⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 16.08.2026
Deutsche Unternehmen haben ihre Investitionen in den USA drastisch um 65 Prozent reduziert. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die Unsicherheiten der aktuellen US-Politik unter Donald Trump beeinflusst.
- Deutsche Direktinvestitionen in den USA fallen auf 4,3 Milliarden Euro.
- Der Rückgang setzt sich seit Trumps zweiter Amtszeit fort.
- Handelspolitische Unsicherheiten belasten die transatlantischen Beziehungen.
Deutsche Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2026 ihre Investitionen in den USA drastisch um 65 Prozent reduziert. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) flossen nur noch 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in die USA. Diese Entwicklung ist ein deutliches Zeichen für die Unsicherheiten, die die aktuelle US-Politik unter Präsident Donald Trump mit sich bringt.
Was geschah mit den Investitionen?

Die Investitionsrückgänge sind nicht nur ein einmaliges Phänomen, sondern setzen sich seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem deutsche Unternehmen noch 10,2 Milliarden Euro in die USA investierten, ist der Rückgang alarmierend. Diese Zahlen zeigen, dass die Unsicherheiten und die instabile politische Lage in den USA viele Unternehmen dazu veranlassen, ihre Investitionspläne zu überdenken oder sogar ganz aufzugeben.
Die IW-Expertin Samina Sultan betont, dass die Unsicherheiten durch Trumps Politik nicht nur deutsche Firmen betreffen, sondern auch die US-Wirtschaft selbst schwächen. Die Unsicherheit über zukünftige Handelsbeziehungen und mögliche Zölle führt dazu, dass Unternehmen vorsichtiger agieren und Investitionen zurückhalten.
Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft
Die Rückgänge in den Investitionen haben weitreichende Folgen für die deutsche Wirtschaft. Viele Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück. Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA ist von 18,7 Prozent im Jahr 2019 auf 11,3 Prozent im Januar 2026 gesunken. Diese Entwicklung zeigt, dass die Unsicherheiten und die instabile politische Lage in den USA viele Unternehmen dazu veranlassen, ihre Investitionspläne zu überdenken oder sogar ganz aufzugeben.
Die KfW-Studie zeigt, dass 52 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in die USA unterhalten, negative Auswirkungen auf ihr Geschäft berichten. Dies könnte langfristig zu einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem US-Markt führen.
Handelspolitische Unsicherheiten und ihre Folgen
- Investitionsrückgang: 65 Prozent im ersten Halbjahr 2026
- Direktinvestitionen: nur 4,3 Milliarden Euro in den USA
- Vergleich: 10,2 Milliarden Euro im Vorjahr
Die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und Deutschland haben sich in den letzten Jahren verschärft. Die Drohung mit Zöllen und die unberechenbare Handelspolitik unter Trump haben viele Unternehmen verunsichert. Diese Unsicherheiten führen dazu, dass Unternehmen, die normalerweise über mehrere Jahre hinweg planen, ihre Investitionen zurückhalten oder verschieben.
Die IW-Studie zeigt, dass die Unsicherheiten nicht nur die deutschen Unternehmen betreffen, sondern auch negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben könnten. Die Volatilität der Finanzmärkte und der schwache Euro-Dollar-Wechselkurs belasten die Exporte und die Margen der Unternehmen im US-Geschäft.
Die Reaktion der Unternehmen
Die Reaktion der Unternehmen auf die Unsicherheiten ist deutlich: Viele Firmen planen, ihre Investitionen in den USA zu reduzieren oder bestehende Investitionspläne zu vertagen. Nur 10 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen in den USA auszuweiten. Diese Zurückhaltung könnte langfristig die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA belasten.
Die Unsicherheiten durch die US-Politik haben auch Auswirkungen auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen. Während sich die Geschäftsperspektiven im Rest der Welt leicht aufhellen, trüben sich die Aussichten im US-Geschäft erneut massiv ein. Dies könnte zu einem weiteren Rückgang der Investitionen führen und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter belasten.
Fazit: Ein besorgniserregender Trend

Die drastische Reduzierung der deutschen Investitionen in den USA um 65 Prozent ist ein besorgniserregender Trend, der die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA erheblich belasten könnte. Die Unsicherheiten durch die US-Politik unter Donald Trump führen dazu, dass viele Unternehmen ihre Investitionspläne überdenken und zurückhalten. Dies könnte langfristig nicht nur die deutsche Wirtschaft schwächen, sondern auch negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Die Unternehmen müssen sich auf eine ungewisse Zukunft einstellen, während die politischen Rahmenbedingungen weiterhin instabil bleiben.
Häufige Fragen
Warum investieren deutsche Firmen weniger in den USA?
Wie viel haben deutsche Unternehmen in den USA investiert?
Was sind die Folgen dieser Investitionsrückgänge?
Wie hat sich die US-Politik auf die deutsche Wirtschaft ausgewirkt?
Was sagen Experten zu dieser Entwicklung?
Quellen: Google News
Symbolbild: Wirtschaftliche Unsicherheiten und Investitionen · Foto: Yan Krukau / Pexels


