StartImmobilien & FinanzierungEffizienzhaus 55-Plus: Bundesförderung wird bis Ende 2026 verlängert

Effizienzhaus 55-Plus: Bundesförderung wird bis Ende 2026 verlängert

⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 24.06.2026

Die Bundesregierung hat die Förderung für das Effizienzhaus 55-Plus bis Ende 2026 verlängert, um den Wohnungsbau anzukurbeln und den Bauüberhang abzubauen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EH55-Plus-Förderung wird bis Ende 2026 verlängert.
  • Rund 33.700 Wohneinheiten können gefördert werden.
  • Die Förderung erfolgt über zinsverbilligte KfW-Kredite.

Die Bundesregierung hat am 19. Juni 2026 die Verlängerung der Effizienzhaus 55-Plus-Förderung bekannt gegeben. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Wohnungsbau in Deutschland zu fördern und den bestehenden Bauüberhang abzubauen. Die Förderung kann bis zum Jahresende 2026 beantragt werden, solange die bereitgestellten Mittel nicht vollständig ausgeschöpft sind.

Was ist die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung?

Neubau eines Effizienzhauses 55-Plus
Symbolbild: Neubau eines Effizienzhauses 55-Plus · Foto: Mike van Schoonderwalt / Pexels

Die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung ist ein Programm, das von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, um den Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden zu unterstützen, die den Effizienzhausstandard 55 erfüllen. Dieser Standard bedeutet, dass die Gebäude nur 55 Prozent der Energie verbrauchen, die ein vergleichbares Standardhaus benötigt. Ein zentrales Merkmal dieser Förderung ist, dass die Wärmeversorgung der Gebäude zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen muss. Fossile Brennstoffe wie Gas und Öl sind ausgeschlossen, was die Förderung zu einem wichtigen Bestandteil der Klimaschutzstrategie der Bundesregierung macht.

Warum wurde die Förderung verlängert?

Die Entscheidung zur Verlängerung der Förderung wurde von Verena Hubertz, der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, getroffen. Sie betonte, dass die Förderung bereits Wirkung zeigt: Rund 33.700 Wohneinheiten, die zuvor nur auf dem Papier existierten, werden nun tatsächlich gebaut. Dies ist ein positives Zeichen für die Bauwirtschaft, die in den letzten Jahren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert war, insbesondere durch steigende Materialpreise und die Auswirkungen des Iran-Kriegs. Die Verlängerung der Förderung soll sicherstellen, dass die noch verfügbaren Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Details zur Förderung

Fakten auf einen Blick

  • Förderanträge bis Ende 2026 möglich
  • Rund 33.700 Wohneinheiten gefördert
  • 343 Millionen Euro noch verfügbar

Die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung erfolgt über zinsverbilligte Kredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Pro Wohneinheit können bis zu 100.000 Euro an Fördermitteln beantragt werden. Der effektive Zinssatz liegt derzeit bei etwa einem Prozent pro Jahr, bei einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Zinsbindung von ebenfalls zehn Jahren. Diese attraktiven Konditionen sollen dazu beitragen, dass mehr Investoren und Bauherren die Möglichkeit nutzen, ihre Projekte zu realisieren.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die Verlängerung der Effizienzhaus 55-Plus-Förderung hat das Potenzial, den Immobilienmarkt in Deutschland nachhaltig zu beeinflussen. Durch die Aktivierung von baureifen Projekten, die aufgrund finanzieller Unsicherheiten oder gestiegener Baukosten auf Eis gelegt wurden, könnte ein Anstieg der Neubauten beobachtet werden. Dies könnte nicht nur den Wohnungsbau ankurbeln, sondern auch dazu beitragen, die steigenden Mietpreise zu stabilisieren. In einem Markt, der von Inflation und steigenden Zinsen geprägt ist, könnte die Förderung eine wichtige Rolle spielen, um die Wohnkosten für Mieter und Käufer zu senken.

Finanzielle Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Bis zum 15. Juni 2026 wurden bereits rund 3,2 Milliarden Euro an Fördermitteln für die EH55-Plus-Förderung bereitgestellt. Von diesen Mitteln sind noch etwa 343 Millionen Euro verfügbar. Die Nachfrage nach der Förderung ist in den letzten Wochen gestiegen, was auf das gestiegene Interesse an energieeffizienten Bauprojekten zurückzuführen ist. Dennoch bleibt die Baubranche mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere durch die volatile Marktsituation und die Unsicherheiten, die durch geopolitische Ereignisse wie den Iran-Krieg verursacht werden.

Fazit

Neubau eines Effizienzhauses 55-Plus
Symbolbild: Neubau eines Effizienzhauses 55-Plus · Foto: K / Pexels

Die Verlängerung der Effizienzhaus 55-Plus-Förderung bis Ende 2026 stellt einen wichtigen Schritt zur Unterstützung des Wohnungsbaus in Deutschland dar. Durch die Bereitstellung zinsverbilligter Kredite und die Fokussierung auf erneuerbare Energien wird nicht nur der Bauüberhang abgebaut, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Investoren und Bauherren sollten die Gelegenheit nutzen, um von den attraktiven Konditionen zu profitieren und somit zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum beizutragen.

Häufige Fragen

Was ist die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung?
Die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung ist ein Programm der Bundesregierung, das zinsverbilligte Kredite für den Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden bereitstellt, die den Effizienzhausstandard 55 erfüllen.
Wie lange läuft die Förderung?
Die Förderung läuft bis Ende 2026, solange die bereitgestellten Mittel nicht aufgebraucht sind.
Wie hoch sind die Fördermittel?
Bislang wurden rund 3,2 Milliarden Euro für etwa 33.700 Wohneinheiten bereitgestellt, wobei noch etwa 343 Millionen Euro verfügbar sind.
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
Die Neubauten müssen zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien beheizt werden, und es muss eine gültige Baugenehmigung vorliegen.
Wie beeinflusst die Förderung den Immobilienmarkt?
Die Förderung soll den Wohnungsbau ankurbeln und den Bauüberhang abbauen, was langfristig zu einer Stabilisierung des Immobilienmarktes beitragen könnte.

Quellen: Google News

Symbolbild: Neubau eines Effizienzhauses 55-Plus · Foto: Skyler Ewing / Pexels

Stefan Wagner
Stefan Wagner
Stefan Wagner widmet sich den Themen Altersvorsorge und Versicherungen. Er erklärt verständlich, welche Vorsorgemodelle es gibt und worauf man bei langfristigen Entscheidungen achten sollte. Bei Finanz-Echo möchte er dazu beitragen, dass auch trockene Themen wie Renten- und Absicherungsfragen greifbar werden.
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