⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 16.06.2026
Im aktuellen KI-Boom sieht ein milliardenschwerer Fondsmanager TSMC als den entscheidenden Profiteur, während NVIDIA oft im Mittelpunkt steht.
- Jonathan Cofsky von Janus Henderson favorisiert TSMC über NVIDIA.
- TSMC produziert Chips für alle großen KI-Entwickler.
- Arm Holdings wird als wichtiger Akteur für zukünftige KI-Anwendungen angesehen.
Im aktuellen KI-Boom, der die Aktienmärkte in neue Höhen treibt, gibt es einen überraschenden Trend: Während viele Anleger sofort an NVIDIA denken, sieht Jonathan Cofsky, Co-Portfoliomanager des Janus Henderson Global Tech and Innovation Fund, einen anderen Konzern als den entscheidenden Profiteur der Künstlichen Intelligenz. TSMC, der taiwanesische Chipfertiger, hat sich als die wichtigste Firma für die Ermöglichung von KI etabliert.
Wer ist TSMC und warum ist das Unternehmen so wichtig?

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ist der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter und spielt eine zentrale Rolle in der globalen Technologiebranche. TSMC produziert die modernsten Chips für nahezu alle bedeutenden KI-Chipentwickler, darunter NVIDIA, AMD und Broadcom. Jonathan Cofsky hebt hervor, dass die zentrale Frage für Investoren nicht darin besteht, welcher Chipdesigner das Rennen macht, sondern wie viel Rechenleistung weltweit aufgebaut wird. „Es spielt keine Rolle, welcher der Halbleiteranbieter sie herstellt, denn sie lassen alle bei TSMC fertigen“, erklärt Cofsky.
Diese Abhängigkeit von TSMC macht das Unternehmen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der KI-Wertschöpfungskette. Der Fondsmanager hat TSMC sogar zur größten Position in seinem Portfolio gemacht und damit NVIDIA vom Spitzenplatz verdrängt. Dies zeigt, dass Investoren zunehmend die Bedeutung der Produktionskapazitäten und der technologischen Infrastruktur erkennen, die für die Entwicklung und den Einsatz von KI erforderlich sind.
Die Rolle von Arm Holdings im KI-Markt
Neben TSMC hat Jonathan Cofsky auch Arm Holdings in den Fokus genommen. Arm ist ein britischer Chipdesigner, der für seine weit verbreitete Architektur bekannt ist. Cofsky hat die Beteiligung an Arm Anfang des Jahres ausgebaut, da er davon überzeugt ist, dass agentische Arbeitsabläufe und Agenten deutlich CPU-intensiver sein werden als frühere KI-Generationen. Diese Entwicklung erfordert komplexe Steuerungs- und Koordinierungsprozesse, die Arm bereitstellen kann.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Strategiewechsel von Arm, der sich zunehmend vom Lizenzgeber zum eigenen Chiphersteller entwickelt. Dies könnte das Unternehmen in eine noch stärkere Position im KI-Markt bringen, insbesondere da Meta bereits als erster Kunde gewonnen wurde. Diese Veränderungen könnten Arm helfen, von der wachsenden Nachfrage nach KI-Technologien zu profitieren.
Software und Plattformen: Weitere Investitionsmöglichkeiten
- Fondsmanager Jonathan Cofsky sieht TSMC als wichtigsten KI-Profiteur.
- TSMC ist die größte Position im Janus-Henderson-Fonds.
- Arm Holdings wird ebenfalls als wichtiger Akteur im KI-Markt betrachtet.
Zusätzlich zu den Halbleiterwerten setzt Cofsky auch auf ausgewählte Software- und Plattformunternehmen, die seiner Einschätzung nach besonders gut vor Disruption geschützt sind. Dazu zählen Unternehmen wie Datadog und Snowflake, die bereits von KI-getriebenen Effekten profitieren und eine erneute Beschleunigung ihres Umsatzwachstums zeigen. Diese Firmen bieten Lösungen an, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Daten effizient zu nutzen und von den Vorteilen der KI zu profitieren.
Die Investition in Softwareunternehmen ist besonders relevant, da die Nachfrage nach KI-Anwendungen in verschiedenen Branchen steigt. Unternehmen, die über einzigartige Datenbestände verfügen, wie etwa Ca, könnten ebenfalls von dieser Entwicklung profitieren. Diese Firmen sind in der Lage, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen des sich schnell verändernden Marktes gerecht werden.
Der Einfluss des KI-Booms auf den Aktienmarkt
Der KI-Boom hat die Aktienmärkte in den letzten Jahren stark beeinflusst. Viele Unternehmen, die in der KI-Branche tätig sind, haben Rekordgewinne erzielt und ihre Aktienkurse in die Höhe getrieben. Investoren sind zunehmend bereit, in Unternehmen zu investieren, die von der steigenden Nachfrage nach KI-Technologien profitieren. Dies hat zu einem Anstieg der Bewertungen vieler Technologieunternehmen geführt.
Allerdings gibt es auch Risiken, die mit Investitionen in KI-Aktien verbunden sind. Geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und China, könnten die Lieferketten stören und die Produktionskapazitäten beeinträchtigen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass einige Unternehmen überbewertet sind und die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Anleger sollten daher sorgfältig abwägen, in welche Unternehmen sie investieren und welche Risiken sie bereit sind einzugehen.
Fazit: TSMC als Schlüsselakteur im KI-Bereich

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Jonathan Cofsky von Janus Henderson TSMC als den entscheidenden Profiteur des KI-Booms sieht, während NVIDIA oft im Mittelpunkt steht. TSMC spielt eine zentrale Rolle in der Produktion der modernsten Chips für die KI-Industrie und hat sich als unverzichtbarer Partner für viele führende Unternehmen etabliert. Auch Arm Holdings wird als wichtiger Akteur angesehen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung autonomer KI-Agenten. Investoren sollten die Entwicklungen in der KI-Branche genau beobachten und die potenziellen Chancen und Risiken abwägen.
Häufige Fragen
Warum ist TSMC wichtiger als NVIDIA?
Was macht Arm Holdings so wichtig?
Wie beeinflusst der KI-Boom den Aktienmarkt?
Welche Rolle spielt Jonathan Cofsky?
Was sind die Risiken bei Investitionen in KI-Aktien?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Wichtige Akteure im KI-Boom · Foto: Andrey Matveev / Pexels


