⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 06.08.2026
Nach dem Ablauf der MiCA-Einhaltungsfrist am 1. Juli 2026 warnt die EU vor einem Anstieg von Kryptobetrug. Anleger sollten sich vor gefälschten Anbietern in Acht nehmen.
- EU-Aufsichtsbehörden melden Anstieg von Betrugsfällen.
- Kriminelle nutzen gefälschte Websites und Dokumente.
- Anleger sollten nur lizensierte Anbieter nutzen.
Am 1. Juli 2026 endete die Übergangsfrist für die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), die es Krypto-Dienstleistern in der Europäischen Union ermöglicht, ihre Dienstleistungen anzubieten. Mit diesem Stichtag sind nur noch Anbieter mit einer gültigen MiCA-Lizenz berechtigt, Krypto-Dienstleistungen in der EU zu erbringen. Die EU-Aufsichtsbehörden warnen jedoch vor einem besorgniserregenden Anstieg von Betrugsfällen, die sich aus dieser neuen Regelung ergeben.
Was geschah nach dem Ablauf der MiCA-Einhaltungsfrist?

Nach dem Ende der MiCA-Übergangsfrist haben mehrere EU-Aufsichtsbehörden einen signifikanten Anstieg von Betrugsfällen registriert. Kriminelle nutzen die Unsicherheit und die Übergangsphase, um sich als Finanzaufseher oder Krypto-Unternehmen auszugeben. Diese Betrüger zielen insbesondere auf Kunden von Krypto-Dienstleistern ab, die noch keine EU-Zulassung besitzen. Sie verwenden gefälschte Websites und manipulierte Dokumente, um Überweisungen von Vermögenswerten zu veranlassen.
Stéphane Pontoizeau von der französischen Autorité des Marchés Financiers (AMF) berichtete von Fällen, in denen Betrüger ihre Vertreter imitieren und Nutzer über Fake-Websites zur Übertragung von Assets auffordern. Auch die European Securities and Markets Authority (ESMA) meldete Missbrauch ihrer Identität und ihres Markenauftritts, einschließlich gefälschter Unterlagen.
Die Rolle der Aufsichtsbehörden
Die Aufsichtsbehörden in der EU haben klare Vorgaben für nicht zugelassene Anbieter festgelegt. Diese müssen ihre Tätigkeiten in der EU geordnet einstellen und dürfen keine neuen Kunden mehr aufnehmen. Zudem sind sie verpflichtet, ihre bestehenden Kunden über den weiteren Ablauf und relevante Fristen zu informieren. Die ESMA hat eine aktualisierte Liste veröffentlicht, die derzeit 323 lizensierte Krypto-Unternehmen ausweist. Branchenanalysen zeigen, dass mehr als 1.700 nicht lizenzierte Unternehmen ihre Aktivitäten einstellen müssen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Financial Intelligence Unit (FIU) in Deutschland haben ebenfalls vor den Risiken gewarnt, die mit nicht lizenzierten Anbietern verbunden sind. Diese Anbieter bieten keinen Schutz für Kundengelder und Kryptovermögen, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führen kann.
Risiken für Anleger
- Ende der MiCA-Übergangsfrist: 1. Juli 2026
- Über 1.700 nicht lizenzierte Anbieter müssen schließen
- 323 lizensierte Krypto-Unternehmen in der EU
Anleger, die sich auf nicht lizenzierte Krypto-Dienstleister einlassen, setzen sich einem hohen Risiko aus. Sie profitieren nicht von den Schutzmechanismen der MiCA, die darauf abzielen, Kundengelder und Vermögenswerte zu sichern. Die Aufsichtsbehörden raten daher dringend, nur mit lizenzierten Anbietern Geschäfte zu tätigen und die offiziellen Register der nationalen Aufsichtsbehörden zu konsultieren.
Die EU hat auch betont, dass Anleger sich bewusst sein sollten, dass sie erst nach Ablauf der Übergangszeit von den Schutzmaßnahmen der MiCA profitieren können. Dies bedeutet, dass sie bei der Nutzung von Diensten solcher Anbieter vorsichtig sein müssen, um nicht Opfer von Betrug zu werden.
Praktische Tipps für Anleger
Zusätzlich sollten Anleger darauf achten, dass sie keine sensiblen Informationen auf gefälschten Websites eingeben. Seien Sie skeptisch gegenüber Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, und informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen im Krypto-Markt.
Fazit

Die Warnungen der EU vor Kryptobetrug nach dem Ablauf der MiCA-Einhaltungsfrist sind ein ernstzunehmendes Signal für alle Krypto-Anleger. Die Zunahme von Betrugsfällen zeigt, wie wichtig es ist, sich über die Lizenzierung von Krypto-Dienstleistern zu informieren und nur mit lizenzierten Anbietern Geschäfte zu tätigen. Anleger sollten wachsam sein und sich der Risiken bewusst werden, die mit nicht lizenzierten Anbietern verbunden sind.
Häufige Fragen
Was ist die MiCA-Verordnung?
Warum warnt die EU vor Kryptobetrug?
Wie viele Krypto-Anbieter sind lizenziert?
Was sollten Anleger tun?
Welche Risiken bestehen bei nicht lizenzierten Anbietern?
Quellen: Google News
Symbolbild: EU warnt vor Kryptobetrug nach MiCA · Foto: Gustavo Fring / Pexels


