⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 20.08.2026
In einer Zeit, in der viele Anleger nach den besten Investitionsmöglichkeiten suchen, zeigt eine aktuelle Analyse, dass nur 4 Prozent aller jemals gelisteten Aktien den gesamten Vermögenszuwachs des US-Aktienmarktes seit 1926 erklären. Ein 5-Punkte-Check hilft, diese wenigen Gewinner zu identifizieren.
- Nur 4 % der Aktien sind langfristige Gewinner.
- Systematische Analyse ist entscheidend für den Erfolg.
- Kennzahlen wie ROE und FCF sind entscheidend.
In einer Zeit, in der viele Anleger nach den besten Investitionsmöglichkeiten suchen, zeigt eine aktuelle Analyse, dass nur 4 Prozent aller jemals gelisteten Aktien den gesamten Vermögenszuwachs des US-Aktienmarktes seit 1926 erklären. Diese erschreckende Erkenntnis stammt aus langfristigen Studien, die belegen, dass die Mehrheit der Aktien langfristig schlechter abschneidet als Staatsanleihen. Die Frage, die sich Anleger stellen sollten, ist nicht, ob sie Aktien kaufen sollen, sondern wie sie die wenigen Dauerläufer finden können, die sie langfristig halten können.
Was ist der 5-Punkte-Check?

Der 5-Punkte-Check ist ein systematisches Raster, das Anlegern hilft, die emotionalen Fallen des Marktes zu umgehen und gezielt nach den besten Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau zu suchen. Milliardäre wie Warren Buffett nutzen kein Bauchgefühl, sondern setzen auf fundierte Analysen. Der Check basiert auf fünf wesentlichen Kriterien, die selbst Einsteiger sofort anwenden können.
Der erste Punkt des Checks ist die Analyse des Geschäftsmodells. Hierbei ist es wichtig, zu prüfen, ob das Unternehmen einen ökonomischen Burggraben besitzt. Ein Burggraben bedeutet, dass das Unternehmen in der Lage ist, Preise zu erhöhen, ohne Kunden zu verlieren. Dies ist ein entscheidender Faktor für die langfristige Rentabilität und Stabilität eines Unternehmens.
Die Bedeutung von Kennzahlen
Die größte Illusion an der Börse ist der Glaube, dass hohe Umsätze automatisch zu Wohlstand führen. Viele schnell wachsende Firmen verbrennen nur Kapital. Daher ist es entscheidend, sich auf die Rentabilität zu konzentrieren. Hierbei spielen drei Kennzahlen eine zentrale Rolle: die Eigenkapitalrendite (ROE), der freie Cashflow (FCF) und die Schuldenquote.
Die Eigenkapitalrendite zeigt, wie effizient das Management das Geld der Eigentümer nutzt. Ein konstant hoher ROE von über 15 Prozent ist ein hervorragendes Signal. Der freie Cashflow hingegen ist das Geld, das nach allen notwendigen Investitionen übrig bleibt und für Dividenden oder Aktienrückkäufe verwendet werden kann. Eine niedrige Schuldenquote ist ebenfalls wichtig, da Unternehmen mit wenig Schulden in Krisenzeiten stabiler sind.
Der Zinseszinseffekt und seine Relevanz
- Nur 4 % der Aktien erklären den Vermögenszuwachs seit 1926.
- Die Mehrheit der Aktien schneidet schlechter ab als Staatsanleihen.
- Warren Buffett nutzt systematische Analysen zur Aktienauswahl.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Investieren in Aktien ist der Zinseszinseffekt. Dieser Effekt beschreibt, wie Gewinne reinvestiert werden, um weiteres Wachstum zu generieren. Unternehmen, die ihre Gewinne profitabel anlegen können, sind in der Lage, über Jahre hinweg Vermögen aufzubauen. Eine hohe Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) ist ein Indikator dafür, wie viel Gewinn ein Unternehmen für jeden investierten Euro generiert.
Das Wachstumspotenzial eines Unternehmens ist ebenfalls entscheidend. Verfügt das Unternehmen über einen großen Zielmarkt, der in den kommenden Jahren wachsen kann? Unternehmen, die in schrumpfenden Märkten agieren, werden langfristig Schwierigkeiten haben, unabhängig von der Qualität des Managements.
Die Rolle des Managements
Selbst das beste Geschäftsmodell kann von einem inkompetenten oder eigennützigen Management ruiniert werden. Daher ist es wichtig, auch die Qualität des Managements zu beurteilen. Ein kompetentes Managementteam kann entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens sein. Anleger sollten darauf achten, wie das Management in der Vergangenheit agiert hat und ob es in der Lage ist, das Unternehmen durch schwierige Zeiten zu steuern.
Bewertung und Sicherheitsmarge
Ein weiterer wichtiger Punkt im 5-Punkte-Check ist die Bewertung der Aktie. Hierbei spielt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine zentrale Rolle. Das KGV gibt an, wie viel Anleger für einen Euro Gewinn zahlen. Ein KGV von 20 bedeutet, dass man 20 Euro für einen Euro Gewinn bezahlt. Anleger sollten das aktuelle KGV nicht nur mit dem Branchendurchschnitt vergleichen, sondern auch mit dem historischen KGV des Unternehmens selbst.
Die Sicherheitsmarge ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Anleger sollten Aktien nur kaufen, wenn der Preis deutlich unter dem geschätzten inneren Wert liegt. Geduld ist hier entscheidend. Oft bieten Krisen oder temporäre schlechte Nachrichten die Möglichkeit, Aktien zu einem günstigeren Preis zu erwerben.
Fazit: Systematische Analyse statt Bauchgefühl

Die Suche nach den richtigen Aktien ist kein Ratespiel, sondern erfordert eine solide Analyse des Geschäftsmodells. Die meisten Anleger scheitern nicht an mangelnder Intelligenz, sondern an mangelnder Struktur und emotionaler Disziplin. Mit dem 5-Punkte-Check können Anleger systematisch die besten Aktien identifizieren und langfristig von den wenigen Gewinnern profitieren.
Häufige Fragen
Was ist der 5-Punkte-Check?
Warum sind nur 4 % der Aktien erfolgreich?
Welche Kennzahlen sind wichtig bei der Aktienanalyse?
Wie finde ich Aktien mit einem ökonomischen Burggraben?
Was ist der Zinseszinseffekt und warum ist er wichtig?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Strategien zur Aktienauswahl · Foto: RDNE Stock project / Pexels


