⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 19.06.2026
Der Baumarkt– und Baustoffkonzern HORNBACH hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 eine Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent erzielt, sieht sich jedoch mit höheren Kosten konfrontiert.
- Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro
- Bereinigtes EBIT leicht gesunken auf 161 Millionen Euro
- Prognose für das Gesamtjahr bleibt stabil
Der Baumarkt- und Baustoffkonzern HORNBACH hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 eine Umsatzsteigerung von 4,9 Prozent erzielt. Der Umsatz belief sich auf 2,0 Milliarden Euro, was auf die positive Entwicklung der Bau- und Gartenmärkte im europäischen Ausland zurückzuführen ist. Trotz dieser erfreulichen Nachricht sieht sich das Unternehmen jedoch mit höheren Kosten konfrontiert, die das operative Ergebnis belasten.
Was geschah im ersten Quartal 2026/27?

Im Zeitraum bis Ende Mai 2026 konnte HORNBACH seinen Umsatz um 4,9 Prozent steigern. Dies ist ein positives Signal für den Konzern, der in einem herausfordernden Marktumfeld agiert. Die Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die gute Entwicklung in den Bau- und Gartenmärkten zurückzuführen, die in den letzten Monaten eine erhöhte Nachfrage verzeichneten. Dennoch fiel das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht um 0,5 Prozent auf 161 Millionen Euro.
Die Gründe für den Rückgang des EBIT sind vielfältig. Zum einen sind die Personalkosten gestiegen, was vor allem auf die Eröffnung neuer Märkte zurückzuführen ist. Zum anderen haben auch die höheren Betriebs- und Sachkosten, insbesondere für Instandhaltungs- und IT-Dienstleistungen, zu diesem Rückgang beigetragen. Die bereinigte operative Marge sank von 8,5 auf 8,0 Prozent, was die Herausforderungen verdeutlicht, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist.
Wie sieht die Prognose für das Gesamtjahr aus?
Trotz der gestiegenen Kosten bleibt das Management von HORNBACH optimistisch und hat die Prognose für das Gesamtjahr 2026/27 bestätigt. Der Umsatz wird weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres von etwa 6,4 Milliarden Euro oder leicht darüber erwartet. Diese Stabilität ist ein positives Zeichen für Investoren, die auf eine kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens hoffen.
Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren erfolgreich auf dem Markt positioniert und konnte seine Marktanteile in Deutschland und Europa ausbauen. Diese positive Entwicklung könnte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, sofern die geopolitischen Risiken und die Inflation nicht zu stark ansteigen.
Einfluss der geopolitischen Risiken
- Umsatz im Q1 2026/27: 2,0 Milliarden Euro (+4,9%)
- Bereinigtes EBIT: 161 Millionen Euro (-0,5%)
- Marktentwicklung: Positive Trends in Bau- und Gartenmärkten
Die geopolitischen Risiken stellen eine ständige Herausforderung für Unternehmen dar, die international tätig sind. Für HORNBACH könnte dies bedeuten, dass steigende Rohstoffpreise und Unsicherheiten in den Lieferketten die Kosten weiter erhöhen. Unternehmenschef Albrecht Hornbach hat bereits darauf hingewiesen, dass aktuelle geopolitische Entwicklungen negative Auswirkungen auf die Kostenentwicklung und die Nachfrage im Handel haben könnten.
Diese Unsicherheiten könnten sich auch auf die HORNBACH-Aktie auswirken, da Anleger in Zeiten von Unsicherheit oft vorsichtiger agieren. Dennoch zeigt die positive Umsatzentwicklung, dass das Unternehmen in der Lage ist, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und Chancen zu nutzen.
Marktentwicklung und Wettbewerbsumfeld
Die Bau- und Gartenmärkte haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Die Nachfrage nach Baumaterialien und Gartenprodukten ist gestiegen, was sich positiv auf die Umsätze von HORNBACH ausgewirkt hat. Der Konzern hat in den letzten Monaten mehrere neue Märkte eröffnet, was zur Umsatzsteigerung beigetragen hat.
Im Wettbewerbsumfeld ist HORNBACH gut positioniert, um von der positiven Marktentwicklung zu profitieren. Die Flächenproduktivität der HORNBACH Baumärkte liegt mit 2.903 Euro Umsatz pro Quadratmeter weiterhin deutlich über der der direkten Wettbewerber. Dies zeigt, dass das Unternehmen effizient arbeitet und in der Lage ist, seine Ressourcen optimal zu nutzen.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass HORNBACH im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 eine erfreuliche Umsatzsteigerung verzeichnen konnte, trotz der Herausforderungen durch gestiegene Kosten. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt stabil, was für Investoren ein positives Signal darstellt. Dennoch müssen die geopolitischen Risiken und die Inflation im Auge behalten werden, da sie potenziell negative Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens haben könnten.
Häufige Fragen
Wie hat sich der Umsatz von HORNBACH entwickelt?
Was sind die Gründe für den Rückgang des EBIT?
Wie sieht die Prognose für das Gesamtjahr aus?
Welche Märkte haben zur Umsatzsteigerung beigetragen?
Wie beeinflussen geopolitische Risiken die HORNBACH-Aktie?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: HORNBACH: Umsatzsteigerung im Bau- und Gartenmarkt · Foto: Illia Bondar / Pexels


