⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 13.08.2026
Der Mieterverband Zug hat die hohen Mietpreise für die neuen Wohnungen auf dem LG-Areal scharf kritisiert. Die Preise übersteigen die bereits hohen Durchschnittsmieten in Zug erheblich.
- Neuer Loft-Komplex ‚Bricklane Zug‘ eröffnet 2027
- Mietpreise liegen deutlich über dem Durchschnitt
- Stadt Zug plant auch preisgünstigen Wohnraum
Der Mieterverband Zug hat in einer aktuellen Stellungnahme die hohen Mietpreise für die neuen Wohnungen auf dem LG-Areal scharf kritisiert. Die Preise für die 2,5-Zimmer-Wohnungen beginnen bei 3760 Franken, während die 3,5-Zimmer-Wohnungen im Schnitt sogar 4500 Franken kosten. Diese Beträge übersteigen die bereits hohen Durchschnittsmieten in Zug erheblich und werfen Fragen zur Erschwinglichkeit des Wohnraums auf.
Was sind die Hintergründe der Kritik?

Die Kritik des Mieterverbandes ist nicht unbegründet. Laut dem Bundesamt für Statistik lag die durchschnittliche Zuger Miete Ende 2024 bereits bei über 2000 Franken, was bereits als nationale Spitze gilt. Die neuen Mietpreise auf dem LG-Areal, die teilweise fast doppelt so hoch sind, könnten für viele Zuger Familien unerschwinglich sein. Dies wirft die Frage auf, ob die Stadt Zug ihrer Verantwortung gerecht wird, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Die Initiative ‚2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand‘ zielt darauf ab, auch preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Der Stadtrat hat bereits angekündigt, dass bei Neubauten und Verdichtungen ein Teil der Wohnungen zu günstigeren Preisen angeboten werden soll. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um den steigenden Mietpreisen entgegenzuwirken.
Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt in Zug?
Der Immobilienmarkt in Zug zeigt sich derzeit als äußerst dynamisch. Mit dem neuen Loft-Komplex ‚Bricklane Zug‘, der ab Frühsommer 2027 bezugsfertig sein soll, wird ein weiterer Schritt in Richtung Verdichtung und Urbanisierung des LG-Areals gemacht. Dieses Projekt ist das erste Wohnprojekt auf dem ehemaligen Industrieareal und soll insgesamt 60 Mietwohnungen umfassen.
Die Welcome Immobilien AG, die für das Projekt verantwortlich ist, hat bereits 2024 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Credit Suisse Funds AG tritt als Bauherrin auf. Das Areal, das früher von Landis & Gyr genutzt wurde, wird in den kommenden Jahren grundlegend transformiert und soll zu einem urbanen Stadtteil mit hoher Aufenthaltsqualität werden.
Was bedeutet das für die Zuger Bevölkerung?
- Mietpreise für 2,5-Zimmer-Wohnungen: ab 3760 Franken
- Mietpreise für 3,5-Zimmer-Wohnungen: ab 4500 Franken
- Durchschnittliche Zuger Miete Ende 2024: über 2000 Franken
Die hohen Mietpreise auf dem LG-Areal könnten für viele Zuger Bürger eine erhebliche Belastung darstellen. Die Frage, ob sich Zuger Familien die neuen Wohnungen leisten können, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Einkommen und die allgemeine wirtschaftliche Lage. Die Stadt Zug hat sich zwar verpflichtet, auch preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, doch die Umsetzung dieser Pläne wird entscheidend sein.
Die Debatte um die Mietpreise wird voraussichtlich auch im Herbst 2026 im Großen Gemeinderat thematisiert, wenn der Bebauungsplan für das LG-Areal zur Diskussion steht. Die Bürger und Interessierten haben dann die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und ihre Meinungen einzubringen.
Wie reagieren die politischen Akteure?
Die politischen Akteure in Zug sind sich der Problematik bewusst. Die ALG/CSP hat gefordert, dass jede zweite Wohnung am Theilerplatz preisgünstig sein soll, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Die Mitte hat zudem vorgeschlagen, dass Stadtzugerinnen bei der Vermietung bevorzugt werden sollen, was der Stadtrat grundsätzlich unterstützt.
Diese politischen Initiativen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um den Mietpreisanstieg zu bremsen und den Zuger Mittelstand zu unterstützen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um die hohen Mietpreise auf dem LG-Areal zu rechtfertigen.
Fazit

Die Kritik des Mieterverbandes Zug an den hohen Mietpreisen auf dem LG-Areal ist ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, vor denen die Stadt steht. Während die Stadt Zug sich bemüht, auch preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, bleibt die Frage, ob dies ausreicht, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich der Immobilienmarkt in Zug weiterentwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Mietpreise zu stabilisieren.
Häufige Fragen
Was sind die Mietpreise auf dem LG-Areal?
Wann werden die Wohnungen auf dem LG-Areal bezugsfertig?
Wie hoch sind die durchschnittlichen Mietpreise in Zug?
Was plant die Stadt Zug für preisgünstigen Wohnraum?
Wie viele Wohnungen entstehen auf dem LG-Areal?
Quellen: Google News
Symbolbild: Neue Wohnprojekte in Zug · Foto: Phát Trương / Pexels


