⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 29.06.2026
Ein aktueller Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) stellt fest, dass Stablecoins in vier entscheidenden Kriterien für Geldanlagen durchfallen. Im Vergleich dazu bieten ETFs eine stabilere und sicherere Alternative.
- Stablecoins erfüllen nicht die Anforderungen für Geldanlagen
- ETFs bieten mehr Sicherheit und Stabilität
- BIZ warnt vor Risiken durch Stablecoins
- Regulierung von Stablecoins wird gefordert
- Finanzmarkt sieht ETFs als bessere Option
Ein aktueller Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat die Rolle von Stablecoins im Finanzsystem kritisch beleuchtet. Die Analyse zeigt, dass Stablecoins in vier entscheidenden Kriterien für Geldanlagen durchfallen. Im Gegensatz dazu stehen Exchange Traded Funds (ETFs) als stabilere und sicherere Anlageoptionen im Fokus der Anleger.
Was sind Stablecoins?

Stablecoins sind digitale Währungen, die darauf abzielen, einen stabilen Wert zu halten, indem sie an traditionelle Währungen wie den US-Dollar oder den Euro gekoppelt sind. Sie sollen als Zahlungsmittel fungieren und die Volatilität, die oft mit Kryptowährungen verbunden ist, minimieren. Trotz dieser Absicht hat die BIZ festgestellt, dass Stablecoins in der Praxis nicht die erforderlichen Kriterien für Geldanlagen erfüllen.
Die BIZ beschreibt Stablecoins als „digitale Inhaberinstrumente“, die eher Finanzanlagen als tatsächlichem Geld ähneln. Dies wirft Fragen über ihre Eignung als Zahlungsmittel auf, insbesondere in einem modernen Finanzsystem, das Stabilität und Sicherheit erfordert.
Die vier Kriterien, die Stablecoins nicht bestehen
Laut dem BIZ-Bericht fallen Stablecoins in den Bereichen Einmaligkeit, Elastizität und Integrität durch. Diese drei Kriterien sind entscheidend für die Bewertung von Geldinstrumenten. Einmaligkeit bezieht sich auf die Fähigkeit eines Geldes, als universelles Zahlungsmittel akzeptiert zu werden. Elastizität ist wichtig für die Absorption von wirtschaftlichen Schocks, während Integrität die Sicherheit und Stabilität des Geldsystems betrifft.
Die BIZ hebt hervor, dass Stablecoins in diesen Bereichen erhebliche Mängel aufweisen. Insbesondere die Anfälligkeit für Geldwäsche und andere Formen der Finanzkriminalität wird als gravierendes Problem angesehen. Diese Risiken untergraben das Vertrauen in Stablecoins und stellen eine Bedrohung für die Integrität des gesamten Finanzsystems dar.
ETFs als sichere Alternative
- Datum: 29.06.2026
- BIZ-Bericht: Stablecoins fallen durch
- ETFs bieten mehr Stabilität
- Kriterien: Einmaligkeit, Elastizität, Integrität
- Risiken: Geldwäsche, Finanzkriminalität
Im Gegensatz zu Stablecoins bieten ETFs eine regulierte und stabilere Anlageform. ETFs sind Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden und eine Vielzahl von Vermögenswerten abbilden. Sie ermöglichen es Anlegern, in verschiedene Märkte zu investieren, ohne direkt in einzelne Aktien oder Anleihen investieren zu müssen. Dies bietet eine Diversifikation, die das Risiko verringert.
Die BIZ hebt hervor, dass ETFs in der Lage sind, die Anforderungen an Einmaligkeit, Elastizität und Integrität zu erfüllen. Sie sind reguliert und bieten Anlegern eine transparente Möglichkeit, in den Finanzmarkt zu investieren. Dies macht sie zu einer attraktiven Option für Anleger, die nach stabilen und sicheren Anlagemöglichkeiten suchen.
Risiken von Stablecoins im Finanzsystem
Die BIZ warnt vor den Risiken, die mit der Verwendung von Stablecoins verbunden sind. Diese digitalen Währungen sind nicht nur anfällig für Marktvolatilität, sondern auch für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die Verwendung öffentlicher Blockchains macht es schwierig, diese Aktivitäten zu überwachen und zu regulieren.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Stablecoins oft von privaten Unternehmen ausgegeben werden, die nicht die gleichen regulatorischen Anforderungen erfüllen müssen wie Banken. Dies kann zu einem Verlust des Verbraucherschutzes führen und das Vertrauen in das Finanzsystem untergraben.
Regulierung und Zukunft von Stablecoins
Die BIZ fordert daher eine strengere Regulierung von Stablecoins, um die Risiken zu minimieren und die Integrität des Finanzsystems zu schützen. Es wird empfohlen, dass Regulierungsbehörden weltweit zusammenarbeiten, um einheitliche Standards für Stablecoins zu schaffen.
Die Zukunft von Stablecoins hängt von der Fähigkeit ab, diese Herausforderungen zu bewältigen. Während die Nachfrage nach digitalen Währungen weiterhin besteht, ist es entscheidend, dass Stablecoins in einem regulierten Rahmen operieren, um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen und zu erhalten.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Stablecoins in den Augen der BIZ nicht die erforderlichen Kriterien für Geldanlagen erfüllen. Im Vergleich dazu bieten ETFs eine stabilere und sicherere Alternative für Anleger. Die Risiken, die mit Stablecoins verbunden sind, erfordern dringende Maßnahmen zur Regulierung, um die Integrität des Finanzsystems zu gewährleisten. Anleger sollten sich dieser Unterschiede bewusst sein, wenn sie ihre Anlagestrategien planen.
Häufige Fragen
Was sind Stablecoins?
Warum fallen Stablecoins durch?
Was sind ETFs?
Welche Risiken sind mit Stablecoins verbunden?
Wie stehen ETFs im Vergleich zu Stablecoins?
Quellen: Google News
Symbolbild: Stablecoins und ETFs im Finanzvergleich · Foto: Alex Luna / Pexels


