⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 31.07.2026
Das Ferratum Festgeld bietet Sparer:innen die Möglichkeit, bis zu 100.000 Euro zu attraktiven Zinsen anzulegen. Doch lohnt sich die Anlage aus Malta wirklich?
- Zinssätze bis zu 3,20 % p.a. für 36 Monate
- Einlagensicherung bis 100.000 Euro
- Zinsen werden brutto ausgezahlt, Steuerpflicht in Deutschland
Das Ferratum Festgeld, angeboten von der maltesischen Multitude Bank, hat in den letzten Monaten zunehmend das Interesse von Sparer:innen geweckt. Mit attraktiven Zinssätzen und einer soliden Einlagensicherung stellt sich die Frage, ob sich diese Anlageform für deutsche Anleger lohnt. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen viele nach sicheren Anlagemöglichkeiten, die gleichzeitig eine ansprechende Rendite bieten.
Was ist das Ferratum Festgeld?

Das Ferratum Festgeld ist ein Anlageprodukt, das es Sparer:innen ermöglicht, Geld für festgelegte Laufzeiten zu einem garantierten Zinssatz anzulegen. Die Bank bietet derzeit fünf verschiedene Laufzeiten an, die von 6 Monaten bis zu 36 Monaten reichen. Die Zinssätze sind dabei gestaffelt und variieren je nach gewählter Laufzeit. Aktuell liegen die Zinssätze zwischen 2,70 % p.a. für eine sechsmonatige Anlage und 3,20 % p.a. für eine dreijährige Anlage.
Ein wesentlicher Vorteil des Ferratum Festgeldes ist die Möglichkeit, bis zu 100.000 Euro pro Kunde anzulegen. Diese Summe ist durch das maltesische Einlagensicherungssystem, das sogenannte Depositor Compensation Scheme (DCS), zu 100 % abgesichert. Dies bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz der Bank die Einlagen bis zu dieser Höhe innerhalb von sieben Tagen zurückgezahlt werden.
Wie sicher ist das Ferratum Festgeld?
Die Sicherheit der Einlagen ist ein zentraler Aspekt bei der Geldanlage. Das Ferratum Festgeld unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung Maltas, die Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde schützt. Diese Absicherung gibt Anlegern ein gewisses Maß an Sicherheit, insbesondere in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten. Die Einlagensicherung greift unabhängig von der Bonität der Bank, was bedeutet, dass auch bei einem niedrigeren Rating der Multitude Bank, das derzeit bei BB- liegt, die Einlagen bis zur genannten Grenze abgesichert sind.
Obwohl das Rating der Bank als spekulativ eingestuft wird, ist es wichtig zu beachten, dass solche Bewertungen bei kleineren, wachstumsorientierten Banken nicht ungewöhnlich sind. Die Einlagensicherung bleibt ein entscheidender Faktor, der das Risiko für Anleger minimiert.
Steuerliche Aspekte des Ferratum Festgeldes
- Maximaleinlage: 100.000 Euro
- Zinssatz für 36 Monate: 3,20 % p.a.
- Einlagensicherung bis 100.000 Euro durch maltesisches DCS
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Anleger beachten sollten, sind die steuerlichen Implikationen. Die Zinsen, die auf das Ferratum Festgeld gezahlt werden, werden brutto ausgezahlt. Das bedeutet, dass keine Abgeltungsteuer an der Quelle einbehalten wird. Anleger sind jedoch verpflichtet, ihre Zinserträge in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Dies kann einen zusätzlichen administrativen Aufwand bedeuten, da Freistellungsaufträge bei Ferratum nicht möglich sind.
Die Bank stellt eine Aufstellung der Zinserträge zur Verfügung, die als Grundlage für die Steuererklärung dient. Anleger sollten sich daher im Vorfeld über ihre steuerlichen Verpflichtungen informieren und gegebenenfalls einen Steuerberater konsultieren, um sicherzustellen, dass sie alle notwendigen Angaben korrekt machen.
Wie schneidet das Ferratum Festgeld im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten ab?
In Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit könnte das Ferratum Festgeld für viele Anleger eine attraktive Option sein, um ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Die Zinssätze von bis zu 3,20 % p.a. sind im Vergleich zu vielen deutschen Banken durchaus wettbewerbsfähig. Besonders für Sparer, die eine sichere und planbare Rendite suchen, stellt das Ferratum Festgeld eine interessante Anlagemöglichkeit dar.
Allerdings sollten Anleger auch die Flexibilität und die Sicherheit anderer Anlageformen in Betracht ziehen. Wer maximale Sicherheit über die 100.000 Euro-Grenze hinaus sucht oder den Komfort einer deutschen Hausbank bevorzugt, findet bei anderen Anbietern passendere Produkte – dann aber oft mit niedrigeren Zinsen.
Fazit: Lohnt sich das Ferratum Festgeld?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ferratum Festgeld eine interessante Anlagemöglichkeit für Sparer darstellt, die auf der Suche nach einer sicheren und planbaren Rendite sind. Mit Zinssätzen von bis zu 3,20 % p.a. und der Absicherung durch das maltesische Einlagensicherungssystem bietet es einige Vorteile. Anleger sollten jedoch die steuerlichen Aspekte und die fehlende Flexibilität bei der Verfügung über das Geld berücksichtigen, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Häufige Fragen
Was sind die aktuellen Zinssätze für das Ferratum Festgeld?
Wie sicher ist das Ferratum Festgeld?
Wie erfolgt die Besteuerung der Zinserträge?
Gibt es eine Mindestanlagesumme für das Ferratum Festgeld?
Wie lange sind die Laufzeiten für das Ferratum Festgeld?
Quellen: Google News
Symbolbild: Ferratum Festgeld: Geldanlage aus Malta · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels


