StartGeldanlage & ETFsAusfallrisiko bei iBonds ETFs: Rendite vs. Sicherheit

Ausfallrisiko bei iBonds ETFs: Rendite vs. Sicherheit

⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.07.2026

Die Wahl zwischen High Yield und Investment Grade iBonds ETFs beeinflusst nicht nur die Rendite, sondern auch das Ausfallrisiko erheblich. Anleger müssen abwägen, ob sie höhere Erträge oder mehr Sicherheit anstreben.

Das Wichtigste in Kürze

  • High-Yield-iBonds bieten höhere Renditen, aber auch mehr Risiko.
  • Investment-Grade-iBonds gelten als stabiler und sicherer.
  • Das Kreditrating der Anleihen ist entscheidend für die Endrendite.

Die Entscheidung, in iBonds ETFs zu investieren, erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen Rendite und Sicherheit. Insbesondere die Unterscheidung zwischen High-Yield- und Investment-Grade-Anleihen spielt eine entscheidende Rolle. Während High-Yield-iBonds verlockende Renditen bieten, sind sie auch mit einem signifikanten Ausfallrisiko verbunden. Im Gegensatz dazu gelten Investment-Grade-iBonds als stabiler und weniger riskant.

Was sind iBonds ETFs?

Analyse von iBonds ETFs und deren Risiken
Symbolbild: Analyse von iBonds ETFs und deren Risiken · Foto: Alex Luna / Pexels

iBonds ETFs sind börsengehandelte Fonds, die ein diversifiziertes Portfolio von Anleihen mit festem Fälligkeitsdatum halten. Diese Fonds kombinieren die Vorteile von Anleihen und Fonds, indem sie Anlegern ermöglichen, in eine Vielzahl von Anleihen zu investieren, ohne jede einzelne Anleihe analysieren zu müssen. Bei Fälligkeit erhalten die Anleger ihr Kapital zurück, sofern die enthaltenen Anleihen nicht ausfallen. Dies macht das Kreditrating der Anleihen zu einem zentralen Faktor für die Rendite.

Unterschiede zwischen High Yield und Investment Grade

Innerhalb der iBonds-Produktwelt von BlackRock iShares gibt es zwei Hauptkategorien: High-Yield-ETFs und Investment-Grade-ETFs. High-Yield-iBonds setzen auf Schuldtitel von Unternehmen mit niedrigerem Rating, während Investment-Grade-iBonds Anleihen mit hoher Bonität enthalten. Diese Unterschiede führen zu variierenden Risikoniveaus und Renditen. High-Yield-iBonds bieten in der Regel höhere laufende Renditen, tragen jedoch auch ein höheres Risiko, was sich in der Ausfallrate widerspiegelt.

Das Ausfallrisiko im Detail

Fakten auf einen Blick

  • Ausfallrate bei High-Yield-Anleihen: 4% pro Jahr
  • Ausfallrate bei Investment-Grade-Anleihen: 0,03% pro Jahr
  • Über 50% des iShares iBonds 2029 Term High Yield Portfolios in CCC- und B-Ratings

Das Ausfallrisiko ist bei High-Yield-Anleihen strukturell erheblich höher als bei Investment-Grade-Papieren. Laut der „Annual Global Corporate Default And Rating Transition Study“ von S&P Global Ratings lag die Ausfallrate im Speculative-Grade-Bereich zuletzt bei knapp vier Prozent pro Jahr, während sie im Investment-Grade-Segment auf rund 0,03 Prozent sank. Diese Diskrepanz ist kein Zufall, sondern ein langfristiges Merkmal der beiden Anleihearten.

Die Bedeutung des Kreditratings

Das Kreditrating ist entscheidend für die Einschätzung des Ausfallrisikos. Ratingagenturen wie S&P sortieren das Ausfallrisiko sehr zuverlässig. Fast alle tatsächlichen Ausfälle eines Jahres entfallen auf Emittenten, die unmittelbar vor dem Ausfall im sehr schwachen Bonitätsbereich lagen. Investment-Grade-Emittenten, die zu Jahresbeginn noch als solide eingestuft waren, fallen so gut wie nie aus. Dies zeigt, wie wichtig es ist, das Kreditrating bei der Auswahl von Anleihen zu berücksichtigen.

Rendite und Risiko abwägen

Die höhere Rendite von High-Yield-iBonds ist eine Vergütung für die realen Ausfallrisiken, die mit diesen Anleihen verbunden sind. Anleger, die in den iShares iBonds 2029 Term High Yield and Income ETF investieren, sehen sich einem Portfolio gegenüber, in dem fast sechzehn Prozent der Anleihen auf CCC-bewertete Papiere entfallen. Weitere knapp vierzig Prozent sind in B-Ratings investiert. Zusammen genommen sind also über fünfzig Prozent des Portfolios in einem Bonitätsbereich investiert, in dem Ausfälle historisch keine Seltenheit sind.

Fazit: Rendite versus Sicherheit

Analyse von iBonds ETFs und deren Risiken
Symbolbild: Analyse von iBonds ETFs und deren Risiken · Foto: Jessica Lewis 🦋 thepaintedsquare / Pexels

Die Wahl zwischen High-Yield- und Investment-Grade-iBonds ETFs ist eine grundlegende Entscheidung für Anleger. Während High-Yield-iBonds die Aussicht auf höhere Renditen bieten, sind sie auch mit einem signifikanten Ausfallrisiko verbunden. Investment-Grade-iBonds hingegen gelten als stabiler und sicherer, bieten jedoch in der Regel niedrigere Renditen. Anleger sollten ihre individuelle Risikobereitschaft und Anlagestrategie berücksichtigen, bevor sie sich für eine der beiden Optionen entscheiden.

Häufige Fragen

Was sind iBonds ETFs?
iBonds ETFs sind börsengehandelte Fonds, die ein diversifiziertes Portfolio von Anleihen mit festem Fälligkeitsdatum halten. Sie kombinieren die Vorteile von Anleihen und Fonds.
Was ist der Unterschied zwischen High Yield und Investment Grade?
High-Yield-Anleihen bieten höhere Renditen, tragen jedoch ein höheres Ausfallrisiko. Investment-Grade-Anleihen gelten als stabiler und sicherer.
Wie hoch ist das Ausfallrisiko bei High-Yield-Anleihen?
Die Ausfallrate bei High-Yield-Anleihen liegt bei etwa 4% pro Jahr, was sie riskanter macht als Investment-Grade-Anleihen.
Wie beeinflusst das Kreditrating die Rendite?
Das Kreditrating ist entscheidend für die Endrendite. Höhere Ratings bedeuten geringeres Risiko und stabilere Erträge, während niedrigere Ratings höhere Renditen, aber auch höhere Risiken mit sich bringen.
Sind iBonds ETFs eine gute Anlage?
iBonds ETFs können eine gute Anlage sein, wenn Anleger die Balance zwischen Rendite und Risiko verstehen und ihre Anlagestrategie entsprechend anpassen.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Analyse von iBonds ETFs und deren Risiken · Foto: DΛVΞ GΛRCIΛ / Pexels

Carolin Berger
Carolin Berger
Carolin Berger schreibt über alles rund um die persönliche Finanzplanung: Sparen, Budgetieren und der Umgang mit dem eigenen Geld im Alltag. Ihr ist wichtig, dass Finanzthemen niemanden überfordern, sondern praktisch und nachvollziehbar bleiben. In ihren Beiträgen verbindet sie konkrete Tipps mit einem realistischen Blick auf das, was im Alltag tatsächlich umsetzbar ist.
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