⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 05.09.2026
Immer mehr Mitglieder der Generation Z entscheiden sich für Investitionen in physisches Gold, insbesondere Goldbarren, anstatt in papierbasierte Goldprodukte. Diese Entwicklung wird durch wirtschaftliche Unsicherheiten und das Streben nach greifbaren Vermögenswerten vorangetrieben.
- Die Generation Z zeigt ein wachsendes Interesse an physischem Gold.
- Gold wird als Krisenschutz und zur Diversifikation des Portfolios angesehen.
- Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle bei den Kaufentscheidungen.
Immer mehr Mitglieder der Generation Z entscheiden sich für Investitionen in physisches Gold, insbesondere Goldbarren, anstatt in papierbasierte Goldprodukte. Diese Entwicklung wird durch wirtschaftliche Unsicherheiten und das Streben nach greifbaren Vermögenswerten vorangetrieben. Laut einem Bericht des Händlers IBV Gold London zeigt sich ein klarer Trend, dass jüngere Anleger in Zeiten von Inflation und geopolitischen Spannungen zunehmend auf materielle Vermögenswerte setzen.
Was sind die Gründe für den Trend zu Goldbarren?

Die Generation Z ist mit einer Vielzahl von wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, darunter Inflation, volatile Märkte und Unsicherheiten in Bezug auf die Währungsstärke. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass viele junge Anleger eine Vorliebe für physisches Gold entwickelt haben. Ein Beispiel ist Sussi Ye, eine 32-jährige Investorin aus Hangzhou, die Goldbarren in kleinen Mengen kauft und mittlerweile einen Wert von etwa 200.000 Yuan (29.700 US-Dollar) angehäuft hat. Sie betont, dass sie Gold als greifbare und sichere Anlageform bevorzugt.
Eine Umfrage von YouGov aus dem Jahr 2023 zeigt, dass 37,8% der jungen Menschen Gold gekauft haben, was im Vergleich zu anderen Altersgruppen bemerkenswert hoch ist. Diese Präferenz für physisches Gold wird durch das Bedürfnis nach Krisenschutz und Diversifikation des Anlageportfolios verstärkt. Bei den 18- bis 24-Jährigen wurden diese Gründe mit 21% häufiger genannt als im Durchschnitt über alle Altersgruppen.
Gold als Krisenschutz und Inflationsschutz
Gold hat sich über die Jahre als eine der stabilsten Anlageklassen etabliert, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Generation Z hat die Auswirkungen von Inflation und geopolitischen Konflikten hautnah miterlebt, was ihr Vertrauen in Gold als wertstabile Anlageform stärkt. Laut der Studie „Anlage-Barometer 2025“ der Deutschen Börse Commodities GmbH ist Gold für 53% der 25- bis 34-Jährigen die beliebteste Anlageklasse.
Die Studie zeigt auch, dass Gold für viele Menschen in Deutschland eine Rolle bei langfristigen Anlagen spielt, insbesondere in Bezug auf Altersvorsorge und Vermögensaufbau. Diese Erkenntnisse spiegeln sich in der wachsenden Nachfrage nach Goldbarren wider, da junge Anleger zunehmend nach Möglichkeiten suchen, ihr Vermögen abzusichern.
Der Einfluss von Online-Handel und Nachhaltigkeit
- Über 37% der Generation Z besitzen Gold.
- 45% der 18- bis 24-Jährigen haben Gold gekauft.
- Gold ist für 53% der 25- bis 34-Jährigen die beliebteste Anlageklasse.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Trends ist der Einfluss des Online-Handels. Die Generation Z kauft Gold zunehmend über Online-Plattformen, was den Zugang zu physischen Goldanlagen erleichtert. Diese junge Käufergruppe legt zudem großen Wert auf Nachhaltigkeit und ist bereit, einen Aufpreis für nachhaltig produziertes Gold zu zahlen. Dies stellt eine Herausforderung für traditionelle Goldhändler dar, die sich an die neuen Vorlieben der jungen Generation anpassen müssen.
Die MetallRente Jugendstudie 2025 zeigt, dass 75% der jungen Menschen besorgt sind, im Alter nur eine kleine Rente zu erhalten. Diese Besorgnis treibt sie dazu, alternative Anlageformen wie Gold zu erkunden, die nicht nur als sicher gelten, sondern auch als Möglichkeit, den eigenen Lebensstandard im Alter zu sichern.
Die Rolle von Gold im Portfolio der Generation Z
Die Generation Z betrachtet Gold zunehmend als sinnvolle Ergänzung zu anderen Anlageformen wie Aktien und Kryptowährungen. Umfragen zeigen, dass 71% der jungen Anleger Gold als wertvolle Diversifikation ansehen. Diese Risikostreuung ist besonders wichtig in einer Zeit, in der die Märkte volatil sind und Unsicherheiten bestehen.
Die Präferenz für physisches Gold zeigt sich auch in der Tatsache, dass der Goldanteil im Wertpapierportfolio der Generation Z mit rund fünf bis zehn Prozent höher ist als im Durchschnitt über alle Altersgruppen. Dies deutet darauf hin, dass junge Anleger bereit sind, in Gold zu investieren, um ihr Vermögen abzusichern und gleichzeitig von den Vorteilen anderer Anlageformen zu profitieren.
Fazit

Die wachsende Nachfrage der Generation Z nach Goldbarren anstelle von papierbasierten Goldprodukten ist ein klarer Indikator für den Wandel im Anlageverhalten junger Menschen. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Suche nach greifbaren Vermögenswerten wird Gold als sichere und wertstabile Anlageform immer attraktiver. Die Kombination aus Krisenschutz, Diversifikation und dem Einfluss von Nachhaltigkeit wird den Goldmarkt in den kommenden Jahren voraussichtlich nachhaltig verändern.
Häufige Fragen
Warum investiert die Generation Z in Goldbarren?
Wie viel Gold besitzen junge Menschen?
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit beim Goldkauf?
Wie sieht die Zukunft des Goldmarktes aus?
Was sind die Vorteile von Goldbarren gegenüber Papiergold?
Quellen: Google News
Symbolbild: Junge Anleger investieren in Goldbarren · Foto: Pixabay / Pexels


