⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 15.07.2026
Bill Ackman, der bekannte Investor, sieht in den Aktien von Amazon, Meta und Microsoft eine einmalige Kaufgelegenheit und vergleicht die aktuelle Marktlage mit der von Berkshire Hathaway im Jahr 2000.
- Ackman vergleicht aktuelle Tech-Aktien mit Berkshire Hathaway 1999.
- Halbleiter- und Energiewerte erleben einen Boom.
- Bewertungen der Tech-Giganten sind historisch niedrig.
Bill Ackman, der milliardenschwere Investor und aktivistische Aktionär, hat kürzlich seine Einschätzungen zu den Aktien von Amazon, Meta und Microsoft veröffentlicht. In einer Zeit, in der die Märkte von der künstlichen Intelligenz dominiert werden, sieht Ackman in diesen Unternehmen eine einmalige Kaufgelegenheit. Er vergleicht die aktuelle Marktlage mit der von Berkshire Hathaway im Jahr 2000, als diese als ‚altmodisch‘ galten, während Anleger in die aufstrebenden Dotcom-Aktien strömten.
Die aktuelle Marktlage und ihre Parallelen

Die US-Märkte haben sich in den letzten Jahren stark verändert, wobei das dominierende Anlagethema die künstliche Intelligenz ist. Im Jahr 2026 hat sich dieser Trend weiter verstärkt, insbesondere bei Halbleiteraktien, die seit Jahresbeginn um rund 90 Prozent zugelegt haben. Im Gegensatz dazu stieg der S&P 500 insgesamt nur um 9 Prozent. Diese Diskrepanz hat Ackman dazu veranlasst, die Situation als eine Chance zu betrachten, die an die Geschichte von Berkshire Hathaway erinnert.
Ackman argumentiert, dass Amazon, Meta und Microsoft, obwohl sie in der aktuellen Ära als ‚altmodisch‘ wahrgenommen werden, tatsächlich von der steigenden Nachfrage nach KI und Cloud-Diensten profitieren. Diese Unternehmen betreiben die weltweit führenden Cloud-Plattformen und haben das Potenzial, ihre Marktanteile erheblich zu steigern. Dies könnte sich als vorteilhaft für Investoren erweisen, die bereit sind, in diese vermeintlich unterbewerteten Aktien zu investieren.
Bewertungen und Wachstumspotenzial
Die Bewertungen der genannten Unternehmen sind derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Laut einem Bericht von The Motley Fool liegen die Forward-KGVs für Amazon bei 28, für Microsoft bei 22,5 und für Meta bei 18. Diese Werte sind bemerkenswert, da sie trotz eines anhaltend starken Umsatzwachstums selten so niedrig waren. Ackman sieht in diesen Bewertungen eine Gelegenheit, die Investoren nicht ignorieren sollten.
Die Unternehmen haben in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in ihre Infrastruktur getätigt, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Ackman betont, dass ein erhöhter Kapitalaufwand bei einem vertrauenswürdigen Management kein Warnsignal, sondern ein Grund zur Freude ist. Diese Investitionen könnten sich in den kommenden Jahren auszahlen, insbesondere wenn die Nachfrage nach Cloud-Diensten und KI-Technologien weiter steigt.
Historische Lektionen für Investoren
- Halbleiteraktien stiegen um 90% seit Jahresbeginn 2026.
- S&P 500 legte nur um 9% zu.
- Forward-KGVs: Amazon 28, Microsoft 22,5, Meta 18.
Die Geschichte lehrt uns, dass Investitionen in qualitativ hochwertige Unternehmen nach Marktrückgängen oft zu überdurchschnittlichen Renditen führen. Ackman verweist auf die Erfahrungen von Berkshire Hathaway zwischen 2000 und 2010, als das Unternehmen eine Gesamtrendite von 176 Prozent erzielte, während der S&P 500 im selben Zeitraum um 4,8 Prozent fiel. Diese historische Perspektive könnte für Investoren von Bedeutung sein, die in der aktuellen Marktlage zögern.
Ein weiterer Vergleich, den Ackman anführt, ist die Analyse der sogenannten Nifty Fifty, einer Gruppe von 50 Wachstumsaktien, die in den 1970er Jahren als unschlagbare Käufe galten. Nach einem dramatischen Rückgang in den Jahren 1973/74 erholten sich viele dieser Unternehmen und erzielten in den folgenden Jahren signifikante Gewinne. Diese Beispiele zeigen, dass es oft lohnenswert ist, in Zeiten der Unsicherheit zu investieren.
Die Rolle der künstlichen Intelligenz
Die zunehmende Bedeutung der künstlichen Intelligenz hat die Nachfrage nach Cloud-Diensten und Rechenzentren erheblich gesteigert. Unternehmen wie Amazon und Microsoft profitieren direkt von dieser Entwicklung, da sie die Infrastruktur bereitstellen, die für den Betrieb von KI-Anwendungen erforderlich ist. Diese Dynamik könnte sich als entscheidend für das zukünftige Wachstum dieser Unternehmen erweisen.
Meta hingegen hat sein Werbegeschäft durch den Einsatz von Algorithmen optimiert und nutzt WhatsApp als Vertriebskanal für kleine Unternehmen. Diese Strategien könnten dazu beitragen, die Einnahmen von Meta zu steigern und das Unternehmen in der sich schnell verändernden digitalen Landschaft wettbewerbsfähig zu halten.
Fazit: Eine Chance für Investoren

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bill Ackman in den Aktien von Amazon, Meta und Microsoft eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit sieht. Die aktuellen Bewertungen sind historisch niedrig, und die Unternehmen profitieren von der wachsenden Nachfrage nach KI und Cloud-Diensten. Investoren, die bereit sind, in diese vermeintlich ‚altmodischen‘ Unternehmen zu investieren, könnten von den zukünftigen Wachstumschancen profitieren. Die Geschichte zeigt, dass es oft lohnenswert ist, in Zeiten der Unsicherheit zu investieren, und Ackmans Einschätzungen könnten sich als weitsichtig erweisen.
Häufige Fragen
Was ist Ackmans Einschätzung zu Amazon, Meta und Microsoft?
Wie haben sich Halbleiteraktien entwickelt?
Was sind die aktuellen Bewertungen von Amazon, Meta und Microsoft?
Wie hat sich der S&P 500 entwickelt?
Was lehrt die Geschichte über Investitionen in Tech-Aktien?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Investitionen in Technologieaktien analysieren · Foto: Alex Luna / Pexels


