⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 14.08.2026
Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Österreich das Krypto-Meldepflichtgesetz in Kraft, das umfassende Anforderungen an das Steuerreporting für Kryptowährungen stellt. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf Anleger und Krypto-Dienstleister.
- Krypto-MPfG verpflichtet Anbieter zur Meldung von Transaktionen.
- Erste Meldung erfolgt bis 31. Juli 2027.
- Einkünfte aus Kryptowährungen unterliegen einem Steuersatz von 27,5%.
Ab dem 1. Januar 2026 tritt in Österreich das neue Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG) in Kraft, das umfassende Anforderungen an das Steuerreporting für Kryptowährungen stellt. Dieses Gesetz ist Teil des Betrugsbekämpfungsgesetzes 2025 und zielt darauf ab, die Transparenz im Bereich der Krypto-Transaktionen zu erhöhen. Die Regelungen betreffen sowohl Krypto-Dienstleister als auch Anleger, die in diesem Bereich aktiv sind.
Was ist das Krypto-MPfG?

Das Krypto-MPfG verpflichtet Anbieter von Krypto-Dienstleistungen, wie Krypto-Börsen und Wallet-Provider, zur umfassenden Identifikation ihrer Kunden und zur jährlichen Meldung steuerlich relevanter Transaktionen. Diese Meldungen müssen bis zum 31. Juli des Folgejahres elektronisch an das Bundesministerium für Finanzen (BMF) übermittelt werden. Die erste Meldung ist daher für den Meldezeitraum 2026 bis zum 31. Juli 2027 fällig.
Das Gesetz legt fest, dass alle meldepflichtigen Transaktionen, die im Kalenderjahr durchgeführt werden, erfasst und gemeldet werden müssen. Dazu zählen sowohl Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährungen als auch Transaktionen gegen FIAT-Währungen. Diese Regelung stellt sicher, dass Krypto-Transaktionen für die Finanzbehörden grenzübergreifend transparent sind.
Welche Informationen müssen gemeldet werden?
Die Anbieter von Krypto-Dienstleistungen sind verpflichtet, eine Vielzahl von Informationen zu melden. Dazu gehören der vollständige Name der Art des meldepflichtigen Kryptowerts, die Anzahl der durchgeführten Transaktionen sowie die gezahlten Gesamtbeträge. Diese Daten sind entscheidend für die korrekte Besteuerung der Einkünfte aus Kryptowährungen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Meldung auch Informationen über die Personen umfasst, für die die Transaktionen durchgeführt wurden. Dies bedeutet, dass die Anbieter sicherstellen müssen, dass sie über die notwendigen Daten ihrer Kunden verfügen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen
- Inkrafttreten des Krypto-MPfG: 1. Januar 2026
- Erste Meldung bis 31. Juli 2027 für das Jahr 2026
- Steuersatz für Einkünfte aus Kryptowährungen: 27,5%
Die Einkünfte aus Kryptowährungen unterliegen in Österreich einem speziellen Steuersatz von 27,5%. Dieser Steuersatz gilt sowohl für laufende Einkünfte aus Kryptowährungen als auch für Veräußerungsgewinne. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Besteuerung unabhängig von anderen Einkünften erfolgt, was bedeutet, dass sie keinen Progressionsanstieg des Tarifsteuersatzes für das übrige Einkommen zur Folge hat.
Für Einkünfte, die ab dem Kalenderjahr 2025 zufließen, müssen die Krypto-Dienstleister auf Verlangen der Steuerpflichtigen ein Steuerreporting erstellen. Dieses Reporting dient dazu, die erzielten Einkünfte und die darauf entfallende Kapitalertragsteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung nachzuweisen.
Auswirkungen auf Anleger und Krypto-Dienstleister
Die neuen Regelungen haben weitreichende Auswirkungen auf Anleger, die in Kryptowährungen investieren. Sie müssen sicherstellen, dass sie ihre Einkünfte aus Krypto-Transaktionen ordnungsgemäß erklären, um mögliche steuerliche Nachteile zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Transaktionen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft und nach dem 28. Februar 2022 veräußert wurden, da diese der neuen Rechtslage zugeordnet werden.
Krypto-Dienstleister stehen vor der Herausforderung, ihre Systeme und Prozesse anzupassen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Dies umfasst die Implementierung von KYC- (Know Your Customer) und AML-Vorgaben (Anti-Money Laundering), die durch das Krypto-MPfG deutlich ausgeweitet wurden. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist entscheidend, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Fazit

Das Krypto-Meldepflichtgesetz, das ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt, stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung Transparenz und Regulierung im Bereich der Kryptowährungen in Österreich dar. Sowohl Anleger als auch Krypto-Dienstleister müssen sich auf die neuen Anforderungen einstellen und sicherstellen, dass sie alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Die korrekte Meldung von Krypto-Transaktionen und die Einhaltung der steuerlichen Vorschriften sind entscheidend, um mögliche finanzielle und rechtliche Risiken zu minimieren.
Häufige Fragen
Was ist das Krypto-MPfG?
Wann müssen die ersten Meldungen erfolgen?
Wie hoch ist der Steuersatz für Einkünfte aus Kryptowährungen?
Wer ist von den neuen Regelungen betroffen?
Welche Informationen müssen gemeldet werden?
Quellen: Google News
Symbolbild: Bitcoin Steuerreporting in Österreich · Foto: DS stories / Pexels


