⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 28.08.2026
Die Generation Deutschland (GD) der AfD distanziert sich von der Euro-Austrittspolitik der Mutterpartei und fordert stattdessen Reformen zur Stabilisierung des Euro-Systems.
- GD-Chef Hohm spricht sich gegen Euro-Austritt aus.
- Der Euro soll reformiert, nicht abgeschafft werden.
- Die GD trifft sich zu einem Bundeskongress in Magdeburg.
Die politische Landschaft in Deutschland zeigt sich aktuell dynamisch, insbesondere innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD). Am 28. August 2026 hat die Generation Deutschland (GD), die Jugendorganisation der AfD, eine klare Position gegen den Euro-Austritt eingenommen. Dies geschieht im Kontext eines Bundeskongresses, der in Magdeburg stattfindet und bei dem die GD ihre Reformvorschläge für das Euro-System präsentieren möchte.
Was ist die Generation Deutschland?

Die Generation Deutschland wurde im vergangenen Jahr gegründet, nachdem die frühere Nachwuchsorganisation Junge Alternative aufgelöst wurde. Diese neue Organisation ist eng an die Mutterpartei AfD gebunden und hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der jüngeren Generation innerhalb der Partei zu vertreten. Der Vorsitzende Jean-Pascal Hohm hat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung betont, dass die GD keinen Austritt Deutschlands aus dem Euro anstrebt, sondern vielmehr die bestehenden Konstruktionsmängel des Euro-Systems beheben möchte.
Die Position der GD zur Euro-Frage
In einem Entwurf für eine Erklärung, die auf dem Bundeskongress verabschiedet werden soll, wird deutlich, dass die GD den Euro als ein wichtiges Instrument zur Stärkung des Binnenmarktes sieht. Hohm erklärte, dass der Euro zwar erhebliche Konstruktionsmängel aufweist, diese jedoch nicht durch einen Austritt Deutschlands aus dem Euro behoben werden sollten. Stattdessen plädiert die GD für Reformen, die die Stabilität des Euro sichern, ohne die wirtschaftliche Einheit Europas aufzugeben.
Die AfD und ihre traditionelle Euro-Kritik
Die AfD wurde 2013 als eine eurokritische Partei gegründet und hat sich seither stark gegen die Gemeinschaftswährung ausgesprochen. Parteichefin Alice Weidel hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass Deutschland vor der Einführung des Euro wirtschaftlich besser dastand. In einem aktuellen ZDF-Interview bekräftigte sie die Position der AfD, dass Deutschland aus dem Euro-System austreten sollte. Diese klare Linie steht im Widerspruch zu den Reformvorschlägen der GD.
Wirtschaftliche Implikationen eines Euro-Austritts
Ein Austritt Deutschlands aus dem Euro könnte weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen haben. Experten warnen, dass ein solcher Schritt Millionen von Deutschen in die Arbeitslosigkeit treiben und erhebliche Einkommensverluste verursachen könnte. Die bayerische Wirtschaft hat bereits vor den Plänen der AfD gewarnt und betont, dass ein Austritt aus dem Euro und dem Schengenraum als Frontalangriff auf die deutsche Wirtschaft angesehen werden könnte. Die Stabilität des Euro ist für viele Unternehmen von entscheidender Bedeutung, da sie auf den Handel innerhalb der Eurozone angewiesen sind.
Reformen statt Austritt: Ein neuer Ansatz
Die GD setzt auf einen neuen Ansatz, der Reformen innerhalb des Euro-Systems anstrebt. Diese Reformen sollen darauf abzielen, die Konstruktionsmängel zu beheben, die laut Hohm die europäischen Völker eher gegeneinander aufbringen, als sie zu vereinen. Die GD sieht sich als Teil einer Bewegung, die die wirtschaftliche Einheit Europas stärken möchte, anstatt sie zu gefährden. Dies könnte auch für die Stabilität des Euro von Vorteil sein, da ein stabiler Euro für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa entscheidend ist.
Die Reaktion der AfD-Spitze auf die GD-Position
Die Position der GD könnte innerhalb der AfD auf Widerstand stoßen, insbesondere von der Parteispitze, die an der traditionellen Anti-Euro-Linie festhält. Weidel und andere führende Mitglieder der AfD könnten die Reformvorschläge der GD als zu gemäßigt oder als Abkehr von den ursprünglichen Zielen der Partei ansehen. Dies könnte zu internen Spannungen führen, da die GD versucht, eine modernere und reformorientierte Agenda zu verfolgen.
Fazit

Die Generation Deutschland der AfD hat sich klar gegen einen Euro-Austritt positioniert und fordert stattdessen Reformen zur Stabilisierung des Euro-Systems. Dies stellt einen signifikanten Wandel innerhalb der Partei dar und könnte Auswirkungen auf die zukünftige politische Ausrichtung der AfD haben. Während die Parteispitze an der traditionellen Euro-Kritik festhält, versucht die GD, eine neue, reformorientierte Agenda zu etablieren, die die wirtschaftliche Einheit Europas stärken soll.
Häufige Fragen
Was ist die Position der Generation Deutschland zur Euro-Frage?
Wann und wo findet der Bundeskongress der GD statt?
Wer ist der Vorsitzende der Generation Deutschland?
Was sind die Hauptkritikpunkte am Euro laut der GD?
Wie steht die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel zum Euro?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: AfD-Nachwuchs diskutiert Euro-Reformen · Foto: Markus Spiske / Pexels


