⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 17.08.2026
Apple hat seine Anti-Tracking-Abfrage in der EU überarbeitet, um den Bedenken der Wettbewerbsbehörden Rechnung zu tragen. Diese Anpassungen könnten weitreichende Auswirkungen auf den Markt und die Verbraucher haben.
- Apple reagiert auf Wettbewerbsbedenken
- Änderungen betreffen die Nutzerzustimmung
- Markttest zur Überprüfung der neuen Abfrage
Apple hat kürzlich seine Anti-Tracking-Abfrage in der Europäischen Union überarbeitet, um den Bedenken der Wettbewerbsbehörden Rechnung zu tragen. Diese Anpassungen sind Teil eines umfassenden Prozesses, der darauf abzielt, die Nutzererfahrung zu verbessern und gleichzeitig den Datenschutz zu gewährleisten. Die Änderungen könnten jedoch auch weitreichende Auswirkungen auf den Markt und die Werbebranche haben.
Was ist die Anti-Tracking-Abfrage von Apple?

Die Anti-Tracking-Abfrage, die mit iOS 14.5 eingeführt wurde, ist ein System, das es Apple-Nutzern ermöglicht, die Verfolgung ihrer Daten durch Drittanbieter zu kontrollieren. Nutzer müssen aktiv zustimmen, bevor ihre Daten über verschiedene Apps hinweg verfolgt werden dürfen. Diese Maßnahme wurde als ein Schritt zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer eingeführt und hat seit ihrer Einführung für viel Diskussion gesorgt.
Die Abfrage zwingt App-Entwickler dazu, transparent zu sein und die Zustimmung der Nutzer einzuholen, bevor sie deren Daten verwenden. Dies hat jedoch auch zu erheblichen Bedenken in der Werbebranche geführt, da viele Unternehmen auf datengestützte Werbung angewiesen sind, um ihre Geschäftsmodelle zu finanzieren.
Warum hat Apple die Abfrage geändert?
Die Änderungen an der Anti-Tracking-Abfrage sind eine direkte Reaktion auf die Bedenken des Bundeskartellamtes und anderer Wettbewerbsbehörden in der EU. Diese hatten festgestellt, dass die ursprüngliche Gestaltung der Abfrage möglicherweise gegen Wettbewerbsrecht verstößt. Insbesondere wurde kritisiert, dass die Abfrage für Apple-eigene Apps günstiger gestaltet ist als für Drittanbieter-Apps, was zu einer Ungleichbehandlung führt.
Apple hat daraufhin Vorschläge zur Überarbeitung der Abfrage unterbreitet, die nun in einem Markttest geprüft werden. Diese Vorschläge umfassen unter anderem eine neutralere Gestaltung der Abfragefenster und eine Vereinheitlichung der technischen Abläufe, um die Zustimmung der Nutzer klarer und verständlicher zu gestalten.
Welche Auswirkungen hat die Änderung auf die Nutzer?
- Änderung der Anti-Tracking-Abfrage: 2026
- Bundeskartellamt prüft Apples Vorschläge
- Wettbewerbsbedenken bleiben bestehen
Die Anpassungen an der Anti-Tracking-Abfrage sollen die Nutzererfahrung verbessern, indem sie die Zustimmung zur Datennutzung vereinfachen. Nutzer könnten künftig einfacher entscheiden, ob sie der Verfolgung ihrer Daten zustimmen möchten oder nicht. Dies könnte zu einer höheren Akzeptanz der Datenschutzmaßnahmen führen und den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben.
Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Änderungen tatsächlich zu einer signifikanten Verbesserung der Nutzererfahrung führen werden. Kritiker befürchten, dass die neuen Abfragen weiterhin nicht ausreichen, um die Wettbewerbsprobleme im mobilen Werbemarkt zu lösen.
Reaktionen der Werbebranche
Die Reaktionen auf die Änderungen von Apple sind gemischt. Während einige in der Werbebranche die Bemühungen um mehr Transparenz und Datenschutz begrüßen, äußern andere Bedenken, dass die neuen Regelungen nicht ausreichen, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Verbände der Medien- und Werbewirtschaft haben bereits erklärt, dass die zentralen Wettbewerbsverstöße bestehen bleiben und fordern das Bundeskartellamt auf, die Zusagen abzulehnen.
Die Werbebranche sieht sich durch die neuen Regelungen weiterhin benachteiligt, da sie auf datengestützte Werbung angewiesen ist. Die unterschiedlichen Anforderungen für Apple-eigene und Drittanbieter-Apps könnten dazu führen, dass Drittanbieter im Wettbewerb benachteiligt werden, was langfristig negative Auswirkungen auf die Marktvielfalt haben könnte.
Markttest zur Überprüfung der neuen Abfrage
Das Bundeskartellamt hat die von Apple vorgeschlagenen Änderungen in einen Markttest gegeben, um deren Auswirkungen auf den Wettbewerb zu prüfen. Dieser Test richtet sich an App-Herausgeber, Verbände der Medien- und Werbewirtschaft sowie an Datenschutzbehörden. Die Ergebnisse des Tests werden in die weitere wettbewerbsrechtliche Prüfung einfließen und könnten entscheidend dafür sein, ob die Änderungen von Apple als ausreichend erachtet werden.
Die Durchführung des Markttests zeigt, dass die Wettbewerbsbehörden weiterhin ein waches Auge auf die Entwicklungen im Bereich Datenschutz und Wettbewerb haben. Die Ergebnisse könnten auch Auswirkungen auf andere Unternehmen in der Branche haben, die ähnliche Praktiken anwenden.
Fazit

Die Änderungen an der Anti-Tracking-Abfrage von Apple sind ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Datenschutz und Transparenz für die Nutzer. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die bestehenden Wettbewerbsprobleme im mobilen Werbemarkt zu lösen. Die Reaktionen der Werbebranche und die Ergebnisse des Markttests werden entscheidend dafür sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf den Markt und die Verbraucher haben wird.
Häufige Fragen
Was ist die Anti-Tracking-Abfrage von Apple?
Warum hat Apple die Abfrage geändert?
Welche Auswirkungen hat die Änderung auf die Nutzer?
Wie reagiert die Werbebranche auf die Änderungen?
Was sind Dark Patterns?
Quellen: Google News
Symbolbild: Apple Anti-Tracking-Abfrage auf einem Smartphone · Foto: Filipe Alves / Pexels


