⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 18.06.2026
Der Spezialchemiekonzern Evonik hat angekündigt, bis Ende 2029 insgesamt 3.200 Stellen abzubauen und sein Polyester-Geschäft einzustellen, was zu einem Rückgang der Aktie führte.
- Evonik plant den Abbau von 3.200 Stellen bis 2029.
- Das Polyester-Geschäft wird aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten eingestellt.
- Die Aktie von Evonik fiel um 3,29 Prozent im XETRA-Handel.
Der Spezialchemiekonzern Evonik hat am 18. Juni 2026 bekannt gegeben, dass er bis Ende 2029 insgesamt 3.200 Stellen abbauen wird. Davon entfallen 2.150 Stellen auf Deutschland. Diese Entscheidung ist Teil eines umfassenden Umbaus des Unternehmens, das sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld behaupten muss.
Was geschah bei Evonik?

Evonik hat sich entschieden, sein Polyester-Geschäft vollständig einzustellen, was einen Jahresumsatz von etwa 150 Millionen Euro betrifft. Die zuständige Konzernvorständin, Lauren Kjeldsen, bezeichnete diesen Schritt als „wirtschaftlich alternativlos“. Die Schließung betrifft rund 350 Mitarbeiter an den Standorten Witten, Marl und Shanghai. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem alle möglichen Alternativen geprüft wurden, die jedoch als nicht tragbar eingestuft wurden.
Hintergründe des Stellenabbaus
Der Vorstandsvorsitzende Christian Kullmann erklärte, dass die weltpolitische Lage und das anhaltend schwache wirtschaftliche Wachstum die Hauptgründe für die drastischen Maßnahmen sind. Zudem wird der internationale Wettbewerb immer härter, was Evonik zwingt, effizienter zu arbeiten. Der Konzern sieht Potenzial in der Digitalisierung und im Outsourcing, um die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.
Reaktionen des Aktienmarktes
- Stellenabbau: 3.200 bis Ende 2029
- Betroffene Stellen in Deutschland: 2.150
- Schließung des Polyester-Geschäfts: 150 Millionen Euro Umsatz
Die Ankündigung führte zu einem Rückgang der Evonik-Aktie, die im XETRA-Handel um 3,29 Prozent auf 15,27 Euro fiel. Diese Reaktion spiegelt die Besorgnis der Anleger über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wider, insbesondere angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft.
Auswirkungen auf die Wirtschaft
Der Stellenabbau und die Schließung des Polyester-Geschäfts haben nicht nur Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter, sondern auch auf die gesamte Wirtschaft. In einem Umfeld, in dem die Inflation und die Zinsen steigen, ist es für Unternehmen wie Evonik entscheidend, ihre Kostenstruktur zu optimieren. Der Abbau von Arbeitsplätzen kann kurzfristig zu einer Senkung der Betriebskosten führen, birgt jedoch auch das Risiko, die Marktposition zu schwächen, wenn die verbleibenden Mitarbeiter überlastet werden.
Strategien zur Effizienzsteigerung
Evonik plant, durch verschiedene Maßnahmen die Effizienz zu steigern. Dazu gehören die Digitalisierung von Prozessen und die Prüfung von Offshoring-Optionen. Diese Strategien sollen helfen, die Kostenbasis bis Ende 2026 um 400 Millionen Euro zu senken. Die genaue Umsetzung dieser Maßnahmen wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet.
Fazit

Die aktuellen Entwicklungen bei Evonik zeigen, wie Unternehmen in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld reagieren müssen. Der Stellenabbau und die Schließung des Polyester-Geschäfts sind drastische Maßnahmen, die sowohl die Belegschaft als auch die Anleger betreffen. Die Reaktion der Aktie verdeutlicht die Unsicherheiten, die mit solchen Entscheidungen verbunden sind. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen ausreichen, um Evonik in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu positionieren.
Häufige Fragen
Warum stellt Evonik das Polyester-Geschäft ein?
Wie viele Stellen werden abgebaut?
Wie reagiert der Aktienmarkt auf die Ankündigung?
Welche Maßnahmen plant Evonik zur Effizienzsteigerung?
Wann wird der Stellenabbau umgesetzt?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Evonik: Stellenabbau und Geschäftseinstellung · Foto: Tom Fisk / Pexels


