⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 08.09.2026
Aktive Portfoliomanager sehen sich zunehmend dem Vergleich mit ETFs gegenüber, da die Nachfrage nach kostengünstigen und flexiblen Anlagemöglichkeiten steigt.
- Die Erfolgsquote aktiver Fonds liegt bei 27%.
- ETFs bieten niedrigere Kosten und höhere Transparenz.
- Aktiv gemanagte ETFs gewinnen an Beliebtheit.
Aktive Portfoliomanager stehen zunehmend unter Druck, sich mit der überlegenen Performance von ETFs (Exchange Traded Funds) zu messen. Die aktuellen Marktanalysen zeigen, dass passive Anlagestrategien immer beliebter werden, was die Rolle aktiver Fonds in der Finanzlandschaft in Frage stellt. In einer Zeit, in der Anleger nach kostengünstigen und flexiblen Anlagemöglichkeiten suchen, müssen aktive Manager ihre Strategien überdenken und anpassen.
Was sind ETFs und warum sind sie so beliebt?

ETFs sind Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden und in der Regel einen bestimmten Index nachbilden. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, in eine Vielzahl von Vermögenswerten zu investieren, ohne dass sie einzelne Aktien oder Anleihen auswählen müssen. Die Beliebtheit von ETFs ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter ihre niedrigen Kosten, die hohe Transparenz und die einfache Handelbarkeit. Im Vergleich zu aktiven Fonds, die oft hohe Gebühren verlangen, sind ETFs eine kostengünstige Alternative.
Die durchschnittliche Total Expense Ratio (TER) für aktive Fonds liegt bei etwa 1,77%, während passive Fonds mit nur 0,24% deutlich günstiger sind. Diese Kostenunterschiede müssen von aktiven Managern erst einmal durch eine überlegene Performance ausgeglichen werden, was in der Praxis oft schwierig ist. Die Finanzanalysten von Morningstar haben in ihrem aktuellen Bericht festgestellt, dass die Erfolgsquote aktiver Fonds, die den S&P 500 Index abdecken, in den letzten zwölf Monaten auf 27% gestiegen ist. Dies ist eine Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Quote oft unter 20% lag.
Die Herausforderungen für aktive Portfoliomanager
Aktive Portfoliomanager müssen sich dem Vergleich mit ETFs stellen, da die Marktbedingungen und die Präferenzen der Anleger sich ändern. Während die Erfolgsquoten aktiver Fonds in bestimmten Bereichen steigen, bleibt die Mehrheit hinter ihren passiven Pendants zurück. Ein interessanter Trend in der aktuellen Finanzlandschaft ist das Wachstum aktiv gemanagter ETFs. Diese Fonds kombinieren die Flexibilität von ETFs mit dem aktiven Management, das Anlegern helfen kann, in volatilen Märkten besser zu navigieren.
Aktiv gemanagte ETFs machen mittlerweile etwa 3% des gesamten ETF-Marktes aus und zeigen ein wachsendes Interesse bei Investoren. Diese Fonds bieten den Vorteil, dass sie nicht starr an einen Index gebunden sind. Ein Portfoliomanager kann aktiv entscheiden, welche Titel gekauft oder verkauft werden, was in einem sich schnell ändernden Marktumfeld von Vorteil sein kann. Diese Flexibilität könnte für Anleger besonders in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit von Bedeutung sein.
Marktentwicklungen und Anlegerverhalten
- 27% der aktiven Fonds übertreffen den S&P 500.
- Durchschnittliche TER aktiver Fonds: 1,77%.
- Aktiv gemanagte ETFs machen 3% des ETF-Marktes aus.
Die aktuellen Marktentwicklungen zeigen, dass die Nachfrage nach kostengünstigen und flexiblen Anlagemöglichkeiten weiter steigt. In einem Umfeld, das von steigenden Zinsen und Inflation geprägt ist, suchen viele Anleger nach Strategien, die ihnen helfen, ihre Renditen zu maximieren und gleichzeitig das Risiko zu minimieren. Dies könnte dazu führen, dass aktiv gemanagte ETFs in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.
Die irische Zentralbank hat kürzlich semitransparente ETFs genehmigt, die es Vermögensverwaltern ermöglichen, ihre Titel erst 30 Geschäftstage nach Ende des Quartals offenzulegen. Dies könnte dazu führen, dass mehr aktive Manager in den ETF-Markt einsteigen, da sie ihre Strategien besser schützen können. Die Kombination aus aktiver Verwaltung und der Struktur von ETFs könnte eine attraktive Lösung für Anleger darstellen, die von den Vorteilen beider Ansätze profitieren möchten.
Die Zukunft der aktiven Fonds
Aktive Fonds haben in den letzten 12 Monaten eine Erfolgsquote von 27% erreicht, was zwar eine Verbesserung darstellt, jedoch zeigt, dass die Mehrheit der aktiven Fonds hinter ihren passiven Konkurrenten zurückbleibt. Die Finanzanalysten von Morningstar berichten, dass die Erfolgsquote aktiver Fonds, die sich auf große US-Aktienunternehmen spezialisieren, im Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 bei 41% liegt. Dies zeigt, dass es Bereiche gibt, in denen aktives Management erfolgreich sein kann, jedoch bleibt die Frage, ob diese Erfolge ausreichen, um die höheren Kosten zu rechtfertigen.
Die Entwicklung aktiv gemanagter ETFs könnte jedoch eine interessante Lösung für Anleger darstellen, die von den Vorteilen beider Ansätze profitieren möchten. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen, ist es entscheidend, dass Anleger gut informierte Entscheidungen treffen und die für sie passende Anlagestrategie wählen.
Fazit

Aktive Portfoliomanager müssen sich dem Vergleich mit ETFs stellen, da die Marktbedingungen und die Präferenzen der Anleger sich ändern. Während die Erfolgsquoten aktiver Fonds in bestimmten Bereichen steigen, bleibt die Mehrheit hinter den passiven Strategien zurück. Die Entwicklung aktiv gemanagter ETFs könnte jedoch eine interessante Lösung für Anleger darstellen, die von den Vorteilen beider Ansätze profitieren möchten. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen, ist es entscheidend, dass Anleger gut informierte Entscheidungen treffen und die für sie passende Anlagestrategie wählen.
Häufige Fragen
Was sind ETFs?
Wie schneiden aktive Fonds im Vergleich zu ETFs ab?
Warum sind ETFs so beliebt?
Was sind aktiv gemanagte ETFs?
Wie beeinflussen Zinsen und Inflation die Anlagestrategien?
Quellen: Google News
Symbolbild: Aktive Portfoliomanager und ETFs im Vergleich · Foto: RDNE Stock project / Pexels


