StartSteuern & RechtCO₂-Steuer fürs Heizen: Preisentwicklung 2026 und Ausblick

CO₂-Steuer fürs Heizen: Preisentwicklung 2026 und Ausblick

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⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 28.08.2026

Die CO₂-Steuer für Heizöl und Gas bleibt 2026 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die Heizkosten und die Immobilienwirtschaft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stabiler CO₂-Preis 2026 zwischen 55 und 65 Euro
  • Erhöhung der Heizkosten für Mieter und Vermieter
  • Einnahmen fließen in klimafreundliche Projekte

Die CO₂-Steuer für Heizöl und Gas bleibt im Jahr 2026 stabil und bewegt sich im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂. Diese Regelung hat nicht nur Auswirkungen auf die Heizkosten für Verbraucher, sondern auch auf die gesamte Immobilienwirtschaft und die damit verbundenen finanziellen Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung hat beschlossen, die für 2027 geplante Erhöhung des CO₂-Preises auszusetzen, was bedeutet, dass die Abgaben auf Heizöl, Gas sowie Diesel und Benzin im kommenden Jahr auf dem gleichen Niveau wie 2026 bleiben werden.

Was ist der CO₂-Preis und wie wird er festgelegt?

CO₂-Steuer und Heizkosten 2026
Symbolbild: CO₂-Steuer und Heizkosten 2026 · Foto: Skyler Ewing / Pexels

Der CO₂-Preis ist eine Abgabe, die auf den Ausstoß von Kohlendioxid bei der Nutzung fossiler Brennstoffe erhoben wird. Diese Abgabe wurde im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) eingeführt und soll dazu beitragen, den Klimaschutz voranzutreiben. Der Preis für CO₂ wird durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten bestimmt, die in einem gesetzlich festgelegten Korridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne liegen. Ab 2028 wird der Preis durch den europäischen Emissionshandel (ETS II) bestimmt, was eine marktbasierten Preisgestaltung zur Folge hat.

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Die Stabilität des CO₂-Preises ist besonders wichtig, da sie den Vermietern und Mietern Planungssicherheit gibt. Insbesondere in Zeiten von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten ist es entscheidend, dass die Heizkosten nicht unvorhersehbar ansteigen. Die Bundesregierung hat diese Maßnahme ergriffen, um die wirtschaftlichen Belastungen für Haushalte zu minimieren und gleichzeitig den Übergang zu klimafreundlicheren Technologien zu fördern.

Auswirkungen auf die Heizkosten für Verbraucher

Die CO₂-Steuer hat direkte Auswirkungen auf die Heizkosten für Verbraucher. Im Jahr 2026 können die Kosten für das Heizen mit Gas bis zu 1,55 Cent pro kWh und für Heizöl bis zu 20,70 Cent pro Liter betragen. Diese Preisaufschläge sind inklusive Mehrwertsteuer. Für ein wenig saniertes Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden können die jährlichen CO₂-Kosten zwischen 263 und 311 Euro liegen. Bei einem Verbrauch von 2000 Litern Heizöl belaufen sich die Kosten auf 349 bis 412 Euro.

<pFür gut sanierte Effizienzhäuser (KfW-Standard EH 70) mit einem Verbrauch von 6500 Kilowattstunden liegen die CO₂-Kosten zwischen 85 und 101 Euro. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie wichtig energetische Sanierungen für die Reduzierung der Heizkosten sind. Mieter sollten sich daher über den energetischen Zustand ihrer Wohngebäude informieren, um die finanziellen Auswirkungen der CO₂-Steuer besser einschätzen zu können.

Verteilung der CO₂-Kosten zwischen Vermietern und Mietern

Fakten auf einen Blick

  • CO₂-Preis 2026: 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂
  • Heizöl: bis zu 20,70 Cent pro Liter
  • Gas: bis zu 1,55 Cent pro kWh
  • Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds
  • CO₂-Kosten für wenig sanierte Einfamilienhäuser: 263 bis 311 Euro jährlich

Die Verteilung der CO₂-Kosten erfolgt gemäß dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO₂KostAufG). Grundsätzlich wird die CO₂-Steuer zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Je höher der CO₂-Ausstoß eines Gebäudes beim Heizen, desto höhere Kosten fallen für Vermieter an. In schlecht energetisch sanierten Gebäuden müssen Vermieter bis zu 95 Prozent der CO₂-Kosten selbst tragen. Bei gut sanierten Gebäuden können bis zu 100 Prozent der Abgabe auf die Mieter umgelegt werden.

