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Bitcoin: Co-Pierre Georg erklärt die Risiken der

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 27.08.2026

Co-Pierre Georg, Professor an der Frankfurt School of Finance, warnt vor den erheblichen Risiken von Bitcoin und dessen Eignung als Krisenwährung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin zeigt sich als hochriskante Anlage.
  • Zentralbanken setzen weiterhin auf Gold statt auf Bitcoin.
  • Illegale Zahlungen dominieren das Bitcoin-Transaktionsvolumen.

In der aktuellen Diskussion um Bitcoin und dessen Rolle in der Finanzwelt hat Co-Pierre Georg, Professor an der Frankfurt School of Finance, die Risiken der Kryptowährung beleuchtet. Angesichts der jüngsten Entwicklungen und der Reaktionen der Märkte ist es wichtig, die tatsächliche Eignung von Bitcoin als Krisenwährung zu hinterfragen.

Was sind die Risiken von Bitcoin?

Risiken und Chancen von Bitcoin
Symbolbild: Risiken und Chancen von Bitcoin · Foto: Alex Luna / Pexels

Co-Pierre Georg beschreibt Bitcoin als eine hochriskante Anlageform, die in Krisenzeiten nicht die Stabilität bietet, die viele Anleger erwarten. Im April 2025 fiel der Bitcoin-Kurs um 28 Prozent, als die Märkte auf den Tariff Shock reagierten, den US-Präsident Donald Trump ausgelöst hatte. Diese Entwicklung zeigt, dass Bitcoin in Krisensituationen ähnlich wie Aktienmärkte reagiert und somit nicht als sicherer Hafen fungiert.

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Ein weiterer kritischer Punkt ist die Liquidität des Bitcoin-Marktes. Georg betont, dass Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Anlageformen wie Gold nicht die gleiche Liquidität aufweist. Zentralbanken haben 2025 ihre Goldvorräte massiv aufgestockt, was die Präferenz für Gold als stabilen Wertspeicher unterstreicht. Bitcoin hingegen bleibt in den Bilanzen der großen Notenbanken weitgehend unberücksichtigt, was auf die Unsicherheiten und Risiken hinweist, die mit der Kryptowährung verbunden sind.

Bitcoin im Vergleich zu Gold

Die Diskussion um Bitcoin als „digitales Gold“ wird zunehmend in Frage gestellt. Georg argumentiert, dass Bitcoin in der aktuellen wirtschaftlichen Landschaft nicht die Eigenschaften eines stabilen Wertspeichers aufweist. Während Gold in Krisenzeiten als sicherer Hafen gilt, zeigt Bitcoin eine hohe Volatilität, die für Anleger riskant ist. Der Bitcoin-Kurs hat sich seit März 2024 nicht signifikant verbessert, während Gold in derselben Zeitspanne eine Verdopplung seines Wertes erfahren hat.

Die Marktteilnehmer scheinen Bitcoin eher als hochriskante Aktie zu betrachten, was die Wahrnehmung der Kryptowährung als Krisenschutz weiter untergräbt. Georg weist darauf hin, dass die spezifischen Risiken von Bitcoin, wie die Bedrohung durch Quantencomputer und das Klumpenrisiko durch große Bitcoin-Bestände, die Stabilität der Kryptowährung zusätzlich gefährden.

Illegale Zahlungen und deren Einfluss auf Bitcoin

Fakten auf einen Blick

  • Bitcoin fiel im April 2025 um 28 Prozent während des Tariff Shock.
  • Aktuelles Gesamtvolumen für Bitcoin-Zahlungen: 2 Milliarden US-Dollar in 2025.
  • Zentralbanken haben 2025 ihre Goldvorräte massiv aufgestockt.

Ein alarmierender Aspekt von Bitcoin ist die Rolle, die illegale Zahlungen in seinem Transaktionsvolumen spielen. Georg verweist auf eine Studie, die zeigt, dass illegale Transaktionen mit Bitcoin ein Volumen von etwa 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr ausmachen, was das gesamte legale Zahlungsvolumen von nur 2 Milliarden US-Dollar in 2025 übersteigt. Diese Zahlen werfen ein Licht auf die tatsächliche Nutzung von Bitcoin und stellen die Frage, ob die Kryptowährung tatsächlich als Zahlungsmittel geeignet ist.

Die Dominanz illegaler Zahlungen deutet darauf hin, dass Bitcoin möglicherweise nicht die breite Akzeptanz findet, die viele Befürworter erwarten. Stattdessen könnte die Kryptowährung vor allem als Spekulationsobjekt dienen, was ihre langfristige Stabilität und Akzeptanz in Frage stellt.

