⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 03.09.2026
Eine aktuelle Umfrage der DIHK zeigt, dass eine Mehrheit der deutschen Unternehmen eine härtere Handelspolitik der EU gegen China fordert, um dem wachsenden Wettbewerbsdruck zu begegnen.
- 55% der Unternehmen sind für eine härtere EU-Politik gegen China.
- 66% der Firmen spüren zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China.
- 83% der Industrieunternehmen sehen sich starkem Wettbewerb ausgesetzt.
Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass eine Mehrheit der deutschen Unternehmen eine härtere Handelspolitik der EU gegen China fordert. Laut der Umfrage, die 1.300 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragte, sind 55% der Unternehmen bereit, für eine strengere Politik einzutreten, selbst wenn dies negative Auswirkungen auf ihre eigenen Geschäfte haben könnte. Dies verdeutlicht den zunehmenden Druck, dem die Unternehmen durch die wachsende Konkurrenz aus China ausgesetzt sind.
Wachsende Konkurrenz aus China

Die Umfrage ergab, dass 66% der befragten Unternehmen einen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China spüren. Besonders stark ist dieser Druck in der Industrie, wo 83% der Unternehmen angeben, dass sie sich im Wettbewerb mit chinesischen Firmen unter Druck fühlen. DIHK-Chefanalyst Volker Treier betont, dass mehr Konkurrenz nicht zwangsläufig weniger Geschäfte mit China bedeutet. Vielmehr gehe es darum, sich zu behaupten und gleichzeitig dort zusammenzuarbeiten, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Für Unternehmen ohne direktes China-Geschäft sieht die Situation anders aus. Über 60% dieser Firmen nehmen keine wachsende Konkurrenz aus China wahr, was darauf hindeutet, dass viele Produkte aus China auf dem deutschen Markt nicht als zunehmend konkurrenzfähig angesehen werden. Dennoch bleibt der Druck auf die Unternehmen hoch, insbesondere in den Bereichen, in denen sie direkt mit chinesischen Anbietern konkurrieren.
Forderungen nach einer härteren EU-Politik
Die Umfrage zeigt auch, dass eine klare Mehrheit der Unternehmen von der EU erwartet, unabhängiger vom asiatischen Exportweltmeister zu werden. 67% der Befragten fordern ein geschlossenes außenwirtschaftliches Auftreten der EU, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Diese Forderung ist besonders relevant in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Spannungen und der Herausforderungen, die sich aus den Handelsbeziehungen mit China ergeben.
Die Unternehmen sind sich einig, dass die EU aktiv werden muss, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Nur 25% der befragten Unternehmen wünschen sich, dass die EU Handels- und Investitionshürden gegenüber China abbaut. Dies zeigt, dass viele Unternehmen eine proaktive Haltung gegenüber den Herausforderungen einnehmen, die durch die chinesische Konkurrenz entstehen.
Innovationen als Antwort auf den Druck
- 55% der Unternehmen fordern härtere Maßnahmen gegen China.
- 66% der Firmen spüren wachsenden Wettbewerb aus China.
- 83% der Industrieunternehmen sehen sich verstärktem Druck ausgesetzt.
Um dem wachsenden Wettbewerbsdruck aus China zu begegnen, setzen viele Unternehmen auf Innovation. 60% der befragten Firmen entwickeln neue Produkte, um sich im Markt zu behaupten. Darüber hinaus senken 50% der Unternehmen ihre Kosten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 39% der Befragten suchen aktiv nach neuen Absatzmärkten, um ihre Abhängigkeit von bestehenden Märkten zu verringern.
Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu sichern. In einem sich schnell verändernden globalen Markt ist es unerlässlich, dass Unternehmen flexibel und anpassungsfähig bleiben, um den Herausforderungen durch die chinesische Konkurrenz zu begegnen.
Die Rolle der Politik
Die Politik spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines fairen Wettbewerbsumfelds. Die EU-Kommission muss die Anliegen der Unternehmen ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Dies könnte durch die Einführung von Handelsbarrieren oder durch die Förderung von Innovationen in der europäischen Industrie geschehen.
Die Diskussion über eine härtere Handelspolitik gegen China ist nicht nur für die Unternehmen von Bedeutung, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft. Ein faires Wettbewerbsumfeld ist entscheidend, um die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum in der EU zu sichern.
Fazit

Die DIHK-Umfrage verdeutlicht, dass eine Mehrheit der deutschen Unternehmen eine härtere EU-Politik gegen China fordert, um dem wachsenden Wettbewerbsdruck zu begegnen. Die Unternehmen sind bereit, für eine solche Politik einzutreten, selbst wenn dies negative Auswirkungen auf ihre eigenen Geschäfte haben könnte. Innovation und eine proaktive Haltung sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu sichern und die Herausforderungen durch die chinesische Konkurrenz zu meistern.
Häufige Fragen
Was zeigt die DIHK-Umfrage?
Wie viele Unternehmen spüren den Wettbewerb aus China?
Was sind die Hauptforderungen der Unternehmen?
Wie reagieren Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck?
Welche Branchen sind besonders betroffen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Unternehmen fordern härtere EU-Politik gegen China · Foto: Werner Pfennig / Pexels


