⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 24.06.2026
In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und Inflation ist es für viele Menschen eine Herausforderung, ihre Finanzen im Griff zu behalten. Finanzexpertin Cornelia Frey gibt wertvolle Tipps, wie man trotz aller Widrigkeiten sparen kann.
- Inflation beeinflusst Kaufkraft und Sparverhalten.
- Soft Saving als Trend für stressfreies Sparen.
- Bewusster Umgang mit Geld und Ausgaben ist entscheidend.
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage, geprägt von steigenden Preisen und einer anhaltenden Inflation, stehen viele Verbraucher vor der Herausforderung, ihre Finanzen zu optimieren. Die Inflationsrate hat in den letzten Monaten zugenommen, was bedeutet, dass die Kaufkraft der Menschen schwindet. Umso wichtiger ist es, Strategien zu entwickeln, die helfen, trotz dieser Widrigkeiten zu sparen. Im Interview mit der Finanzexpertin Cornelia Frey erfahren wir, wie man dies erfolgreich umsetzen kann.
Was ist die aktuelle Situation der Inflation?

Die Inflation hat in den letzten Jahren stark zugenommen, was sich direkt auf die Lebenshaltungskosten auswirkt. Viele Menschen merken dies besonders beim Einkaufen oder bei den Nebenkosten. Laut aktuellen Berichten liegt die Inflationsrate bei etwa 2,9 % (Stand April 2026). Dies bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen kontinuierlich steigen, während die Löhne oft nicht im gleichen Maße angepasst werden. Diese Diskrepanz führt dazu, dass viele Verbraucher weniger Geld zur Verfügung haben, um zu sparen oder zu investieren.
Die steigenden Kosten betreffen nicht nur den Alltag, sondern auch die langfristige finanzielle Planung. Wer sein Geld auf einem Girokonto oder Tagesgeldkonto parkt, sieht sich einem schleichenden Kaufkraftverlust gegenüber. Daher ist es entscheidend, alternative Anlagemöglichkeiten in Betracht zu ziehen, um die eigene finanzielle Situation zu verbessern.
Wie können Verbraucher trotz Inflation sparen?
Eine der effektivsten Methoden, um in Zeiten hoher Inflation zu sparen, ist die Überprüfung und Anpassung der eigenen Ausgaben. Cornelia Frey empfiehlt, einen ehrlichen Kassensturz zu machen und alle Ausgaben genau zu analysieren. Oft gibt es Einsparpotenziale, die nicht sofort ins Auge fallen. Beispielsweise können Verbraucher durch das Bündeln von Einkäufen oder das Bilden von Fahrgemeinschaften bei den Spritkosten sparen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regelmäßige Überprüfung von Verträgen, sei es für Strom, Internet oder Versicherungen. Oftmals gibt es günstigere Alternativen, die den gleichen Service bieten. Auch beim Einkauf sollten Verbraucher auf Sonderangebote und saisonale Produkte achten, da diese häufig günstiger sind als reguläre Artikel. Selbst das Kochen zu Hause anstelle von Fertiggerichten kann erhebliche Einsparungen mit sich bringen.
Der Trend des Soft Saving
Ein neuer Trend, der in den sozialen Medien an Popularität gewinnt, ist das sogenannte Soft Saving. Dieser Ansatz zielt darauf ab, das Sparen zu erleichtern, ohne dass es als belastend empfunden wird. Finanzexpertin Cornelia Frey erklärt, dass es beim Soft Saving darum geht, kleine Beträge regelmäßig zur Seite zu legen, ohne auf große Summen zu verzichten. Das Motto lautet: Sparen muss nicht wehtun.
Durch kleine, alltagstaugliche Anpassungen im Konsumverhalten können Verbraucher schrittweise Spargewohnheiten entwickeln. Beispielsweise kann das Kleingeld aus dem Portemonnaie in ein Sparschwein gegeben werden oder beim Einkaufen gezielt auf Rabatte geachtet werden. Diese kleinen Veränderungen summieren sich im Laufe der Zeit und tragen dazu bei, die finanzielle Situation zu verbessern.
Investieren statt sparen: Warum Sachwerte wichtig sind
In Zeiten hoher Inflation ist es entscheidend, nicht nur zu sparen, sondern auch in Sachwerte zu investieren. Finanzexperten raten dazu, in Immobilien, Rohstoffe oder Aktien zu investieren, da diese Anlageformen in der Regel eine höhere Rendite bieten als herkömmliche Sparprodukte. Insbesondere breit gestreute ETFs auf globale Aktienindizes gelten als eine der effektivsten Methoden, um die Kaufkraft langfristig zu sichern.
Die Analyse der Stiftung Warentest zeigt, dass Anleger, die in einen globalen Aktienindex wie den MSCI World investieren, mit einer Rendite zwischen 7 und 9 Prozent pro Jahr rechnen können. Dies ist besonders wichtig, da die Zinsen auf Tagesgeldkonten oft unter der Inflationsrate liegen, was bedeutet, dass das Geld auf diesen Konten an Wert verliert.
Praktische Tipps für den Alltag
Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass es trotz der aktuellen Herausforderungen durch Inflation und steigende Lebenshaltungskosten möglich ist, effektiv zu sparen. Durch bewussten Umgang mit Geld, die Nutzung von Trends wie Soft Saving und das Investieren in Sachwerte können Verbraucher ihre finanzielle Situation nachhaltig verbessern. Es ist wichtig, die eigenen Ausgaben regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um langfristig die Kaufkraft zu sichern.
Häufige Fragen
Was ist Soft Saving?
Wie kann ich meine Ausgaben senken?
Warum ist es wichtig, in Sachwerte zu investieren?
Wie kann ich meine Kaufkraft erhalten?
Was sind die Risiken von Tagesgeldkonten?
Quellen: Google News
Symbolbild: Tipps zum Sparen in inflationären Zeiten · Foto: Mikhail Nilov / Pexels


