StartGeldanlage & ETFsDer Schmetterlings-Effekt fürs Depot: ETF-Strategie im Test

Der Schmetterlings-Effekt fürs Depot: ETF-Strategie im Test

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⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 01.08.2026

Das Golden Butterfly Portfolio könnte eine interessante Alternative für Anleger sein, die auf der Suche nach Stabilität und geringeren Schwankungen im Depot sind. Diese ETF-Strategie verspricht, den Aktienmarkt langfristig herauszufordern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Portfolio besteht aus fünf gleich großen Blöcken.
  • Ziel ist nicht maximale Rendite, sondern maximale Konstanz.
  • Die Strategie könnte besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten von Vorteil sein.

Das Golden Butterfly Portfolio hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, insbesondere unter Anlegern, die nach stabilen Renditen in einem volatilen Markt suchen. Diese ETF-Strategie, die von Tyler, einem Maschinenbauingenieur und Investmentforscher, entwickelt wurde, zielt darauf ab, Kapital gleichmäßig auf fünf Anlageklassen zu verteilen. Die Aufteilung umfasst 20 Prozent auf Large-Cap-Aktien, 20 Prozent auf Small-Cap-Value-Aktien, 20 Prozent auf kurzlaufende Anleihen, 20 Prozent auf langlaufende Anleihen und 20 Prozent auf Gold. Diese Struktur soll nicht nur eine attraktive Rendite bieten, sondern auch die Schwankungen im Depot minimieren.

Was ist das Golden Butterfly Portfolio?

Golden Butterfly Portfolio: Stabilität im Depot
Symbolbild: Golden Butterfly Portfolio: Stabilität im Depot · Foto: Zlaťáky.cz / Pexels

Das Golden Butterfly Portfolio ist eine innovative Anlagestrategie, die aus der Auseinandersetzung mit dem Permanent Portfolio hervorgegangen ist, das von dem US-Finanzautor Harry Browne entwickelt wurde. Während das Permanent Portfolio Kapital gleichmäßig auf Aktien, Anleihen, Gold und Cash-Reserven verteilt, ergänzt Tyler dieses Konzept um eine fünfte Komponente: Small-Cap-Value-Aktien. Diese Anpassung zielt darauf ab, das Portfolio stärker auf wirtschaftliche Wachstumsphasen auszurichten, die historisch häufiger auftreten als Rezessionen oder Deflation.

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Die visuelle Darstellung des Portfolios erinnert an einen Schmetterling, wobei die beiden Flügel aus Aktien und Anleihen bestehen und Gold als stabilisierendes Element fungiert. Diese Struktur ermöglicht es dem Portfolio, in verschiedenen wirtschaftlichen Phasen unterschiedlich zu reagieren: Aktien profitieren von Wachstum, Anleihen von Deflation und Gold von Inflation.

Die Struktur des Portfolios

Die Aufteilung des Golden Butterfly Portfolios in fünf gleich große Blöcke zu je 20 Prozent ist ein zentraler Aspekt seiner Strategie. Auf der Aktienseite stehen Large-Cap-Blend-Aktien und Small-Cap-Value-Aktien nebeneinander, die zusammen den einen Flügel des Schmetterlings bilden. Den anderen Flügel bilden kurzlaufende und langfristige Staatsanleihen. Gold fungiert als Körper und verbindet die beiden Seiten. Diese Dreiteilung sorgt für eine ausgewogene Risikoverteilung und ermöglicht es dem Portfolio, in unterschiedlichen Marktbedingungen stabil zu bleiben.

Ein weiterer Vorteil dieser Struktur ist die Diversifikation. Im Gegensatz zu klassischen 60/40-Portfolios, die lediglich Aktien und Anleihen kombinieren, bietet das Golden Butterfly Portfolio eine zusätzliche Diversifikationsschicht durch die Differenzierung zwischen Large-Cap- und Small-Cap-Value-Aktien sowie die explizite Goldkomponente. Diese Diversifikation kann helfen, das Risiko zu reduzieren und die langfristige Stabilität zu erhöhen.

Risikoprofil und Volatilität

Fakten auf einen Blick

  • Das Golden Butterfly Portfolio verteilt 20% auf fünf Anlageklassen.
  • Die Strategie kombiniert Aktien, Anleihen und Gold für mehr Stabilität.
  • Im Jahr 2022 verzeichnete das Portfolio ein Minus von 7,36%.

Ein zentraler Unterschied zwischen dem Golden Butterfly Portfolio und einem reinen Aktienportfolio liegt im Risikoprofil. Während Anleger, die ausschließlich in einen globalen Aktienindex investieren, sowohl von Marktaufschwüngen profitieren als auch das volle Abwärtsrisiko tragen, puffern Anleihen und Gold im Golden Butterfly Portfolio starke Kursrückgänge ab. Dies führt zu einer deutlich geringeren Volatilität. Tyler berichtet, dass das Golden Butterfly Portfolio in seiner Originaluntersuchung eine um rund 60 Prozent geringere Volatilität im Vergleich zu einem reinen Aktienportfolio aufweist.

