⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 14.07.2026
Der Börsengang von SpaceX hat die Märkte erschüttert, doch Analysten äußern Bedenken über eine mögliche Blase in der Raumfahrt- und Robotikbranche.
- SpaceX feierte den größten Börsengang der Geschichte.
- Analysten warnen vor einer drohenden Blase, ähnlich der Dotcom-Blase.
- Die Bewertung von SpaceX könnte stark überbewertet sein.
Der Börsengang von SpaceX am 11. Juni 2026 gilt als eines der größten Börsenereignisse des Jahres. Während viele Anleger euphorisch auf die Entwicklung reagieren, äußern Analysten zunehmend Bedenken über eine mögliche Blase in der Raumfahrt- und Robotikbranche. Diese Warnungen sind nicht unbegründet und erinnern an die Dotcom-Blase, die in den frühen 2000er Jahren viele Anleger in den Ruin trieb.
Was geschah beim SpaceX-Börsengang?

SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, hat mit seinem Börsengang eine Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar angestrebt. Diese Zahl hat viele Anleger in ihren Bann gezogen, doch Analysten wie Euntaek Lee von der südkoreanischen Investmentbank KB Securities warnen vor überzogenen Erwartungen. In einer nicht öffentlich zugänglichen Mitteilung zieht Lee Parallelen zur Dotcom-Blase und beschreibt, wie der Markt damals auf überzogene Bewertungen reagierte.
Lee erklärt, dass der Crash der Dotcom-Blase nicht sofort stattfand, sondern in mehreren Wellen ablief. Zunächst fielen Unternehmen, deren Bewertungen stark von Zukunftserwartungen abhingen, wie QUALCOMM und Yahoo. In der zweiten Welle wurden Unternehmen mit überzogenen Investitionsausgaben in Mitleidenschaft gezogen. Diese Dynamik könnte sich auch bei SpaceX und ähnlichen Unternehmen wiederholen.
Warum die SpaceX-Aktie in das Muster passt
Analysten von Morningstar haben bereits vor dem IPO von SpaceX darauf hingewiesen, dass etwa die Hälfte der Bewertung des Unternehmens auf Zukunftsfantasie beruht. Sie schätzen den fairen Unternehmenswert auf lediglich 780 Milliarden US-Dollar, was rund 48 Prozent unter der angestrebten IPO-Bewertung liegt. Diese Diskrepanz wirft Fragen auf, ob die Anleger in eine potenzielle Falle tappen.
Im Jahr 2025 verzeichnete SpaceX einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden US-Dollar, und im zuletzt gemeldeten Quartal waren es weitere 4,28 Milliarden US-Dollar. Lediglich die Satellitensparte Starlink erwirtschaftet Gewinne und finanziert damit die verlustbringenden Bereiche des Unternehmens. Diese Abhängigkeit von Zukunftsversprechen könnte SpaceX in eine prekäre Lage bringen, sollten die Erwartungen nicht erfüllt werden.
Analystenstimmen zur Bewertung von SpaceX
- Börsengang von SpaceX am 11. Juni 2026.
- IPO-Bewertung: 1,75 Billionen US-Dollar.
- Morningstar schätzt fairen Wert auf 780 Milliarden US-Dollar.
CFRA-Analyst Keith Snyder hat die SpaceX-Aktie am Tag des Börsengangs mit einer seltenen Sell-Einstufung bewertet. Sein Kursziel liegt bei 115 US-Dollar, was deutlich unter dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar liegt. Snyder argumentiert, dass SpaceX zu viele Wetten gleichzeitig eingeht, was das Risiko für Anleger erhöht. Diese Einschätzung deckt sich mit den Bedenken von Lee und anderen Analysten, die eine Überbewertung des Unternehmens befürchten.
Die Einschätzungen der Analysten sind ein klarer Hinweis darauf, dass Anleger vorsichtig sein sollten. Die Raumfahrt- und Robotikbranche könnte sich in einer ähnlichen Situation wie in der Dotcom-Blase befinden, wo viele Unternehmen aufgrund unrealistischer Erwartungen in Schwierigkeiten geraten sind.
Die Auswirkungen auf den Markt und die Anleger
Die Bedenken der Analysten haben bereits Auswirkungen auf den Markt. Anleger, die in SpaceX investiert haben oder dies in Erwägung ziehen, sollten sich der Risiken bewusst sein. Eine mögliche Blase könnte nicht nur die SpaceX-Aktie betreffen, sondern auch andere Unternehmen in der Raumfahrt- und Robotikbranche. Diese Sektoren könnten unter Druck geraten, wenn sich die Marktbedingungen ändern und die Anleger ihre Erwartungen anpassen müssen.
Die aktuelle Situation erinnert an die Zeit vor der Dotcom-Blase, als viele Anleger blindlings in Unternehmen investierten, die hohe Bewertungen hatten, aber keine soliden Geschäftsmodelle vorweisen konnten. Die Lehren aus der Vergangenheit sollten nicht ignoriert werden, insbesondere in einem Markt, der von Unsicherheiten geprägt ist.
Fazit

Die Skepsis der Analysten gegenüber der SpaceX-Aktie und der Raumfahrtbranche insgesamt ist ein Warnsignal für Anleger. Die Parallelen zur Dotcom-Blase sind alarmierend und sollten ernst genommen werden. Anleger sollten ihre Investitionen sorgfältig prüfen und sich der Risiken bewusst sein, die mit überbewerteten Aktien verbunden sind. In einem Markt, der von Unsicherheiten geprägt ist, könnte eine Korrektur bevorstehen, die viele Anleger unvorbereitet treffen könnte.
Häufige Fragen
Was ist der aktuelle Stand der SpaceX-Aktie?
Warum warnen Analysten vor einer Blase?
Wie hoch ist die IPO-Bewertung von SpaceX?
Welche Segmente von SpaceX sind profitabel?
Was bedeutet das für Anleger?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Analysten warnen vor SpaceX-Aktie Blase · Foto: Forest Katsch / Pexels


