⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 28.08.2026
Der Verband der Ernährungswirtschaft e. V. (VdEW) und die Gewerkschaft NGG haben in Sachsen-Anhalt einen historischen Tarifabschluss erzielt, der weitreichende Lohnerhöhungen und eine Angleichung der Löhne bis 2032 vorsieht.
- Langfristiger Tarifvertrag bis 2032
- Erste Lohnerhöhung von 3,5 % sofort
- Angleichung der Löhne Ost-West bis 2032
Der Verband der Ernährungswirtschaft e. V. (VdEW) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben in Sachsen-Anhalt einen bedeutenden Tarifabschluss erzielt, der sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen weitreichende Folgen hat. Nach intensiven Verhandlungen wurde ein langfristiger Tarifvertrag vereinbart, der bis zum 31. Dezember 2032 gültig ist. Dieser Vertrag sieht eine sofortige Lohnerhöhung von 3,5 % vor, gefolgt von weiteren Erhöhungen von 1,2 bis 2,2 % zum 1. Dezember 2026.
Was ist der Inhalt des neuen Tarifvertrags?

Der neue Tarifvertrag stellt einen Meilenstein in den Tarifverhandlungen der Ernährungswirtschaft dar. Die sofortige Lohnerhöhung von 3,5 % wird den Beschäftigten bereits in diesem Jahr zugutekommen. Darüber hinaus wird ab Dezember 2026 eine zusätzliche Erhöhung von 1,2 bis 2,2 % wirksam. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans zur Angleichung der Löhne in Sachsen-Anhalt an das Westniveau, was für viele Beschäftigte eine erhebliche Verbesserung ihrer finanziellen Situation bedeutet.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Tarifvertrags ist die schrittweise Übernahme der Ergebnisse aus dem Tarifgebiet Obst/Gemüse/Mineralwasser Niedersachsen/Bremen ab 2027. Dies wird durch einen festen Angleichwert von 1,75 % ergänzt, der bis zur letzten Erhöhung am 1. Juli 2032 gelten wird. Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die Löhne in Sachsen-Anhalt nachhaltig zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken.
Wie wird die Angleichung der Löhne umgesetzt?
Die Angleichung der Löhne zwischen Ost- und Westdeutschland ist ein zentrales Ziel des neuen Tarifvertrags. Der VdEW und die NGG haben sich darauf geeinigt, dass die Löhne in Sachsen-Anhalt schrittweise angehoben werden, um eine faire Bezahlung für alle Beschäftigten zu gewährleisten. Die Übernahme der Ergebnisse aus Niedersachsen/Bremen wird als entscheidender Schritt angesehen, um die Löhne in der Region an das Westniveau anzupassen.
Die letzte Erhöhung, die im Rahmen dieses Tarifvertrags vorgesehen ist, wird am 1. Juli 2032 stattfinden. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Löhne in Sachsen-Anhalt vollständig an das Westniveau angeglichen werden. Dies ist nicht nur ein Gewinn für die Beschäftigten, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Stärkung der gesamten Ernährungswirtschaft in der Region.
Welche Auswirkungen hat der Tarifabschluss auf die Unternehmen?
- Tarifvertrag bis zum 31. Dezember 2032
- Sofortige Lohnerhöhung von 3,5 %
- Zusätzliche Erhöhung von 1,2 bis 2,2 % zum 1. Dezember 2026
Der Tarifabschluss bringt für viele Unternehmen der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt erhebliche finanzielle Herausforderungen mit sich. Die sofortige Lohnerhöhung von 3,5 % und die geplanten weiteren Erhöhungen bedeuten für viele Betriebe eine zusätzliche Belastung in Millionenhöhe. Arbeitgeber müssen nun ihre Budgets anpassen und möglicherweise auch ihre Preispolitik überdenken, um die gestiegenen Lohnkosten zu kompensieren.
Dennoch wird der Tarifabschluss von vielen in der Branche als notwendig erachtet, um die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Ernährungswirtschaft zu erhöhen und Fachkräfte zu gewinnen. Die Lohnerhöhungen könnten dazu beitragen, die Fluktuation zu reduzieren und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, was langfristig auch den Unternehmen zugutekommt.
Wie reagiert die Branche auf den Tarifabschluss?
Die Reaktionen auf den Tarifabschluss sind überwiegend positiv. Der Hauptgeschäftsführer des VdEW, Vehid Alemic, bezeichnete den Abschluss als historischen Durchbruch, der sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen einen klaren und planbaren Rahmen bietet. Die Arbeitgeber haben bis an die Schmerzgrenze des wirtschaftlich Vertretbaren verhandelt, um diesen Tarifabschluss zu ermöglichen.
Die Einigung wird als wichtiger Schritt angesehen, um die Löhne in der Ernährungswirtschaft nachhaltig zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken. Viele Unternehmen sehen in den Lohnerhöhungen eine Chance, ihre Mitarbeiter langfristig zu binden und die Qualität ihrer Produkte zu sichern.
Fazit

Der Tarifabschluss in der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Beschäftigten dar und bietet gleichzeitig den Unternehmen einen klaren Rahmen für die kommenden Jahre. Mit einer sofortigen Lohnerhöhung von 3,5 % und weiteren Erhöhungen bis 2032 wird die Angleichung der Löhne an das Westniveau vorangetrieben. Dies könnte nicht nur die Lebensqualität der Beschäftigten verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche stärken.
Häufige Fragen
Was ist der Inhalt des neuen Tarifvertrags?
Wie wird die Angleichung der Löhne umgesetzt?
Welche Auswirkungen hat der Tarifabschluss auf die Unternehmen?
Wie reagiert die Branche auf den Tarifabschluss?
Wann wird die letzte Lohnerhöhung im Rahmen des Tarifvertrags stattfinden?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Tarifverhandlungen in der Ernährungswirtschaft · Foto: Anna Shvets / Pexels


