut ein sehr guter Wert ist.
Die Strategie, sich auf die KI-Transformation zu konzentrieren, wird weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Die hauseigenen KI-Modelle, die bereits in Brasilien und Mexiko erfolgreich eingesetzt werden, sollen auch in anderen Märkten implementiert werden. Dies könnte Nu Holdings helfen, die Kreditvergabe zu optimieren und die Kundenbindung weiter zu stärken.
Fazit

Nu Holdings zeigt sich trotz des schrittweisen Ausstiegs von Warren Buffett stark und hat im zweiten Quartal 2026 einen Rekordgewinn erzielt. Die Expansion in Mexiko und die positive Marktreaktion auf die Geschäftszahlen deuten darauf hin, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um weiteres Wachstum zu erzielen. Analysten bleiben optimistisch, und die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Entwicklung der Kreditqualität und die Auswirkungen der Expansion in den USA zu beobachten.
Häufige Fragen
Was sind die aktuellen Zahlen von Nu Holdings?
Wie viele Kunden hat Nu Holdings?
Was bedeutet der Buffett-Ausstieg für Nu Holdings?
Wie entwickelt sich die Aktie von Nu Holdings?
Welche Rolle spielt die Expansion in Mexiko?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Nu Holdings: Rekordgewinne und Expansion · Foto: Engin Akyurt / Pexels


