⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 30.06.2026
Das Revolut Kinderkonto, auch bekannt als Revolut Kids & Teens, bietet Eltern eine moderne Möglichkeit, ihren Kindern den Umgang mit Geld näherzubringen. Doch lohnt sich dieses Konto wirklich?
- Revolut Kinderkonto ist ein Sub-Account ohne eigene IBAN
- Eltern behalten rechtlich das Guthaben
- Starke Elternkontrolle und 2% Tagesgeld
Das Revolut Kinderkonto, auch bekannt als Revolut Kids & Teens, hat in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In einer Zeit, in der digitale Finanzlösungen immer beliebter werden, stellt sich die Frage, ob dieses Konto für Familien tatsächlich eine sinnvolle Option darstellt. Der folgende Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile des Revolut Kinderkontos und gibt einen Überblick über die aktuellen Funktionen und Bedingungen.
Was ist das Revolut Kinderkonto?

Das Revolut Kinderkonto ist kein eigenständiges Bankkonto, sondern ein Sub-Account, der innerhalb des bestehenden Revolut-Kontos der Eltern geführt wird. Kinder ab 7 Jahren können eine Debitkarte auf Guthabenbasis erhalten und eine eigene App nutzen. Diese Struktur hat jedoch einige rechtliche und praktische Implikationen, die Eltern beachten sollten.
Ein wesentlicher Punkt ist, dass das Guthaben auf dem Kinderkonto rechtlich den Eltern gehört. Das bedeutet, dass die Eltern die volle Kontrolle über die finanziellen Mittel haben und auch im Falle einer Kontosperrung des Elternteils das Kinderkonto betroffen ist. Dies kann insbesondere für ältere Kinder und Jugendliche, die möglicherweise einen Nebenjob haben, problematisch sein, da sie kein Geld direkt auf ihr Konto empfangen können.
Vorteile des Revolut Kinderkontos
Ein großer Vorteil des Revolut Kinderkontos ist die starke Elternkontrolle. Eltern können Ausgabelimits festlegen, Transaktionen in Echtzeit verfolgen und sogar bestimmte Händlerkategorien wie Alkohol oder Glücksspiel sperren. Diese Funktionen bieten eine sichere Umgebung, in der Kinder den Umgang mit Geld lernen können, ohne dass die Eltern ständig überwachen müssen.
Zusätzlich bietet Revolut ein Tagesgeldkonto für Kinder mit 2% Zinsen pro Jahr, was im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive Möglichkeit darstellt, Geld für die Zukunft zu sparen. Die App ist benutzerfreundlich gestaltet und ermöglicht es Kindern, ihre Ausgaben zu verwalten und Sparziele zu setzen.
Nachteile des Revolut Kinderkontos
- Revolut Kinderkonto ab 7 Jahren verfügbar
- Kein eigenes Girokonto, sondern Sub-Account
- Maximale Abhebung: 120 EUR pro Tag
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Nachteile, die Eltern berücksichtigen sollten. Der größte Nachteil ist das Fehlen einer eigenen IBAN. Dies bedeutet, dass Kinder kein Geld von Dritten, wie Großeltern oder Arbeitgebern, direkt auf ihr Konto empfangen können. Stattdessen müssen Überweisungen über alternative Methoden wie QR-Codes oder Payment-Links erfolgen, was in der Praxis umständlich sein kann.
Ein weiterer Punkt ist, dass das Guthaben auf dem Kinderkonto rechtlich den Eltern gehört. Dies kann für ältere Kinder, die mehr finanzielle Unabhängigkeit anstreben, frustrierend sein. Zudem sind die Abhebungslimits auf 120 EUR pro Tag und maximal 3 Abhebungen täglich begrenzt, was für aktive Jugendliche, die regelmäßig Geld benötigen, eine Einschränkung darstellen kann.
Kosten und Tarife
Das Revolut Kinderkonto ist im kostenlosen Standard-Tarif enthalten, der für ein Kind keine monatlichen Kosten verursacht. Für Familien mit mehreren Kindern wird es jedoch teurer, da ab dem zweiten Kind der Plus-Tarif für 3,99 EUR pro Monat erforderlich ist. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist Revolut hier jedoch wettbewerbsfähig, insbesondere wenn man die gebotenen Funktionen und die starke Elternkontrolle berücksichtigt.
Die verschiedenen Tarife bieten unterschiedliche Vorteile, wie etwa die Möglichkeit, Fremdwährungszahlungen ohne Gebühren ab einem bestimmten Umsatz zu tätigen. Für Familien, die häufig ins Ausland reisen, könnte ein Upgrade auf den Premium-Tarif sinnvoll sein, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden.
Revolut im Vergleich zu anderen Anbietern
Im Vergleich zu anderen Kinderkonten, wie dem DKB u18 oder N26, bietet Revolut einige einzigartige Funktionen, die es von der Konkurrenz abheben. Während DKB und N26 ebenfalls eigene IBANs für Kinderkonten anbieten, punktet Revolut mit einer benutzerfreundlichen App und einer hohen Zinsrate auf das Tagesgeld. Allerdings ist die fehlende IBAN ein entscheidender Nachteil für Familien, die Wert auf direkte Überweisungen legen.
Die Entscheidung für oder gegen das Revolut Kinderkonto hängt letztlich von den individuellen Bedürfnissen der Familie ab. Für Eltern, die bereits Revolut-Nutzer sind und ihren Kindern eine einfache Möglichkeit bieten möchten, den Umgang mit Geld zu lernen, könnte das Konto eine gute Wahl sein. Für Familien, die jedoch auf direkte Überweisungen angewiesen sind, könnte ein Konto mit eigener IBAN die bessere Option sein.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Revolut Kinderkonto eine interessante Option für Familien ist, die ihren Kindern den Umgang mit Geld näherbringen möchten. Die starke Elternkontrolle, die benutzerfreundliche App und die attraktiven Zinsen auf das Tagesgeld sind klare Vorteile. Allerdings sollten Eltern die Einschränkungen, insbesondere das Fehlen einer eigenen IBAN, berücksichtigen, bevor sie sich für dieses Konto entscheiden. Letztlich hängt die Wahl des richtigen Kontos von den individuellen Bedürfnissen und der finanziellen Situation der Familie ab.
Häufige Fragen
Was ist das Revolut Kinderkonto?
Welche Vorteile bietet das Revolut Kinderkonto?
Hat das Revolut Kinderkonto eine eigene IBAN?
Wie hoch sind die Gebühren für das Revolut Kinderkonto?
Was passiert, wenn mein Kind 18 wird?
Quellen: Google News
Symbolbild: Revolut Kinderkonto: Finanzbildung für Kinder · Foto: Ron Lach / Pexels