Die Rolle von Zentralbanken und deren Einfluss auf Bitcoin

Zentralbanken weltweit haben in den letzten Jahren ihre Goldvorräte massiv aufgestockt, was die Vorliebe für Gold als Krisenschutz unterstreicht. Georg erklärt, dass Zentralbanken Fakten und Daten folgen und Bitcoin in der Regel keine Rolle in ihren Bilanzen spielt. Diese Zurückhaltung ist ein weiteres Indiz dafür, dass Bitcoin als Anlageform nicht die gewünschte Stabilität bietet.

Die Liquidität des Bitcoin-Marktes ist ein weiterer kritischer Punkt. Georg hebt hervor, dass Bitcoin kein besonders liquider Markt ist, insbesondere wenn es um größere Volumina geht. Diese Unsicherheit wird durch die jüngsten Marktverwerfungen verstärkt, die auf Probleme bei großen Kryptobörsen zurückzuführen sind. Solche Faktoren tragen zur Skepsis gegenüber Bitcoin als Krisenwährung bei.

Langfristige Perspektiven für Bitcoin

Die langfristige Perspektive für Bitcoin bleibt ungewiss. Georg zitiert den Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, der bereits 2010 darauf hinwies, dass Bitcoin in 20 Jahren entweder ein hohes Transaktionsvolumen oder gar kein Volumen mehr aufweisen könnte. Diese Aussage wirft Fragen zur Zukunft der Kryptowährung auf und lässt Anleger darüber nachdenken, ob Bitcoin tatsächlich als langfristige Investition geeignet ist.

Die gegenwärtigen Entwicklungen und die Unsicherheiten rund um Bitcoin deuten darauf hin, dass Anleger vorsichtig sein sollten. Die Volatilität und die Risiken, die mit der Kryptowährung verbunden sind, könnten dazu führen, dass Bitcoin nicht die erhoffte Stabilität bietet, die viele Investoren suchen.

Fazit

Risiken und Chancen von Bitcoin
Symbolbild: Risiken und Chancen von Bitcoin · Foto: Michael Steinberg / Pexels

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bitcoin als hochriskante Anlageform betrachtet werden sollte, die in Krisenzeiten nicht die Stabilität bietet, die viele Anleger erwarten. Die Dominanz illegaler Zahlungen, die Unsicherheiten in Bezug auf die Liquidität und die Vorliebe der Zentralbanken für Gold sind entscheidende Faktoren, die die Eignung von Bitcoin als Krisenwährung in Frage stellen. Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein und ihre Entscheidungen entsprechend treffen.

Häufige Fragen

Was sind die Hauptkritikpunkte an Bitcoin?
Co-Pierre Georg hebt hervor, dass Bitcoin als hochriskante Anlage betrachtet wird und in Krisenzeiten nicht stabil bleibt. Zudem ist die Liquidität des Marktes fraglich.
Wie hat sich der Bitcoin-Kurs in Krisenzeiten verhalten?
Im April 2025 fiel der Bitcoin-Kurs um 28 Prozent, was zeigt, dass er in Krisenzeiten ähnlich wie Aktienmärkte reagiert.
Warum setzen Zentralbanken auf Gold und nicht auf Bitcoin?
Zentralbanken folgen Fakten und Daten. Bitcoin hat sich als wenig liquide und unsicher erwiesen, während Gold als stabiler Wertspeicher gilt.
Welche Rolle spielen illegale Zahlungen bei Bitcoin?
Aktuelle Studien zeigen, dass illegale Zahlungen mit Bitcoin ein Vielfaches des legalen Zahlungsvolumens ausmachen, was die Nutzung als Zahlungsmittel in Frage stellt.
Was sind die langfristigen Perspektiven für Bitcoin?
Georg warnt, dass Bitcoin möglicherweise in 20 Jahren entweder ein hohes Transaktionsvolumen oder gar kein Volumen mehr aufweisen könnte, was die Zukunft der Kryptowährung ungewiss macht.

Quellen: Google News

Symbolbild: Risiken und Chancen von Bitcoin · Foto: Rafael Minguet Delgado / Pexels

Markus Brandt
Markus Brandt
Markus Brandt verfolgt die Entwicklungen rund um Digitalisierung, Fintech und Kryptowährungen. Er ordnet neue Trends ein und erklärt, was hinter aktuellen Schlagworten wirklich steckt – mit einem gesunden Maß an Skepsis. Sein Anspruch ist es, Chancen und Risiken gleichermaßen darzustellen, statt einseitig zu begeistern oder zu warnen.
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