⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 21.06.2026
Finanzexperten wie Ric Edelman und Larry Fink warnen, dass das traditionelle 60/40-Portfolio nicht mehr ausreicht, um die Altersvorsorge zu sichern. Die steigende Lebenserwartung erfordert eine Anpassung der Anlagestrategien.
- Das 60/40-Portfolio gilt als überholt.
- Edelman empfiehlt einen höheren Aktienanteil.
- Alternative Anlagen gewinnen an Bedeutung.
In der aktuellen Finanzlandschaft wird das traditionelle 60/40-Portfolio, das 60% Aktien und 40% Anleihen umfasst, zunehmend als überholt angesehen. Finanzexperten wie Ric Edelman und Larry Fink warnen, dass diese Strategie nicht mehr ausreicht, um die Altersvorsorge zu sichern. Die steigende Lebenserwartung und die sich verändernden Marktbedingungen erfordern eine Neubewertung der Anlagestrategien.
Was ist das 60/40-Portfolio?

Das 60/40-Portfolio ist eine klassische Anlagestrategie, die darauf abzielt, eine ausgewogene Rendite bei moderatem Risiko zu erzielen. Es wurde entwickelt, um Anlegern eine gewisse Sicherheit im Ruhestand zu bieten, indem 60% des Kapitals in Aktien und 40% in Anleihen investiert werden. Diese Aufteilung sollte eine Diversifikation ermöglichen und gleichzeitig das Risiko von Verlusten in volatilen Märkten abfedern.
Historisch gesehen hat das 60/40-Portfolio in Zeiten stabiler Märkte gut abgeschnitten. Doch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die demografischen Veränderungen stellen diese Strategie in Frage. Experten argumentieren, dass die Annahmen, die dieser Strategie zugrunde liegen, nicht mehr zutreffen.
Die Warnungen der Finanzexperten
Ric Edelman, ein renommierter Finanzberater und ehemaliger Leiter von Edelman Financial Engines, hat eindringlich vor den Risiken des 60/40-Portfolios gewarnt. In einer aktuellen Sendung erklärte er, dass die steigende Lebenserwartung dazu führt, dass viele Anleger möglicherweise nicht über genügend Kapital verfügen, um ihren Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass einem das Geld ausgeht“, sagte Edelman und bezeichnete das 60/40-Portfolio als „tot wegen der Langlebigkeit“.
Diese Einschätzung wird von anderen Finanzexperten unterstützt. Larry Fink, CEO von BlackRock, hat Anlegern geraten, ihre Portfolios zu diversifizieren und auch in Private Assets wie Hedgefonds und Immobilien zu investieren. Fink schlägt eine neue Aufteilung vor: 50% in Aktien, 30% in Anleihen und 20% in alternative Anlagen.
Steigende Lebenserwartung und ihre Auswirkungen
- Ric Edelman warnt vor dem 60/40-Portfolio
- Aktienanteil von 70-80% empfohlen
- Steigende Lebenserwartung als Risiko für Altersvorsorge
Die Lebenserwartung hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Experten prognostizieren, dass viele Menschen in den kommenden Jahren routinemäßig 100 Jahre alt werden. Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die Finanzplanung. Anleger müssen ihre Strategien anpassen, um sicherzustellen, dass sie über ausreichende Mittel verfügen, um ihren Lebensstandard bis ins hohe Alter aufrechtzuerhalten.
Die steigende Lebenserwartung bedeutet auch, dass Anleger länger von ihren Ersparnissen leben müssen. Dies erfordert eine höhere Aktienquote in den Portfolios, um das Risiko zu minimieren, dass das Kapital vorzeitig erschöpft ist. Edelman empfiehlt einen Aktienanteil von 70 bis 80%, um den Herausforderungen der Langlebigkeit zu begegnen.
Alternative Anlagestrategien
Angesichts der Herausforderungen, die das 60/40-Portfolio mit sich bringt, suchen viele Anleger nach Alternativen. Eine vielversprechende Option sind sogenannte Bond Ladder ETFs. Diese investieren in US-Staatsanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten und bieten Anlegern eine regelmäßige Einkommensquelle. Durch die Diversifikation der Laufzeiten können Anleger von Zinsen über eine breite Palette profitieren und gleichzeitig ihr Kapital zurückerhalten, wenn einzelne Anleihen fällig werden.
Zusätzlich zu Bond Ladder ETFs empfehlen Experten auch Investitionen in Private Assets. Diese Anlagen können eine höhere Rendite bieten und sind weniger anfällig für die Schwankungen der traditionellen Märkte. Hedgefonds und Immobilien sind Beispiele für alternative Anlagen, die in einem diversifizierten Portfolio berücksichtigt werden sollten.
Fazit

Das 60/40-Portfolio, einst als das Nonplusultra der Anlagestrategien angesehen, wird zunehmend als unzureichend für die heutigen Herausforderungen betrachtet. Die steigende Lebenserwartung und die sich verändernden Marktbedingungen erfordern eine Neubewertung der Anlagestrategien. Finanzexperten wie Ric Edelman und Larry Fink empfehlen, den Aktienanteil zu erhöhen und alternative Anlagen in Betracht zu ziehen, um die Altersvorsorge zu sichern. Anleger sollten ihre Strategien anpassen, um sicherzustellen, dass sie auch in Zukunft finanziell abgesichert sind.
Häufige Fragen
Was ist das 60/40-Portfolio?
Warum ist das 60/40-Portfolio überholt?
Wie hoch sollte der Aktienanteil heute sein?
Welche Alternativen gibt es zum 60/40-Portfolio?
Wie beeinflusst die Lebenserwartung die Finanzplanung?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Finanzberater diskutiert Anlagestrategien · Foto: AI25.Studio Studio / Pexels


