⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.09.2026
Die Junge Industrie hat das von Bundeskanzler Christian Stocker angekündigte Zukunftsdepot begrüßt, das Kindern helfen soll, frühzeitig Vermögen aufzubauen und die Altersvorsorge zu stärken.
- Zukunftsdepot ermöglicht bis zu 5.000 Euro pro Jahr
- Steuerfreie Entnahme ab 18 Jahren
- Junge Industrie fordert allgemeine Behaltefrist für alle Altersgruppen
Die Junge Industrie hat den Vorstoß von Bundeskanzler Christian Stocker für ein Zukunftsdepot, das Kindern helfen soll, frühzeitig Vermögen aufzubauen, ausdrücklich begrüßt. Dieses neue Sparmodell ermöglicht es Eltern, bis zu 5.000 Euro pro Jahr für ihre Kinder anzulegen, ohne dass Kapitalertragsteuer anfällt. Ab dem 18. Geburtstag können die angesparten Gelder steuerfrei entnommen werden, was eine erhebliche Ersparnis bei der Kapitalertragsteuer bedeutet.
Was ist das Zukunftsdepot?

Das Zukunftsdepot ist ein innovatives Konzept, das darauf abzielt, die nächste Generation an den Kapitalmarkt heranzuführen. Es bietet Eltern die Möglichkeit, für ihre Kinder zu sparen und ihnen so einen finanziellen Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen. Eduard Fröschl, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie, hebt hervor, dass dieses Modell ein wichtiges Signal für alle ist, die sich fragen, was von ihrer Leistung übrig bleibt. Langfristiges Anlegen statt Sparbuch und Eigentum statt Abhängigkeit sind zentrale Anliegen der Jungen Industrie.
Die Vorteile des Zukunftsdepots
Ein wesentlicher Vorteil des Zukunftsdepots ist die Möglichkeit, bereits mit kleinen Beträgen einen großen Unterschied zu machen. Beispielsweise kann eine monatliche Einzahlung von 150 Euro dazu führen, dass ein Kind zum 18. Geburtstag rund 63.000 Euro zur Verfügung hat. Diese Summe kann dann steuerfrei entnommen werden, was die finanzielle Belastung bei der Entnahme erheblich reduziert. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen die Inflation und steigende Lebenshaltungskosten viele Familien unter Druck setzen.
Die Dringlichkeit von Reformen im Pensionssystem
- Zukunftsdepot: bis zu 5.000 Euro pro Jahr steuerfrei
- Steuerfreie Entnahme ab 18 Jahren
- Pension Overshoot Day: Österreichs Pensionssystem benötigt 34 Milliarden Euro jährlich
Die Junge Industrie weist darauf hin, dass das österreichische Pensionssystem dringend reformiert werden muss. Der sogenannte Pension Overshoot Day, der jährlich von der Jungen Industrie erhoben wird, zeigt, dass das System seit dem 10. August 2026 rechnerisch auf Steuergelder angewiesen ist. Jährlich fehlen rund 34 Milliarden Euro, um die Pensionsverpflichtungen zu decken. Diese Situation macht deutlich, dass ein Umdenken in der Altersvorsorge notwendig ist.
Forderungen der Jungen Industrie
Die Junge Industrie fordert nicht nur die Einführung des Zukunftsdepots, sondern auch eine allgemeine Behaltefrist für alle Altersgruppen. Diese Behaltefrist würde es ermöglichen, dass langfristiges Anlegen für die eigene Vorsorge von der Kapitalertragsteuer befreit ist. Fröschl betont, dass das Potenzial enorm ist: Von den rund 937 Milliarden Euro Geldvermögen der österreichischen Haushalte liegt gut ein Drittel auf Einlagen, während nur rund ein Fünftel in Wertpapieren investiert ist. Hier besteht ein großes ungenutztes Potenzial, das durch das Zukunftsdepot und die geforderte Behaltefrist erschlossen werden könnte.
Der Zusammenhang zwischen Zukunftsdepot und Kapitalmarkt
Das Zukunftsdepot ist nicht nur ein Schritt in Richtung einer besseren Altersvorsorge, sondern auch ein wichtiger Impuls für den Kapitalmarkt. Indem mehr Geld in Wertpapiere investiert wird, kann die Wirtschaft angekurbelt werden. Langfristige Investitionen sind entscheidend, um Vermögen aufzubauen und finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit ist es umso wichtiger, dass die Bevölkerung lernt, ihr Geld sinnvoll anzulegen und für die Zukunft vorzusorgen.
Fazit

Das Zukunftsdepot stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Altersvorsorge dar. Es ermöglicht Kindern, frühzeitig Vermögen aufzubauen und fördert gleichzeitig die Investition in den Kapitalmarkt. Die Forderungen der Jungen Industrie nach einer allgemeinen Behaltefrist und weiteren Reformen im Pensionssystem sind notwendig, um die finanzielle Sicherheit der nächsten Generation zu gewährleisten. In einer Zeit, in der das Pensionssystem unter Druck steht, ist es entscheidend, dass sowohl der Staat als auch die Bürger aktiv an Lösungen arbeiten.
Häufige Fragen
Was ist das Zukunftsdepot?
Wie funktioniert die steuerfreie Entnahme?
Warum ist das Zukunftsdepot wichtig?
Was fordert die Junge Industrie zusätzlich?
Wie steht es um das österreichische Pensionssystem?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Zukunftsdepot: Vermögen für die nächste Generation · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels


