⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 12.09.2026
Strategy-CEO Phong Le hat kürzlich die umstrittenen Entscheidungen des Unternehmens bezüglich des Bitcoin-Verkaufs und -Rückkaufs verteidigt, die auf Bilanzstärkung und Finanzierungskosten basieren.
- CEO Phong Le sieht den Bitcoin-Verkauf als strategisch sinnvoll an.
- Die Nettoverschuldung von Strategy wurde auf null reduziert.
- Analysten bewerten die Aktie weiterhin positiv, trotz eines Rückgangs von über 50 %.
In den letzten Wochen hat die Strategy-Aktie aufgrund der umstrittenen Entscheidungen des Unternehmens bezüglich des Bitcoin-Verkaufs und -Rückkaufs an Aufmerksamkeit gewonnen. CEO Phong Le hat sich kürzlich in einem Interview dazu geäußert und die Beweggründe hinter diesen Entscheidungen erläutert. Die Strategie des Unternehmens basiert nicht auf kurzfristigen Kursentwicklungen, sondern auf einer langfristigen Bilanzstärkung und der Optimierung der Finanzierungskosten.
Was geschah mit den Bitcoin-Trades von Strategy?
Strategy hat zwischen Ende Juni und Mitte August 2026 insgesamt 6.916 Bitcoin verkauft, und zwar zu einem gewichteten Durchschnittspreis von etwa 62.200 US-Dollar. Diese Verkäufe wurden genutzt, um Dividenden zu finanzieren und die Bilanz des Unternehmens zu stärken. Le betont, dass der Verkauf von Bitcoin in diesem Zeitraum eine strategische Entscheidung war, die auf den finanziellen Bedürfnissen des Unternehmens basierte.
Nach einer Pause von etwa zehn Wochen hat Strategy jedoch 4.603 Bitcoin zu einem höheren Preis von durchschnittlich 80.318 US-Dollar pro Coin zurückgekauft. Diese Rückkäufe wurden durch den Verkauf von MSTR-Aktien finanziert, was die Nettoverschuldung des Unternehmens auf null reduzierte. Le erklärt, dass die Entscheidungen nicht auf dem Bitcoin-Preis basieren, sondern vielmehr auf der finanziellen Gesundheit des Unternehmens und den Kapitalkosten.
Wie stärkt Strategy seine Bilanz?
Die Bilanz von Strategy wurde durch die Verkäufe und Rückkäufe erheblich gestärkt. Während der Zeit, in der keine Bitcoin gekauft wurden, konnte das Unternehmen seine Nettoverschuldung von rund 7 Milliarden US-Dollar auf null reduzieren. Dies führte zu einer Verbesserung der finanziellen Stabilität und senkte die Kosten für die Ausgabe neuer MSTR-Aktien. Le hebt hervor, dass eine starke Bilanz es dem Unternehmen ermöglicht, in Zukunft flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren.
Die Strategie, Bitcoin zu verkaufen, um Dividenden zu finanzieren, wird von Le als sinnvoll erachtet. Er betont, dass es Zeiten geben wird, in denen es für das Unternehmen vorteilhaft ist, Bitcoin zu verkaufen, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Diese Herangehensweise zeigt, dass Strategy nicht nur auf kurzfristige Gewinne aus ist, sondern eine langfristige Perspektive verfolgt.
Marktanalyse und Analystenmeinungen
- Strategy verkaufte 6.916 BTC zu einem Durchschnittspreis von 62.200 US-Dollar.
- Rückkauf von 4.603 BTC zu einem Preis von 80.318 US-Dollar.
- Nettoverschuldung wurde von 7 Milliarden auf null reduziert.
Die Strategy-Aktie hat in den letzten zwölf Monaten über 50 % an Wert verloren, was einen stärkeren Rückgang darstellt als der Bitcoin selbst, der im gleichen Zeitraum um etwa 28 % nachgab. Trotz dieser negativen Entwicklung bewerten die meisten Analysten die Aktie weiterhin als Kaufempfehlung. Einige Analysten sehen sogar Potenzial für eine Verdreifachung des Kurses, was auf das Vertrauen in die langfristige Strategie des Unternehmens hinweist.
Die aktuelle Marktsituation und die Entscheidungen von Strategy könnten auch Auswirkungen auf den gesamten Krypto-Markt haben. Analysten sind gespannt, ob sich die mNAV-Prämie, die den Marktwert von Strategy im Verhältnis zu den gehaltenen Bitcoin darstellt, wieder aufbauen kann. Ein Anstieg dieser Prämie könnte das ursprüngliche Geschäftsmodell von Strategy stärken und zu weiteren Bitcoin-Käufen führen.
Langfristige Perspektiven und zukünftige Strategien
CEO Phong Le hat klargestellt, dass Strategy trotz der Verkäufe im Sommer langfristig ein Netto-Käufer von Bitcoin bleiben möchte. Er bezeichnete das Modell als „Two-way-Strategy“, bei dem Käufe und Verkäufe von den Kapitalkosten abhängen und nicht vom Bitcoin-Kurs. Diese Herangehensweise könnte es Strategy ermöglichen, in einem volatilen Marktumfeld erfolgreich zu navigieren.
Le erwartet, dass der Bitcoin-Markt in Zukunft wieder anziehen wird, und plant, auch bei höheren Preisen wie 80.000 US-Dollar oder mehr Bitcoin zu kaufen. Diese optimistische Sichtweise könnte das Vertrauen in die Strategie von Strategy weiter stärken und die Aktie in den kommenden Monaten positiv beeinflussen.
Fazit
Die Entscheidungen von Strategy bezüglich des Bitcoin-Verkaufs und -Rückkaufs zeigen, dass das Unternehmen eine langfristige Strategie verfolgt, die auf finanzieller Stabilität und Kapitalkosten basiert. CEO Phong Le hat die umstrittenen Trades verteidigt und betont, dass die Bilanz des Unternehmens gestärkt wurde. Trotz der aktuellen Herausforderungen bewerten Analysten die Aktie weiterhin positiv, was auf das Vertrauen in die zukünftige Entwicklung von Strategy hinweist.