Die Strategie zielt nicht darauf ab, die maximale Rendite zu erzielen, sondern vielmehr die maximale Konstanz. Das schlechteste Einzeljahr in der Analyse des Portfolios endete mit einem Minus von nur 11 Prozent, und der längste Drawdown erstreckte sich über lediglich zwei Jahre. Diese Eigenschaften machen das Golden Butterfly Portfolio besonders attraktiv für Anleger, die in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Stabilität suchen.

Performance in Krisenzeiten

Die Performance des Golden Butterfly Portfolios in Krisenzeiten ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der Anleger interessiert. Im Jahr 2022, als sowohl Aktien als auch Anleihen stark verloren, verzeichnete das Musterportfolio ein Minus von 7,36 Prozent. Im Vergleich dazu verlor der MSCI World in diesem Jahr rund 18 Prozent in Euro gerechnet. Diese moderate Rückkehr zeigt, dass das Golden Butterfly Portfolio in schwierigen Marktbedingungen besser abschneiden kann als viele andere Anlagestrategien.

Im darauffolgenden Jahr 2023 konnte das Portfolio eine Rendite von 8,45 Prozent erzielen, gefolgt von 16,37 Prozent im Jahr 2024. Diese Zahlen stammen aus einem Musterportfolio und sind keine Garantiewerte, verdeutlichen jedoch das Potenzial der Strategie, in verschiedenen Marktbedingungen zu bestehen.

Umsetzung der Strategie

Für Privatanleger und Vermögensverwalter stellt sich die Frage, wie das Golden Butterfly Portfolio in der Praxis umgesetzt werden kann. Die Strategie lässt sich mit fünf ETFs nachbilden, die jeweils die vorgesehenen Anlageklassen abdecken: ein ETF auf Large-Cap-Aktien, ein ETF auf Small-Cap-Value-Aktien, ein ETF auf kurzlaufende Staatsanleihen, ein ETF auf langfristige Staatsanleihen sowie ein Gold-ETC. Diese ETFs können in einem Depot kombiniert werden, um die gewünschte Aufteilung zu erreichen.

Ein wichtiger Hinweis für europäische Anleger ist, dass sie den Währungsaspekt reduzieren können, indem sie den S&P-500-Anteil durch einen MSCI-World-ETF ersetzen oder stärker auf europäische Indizes ausweichen. Dies kann helfen, das Wechselkursrisiko zu minimieren und die Gesamtbilanz des Portfolios zu stabilisieren.

Fazit

Golden Butterfly Portfolio: Stabilität im Depot
Symbolbild: Golden Butterfly Portfolio: Stabilität im Depot · Foto: RDNE Stock project / Pexels

Das Golden Butterfly Portfolio bietet eine interessante Alternative für Anleger, die auf der Suche nach einer stabilen Anlagestrategie sind. Mit seiner ausgewogenen Aufteilung auf Aktien, Anleihen und Gold verspricht es, langfristig ähnliche Renditen wie der Aktienmarkt zu erzielen, jedoch mit deutlich weniger Kursschwankungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten könnte diese Strategie besonders vorteilhaft sein, da sie eine gewisse Stabilität bietet. Anleger sollten jedoch beachten, dass die Performance in der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Ergebnisse ist und eine sorgfältige Analyse der individuellen Anlagestrategie erforderlich ist.

Häufige Fragen

Was ist das Golden Butterfly Portfolio?
Das Golden Butterfly Portfolio ist eine Anlagestrategie, die Kapital gleichmäßig auf fünf Anlageklassen verteilt: Large-Cap-Aktien, Small-Cap-Value-Aktien, kurzlaufende Anleihen, langlaufende Anleihen und Gold.
Wie unterscheidet sich das Golden Butterfly Portfolio von anderen Strategien?
Im Gegensatz zu klassischen 60/40-Portfolios bietet das Golden Butterfly Portfolio eine explizite Goldkomponente und differenziert zwischen Large-Cap- und Small-Cap-Value-Aktien, was zusätzliche Diversifikation ermöglicht.
Welche Vorteile bietet das Golden Butterfly Portfolio?
Die Strategie zielt darauf ab, langfristig ähnliche Renditen wie der Aktienmarkt zu erzielen, jedoch mit deutlich weniger Kursschwankungen, was sie besonders für risikoscheue Anleger attraktiv macht.
Wie hat sich das Portfolio in Krisenzeiten bewährt?
Im Jahr 2022, als der Aktienmarkt stark fiel, verzeichnete das Golden Butterfly Portfolio ein Minus von nur 7,36%, was im Vergleich zu anderen Portfolios eine moderate Rückkehr darstellt.
Wie kann ich das Golden Butterfly Portfolio umsetzen?
Das Portfolio lässt sich mit fünf ETFs nachbilden, die jeweils die vorgesehenen Anlageklassen abdecken, und kann an die individuellen Währungspräferenzen angepasst werden.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Golden Butterfly Portfolio: Stabilität im Depot · Foto: DΛVΞ GΛRCIΛ / Pexels

Sebastian Stehle
Sebastian Stehlehttps://finanz-echo.de
Sebastian Stehle beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den Aktien- und Kapitalmärkten. Bei Finanz-Echo schreibt er über Börsentrends, Unternehmenszahlen und wirtschaftliche Entwicklungen und legt dabei Wert darauf, komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten. Sein Ziel ist es, Leserinnen und Lesern eine solide Grundlage für eigene Entscheidungen zu geben – ohne reißerische Versprechen.
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