Für Mieter ist es wichtig, die Heizkostenabrechnung genau zu prüfen. Vermieter sind verpflichtet, ihren Anteil am CO₂-Preis in der Heizkostenabrechnung auszuweisen. Fehlen diese Angaben, haben Mieter das Recht, ihre Heizkosten pauschal um drei Prozent zu kürzen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Kosten transparent und nachvollziehbar sind.

Finanzierung durch den Klima- und Transformationsfonds

Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Dieser Fonds finanziert den Umstieg auf klimafreundliche Technologien und unterstützt Entlastungsmaßnahmen für Haushalte. Dazu gehören unter anderem die Förderung von Heizungstausch, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Elektromobilität. Die Bundesregierung verfolgt mit diesen Maßnahmen das Ziel, die Klimaziele zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Die Investitionen in klimafreundliche Technologien sind nicht nur aus ökologischer Sicht wichtig, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Der Übergang zu erneuerbaren Energien kann neue Arbeitsplätze schaffen und die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft stärken. Dies ist besonders relevant in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit, da nachhaltige Investitionen langfristig auch zur Stabilität der Wirtschaft beitragen können.

Ausblick auf die CO₂-Preisentwicklung ab 2028

Ab 2028 wird der CO₂-Preis durch den europäischen Emissionshandel (ETS II) bestimmt, was eine grundlegende Veränderung in der Preisgestaltung mit sich bringt. Der Start des neuen Emissionshandels wurde von den EU-Staaten um ein Jahr auf 2028 verschoben. Prognosen deuten darauf hin, dass der CO₂-Preis in den ersten Jahren nach der Umstellung nicht dramatisch ansteigen wird. Der ADAC erwartet, dass der Preis zunächst unter dem aktuellen deutschen Niveau liegen wird.

<pLangfristig, insbesondere nach 2030, könnte der CO₂-Preis jedoch deutlich steigen. Schätzungen des Kopernikus-Projekts Ariadne am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gehen von einem Preis von etwa 120 Euro pro Tonne CO₂ bis 2030 aus. Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln rechnet sogar mit bis zu 151 Euro pro Tonne. Diese Entwicklungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Heizkosten und die gesamte Immobilienwirtschaft haben.

Fazit

CO₂-Steuer und Heizkosten 2026
Symbolbild: CO₂-Steuer und Heizkosten 2026 · Foto: Mariana M Caceres / Pexels

Die CO₂-Steuer für Heizöl und Gas bleibt 2026 stabil und bewegt sich im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Diese Regelung hat weitreichende Auswirkungen auf die Heizkosten für Verbraucher und die Immobilienwirtschaft. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der den Übergang zu klimafreundlichen Technologien unterstützt. Ab 2028 wird der CO₂-Preis durch den europäischen Emissionshandel bestimmt, was langfristig zu höheren Preisen führen könnte. Mieter und Vermieter sollten sich daher frühzeitig auf die kommenden Veränderungen einstellen.

Häufige Fragen

Was ist der CO₂-Preis 2026?
Der CO₂-Preis für 2026 liegt im Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂, was Heizöl und Gas betrifft.
Wie beeinflusst die CO₂-Steuer die Heizkosten?
Die CO₂-Steuer führt zu höheren Heizkosten, die je nach Verbrauch zwischen 263 und 412 Euro jährlich betragen können.
Was passiert mit den Einnahmen aus der CO₂-Steuer?
Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der klimafreundliche Technologien und Entlastungsmaßnahmen finanziert.
Wie wird der CO₂-Preis ab 2028 festgelegt?
Ab 2028 wird der CO₂-Preis durch den europäischen Emissionshandel (ETS II) bestimmt, was zu einer marktbasierten Preisgestaltung führt.
Wer trägt die CO₂-Kosten in Mietverhältnissen?
Die CO₂-Kosten werden zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt, abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes.

Quellen: Google News

Symbolbild: CO₂-Steuer und Heizkosten 2026 · Foto: Erik Mclean / Pexels

Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist bei Finanz-Echo für die Themen Immobilien und Baufinanzierung zuständig. Sie erklärt, worauf es bei Kauf, Finanzierung und Vermietung ankommt, und behält dabei aktuelle Entwicklungen am Markt im Blick. Ihre Artikel richten sich sowohl an angehende Eigentümer als auch an alle, die ihre Immobilie als Geldanlage betrachten.
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