⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 29.08.2026
Jeremy Granthams Investmentgesellschaft GMO hat im zweiten Quartal 2026 ihre gesamte Position in Barrick Mining verkauft. Dies wirft Fragen zur zukünftigen Goldstrategie auf.
- GMO trennt sich von Barrick Mining-Aktien
- Goldpreis erlebte starke Schwankungen in 2026
- Morgan Stanley hebt Goldpreisprognose auf über 5.000 US-Dollar
Im zweiten Quartal 2026 hat die Investmentgesellschaft GMO, unter der Leitung von Jeremy Grantham, ihre gesamte Position in Barrick Mining verkauft. Dies geschah in einem Zeitraum, in dem der Goldpreis erhebliche Schwankungen erlebte, was die Aufmerksamkeit von Rohstoffanlegern auf sich zieht. Der Verkauf von 497.435 Barrick-Aktien, die nur 0,05 Prozent des rund 44,4 Milliarden US-Dollar schweren GMO-Portfolios ausmachten, wirft Fragen zur zukünftigen Strategie des Unternehmens im Hinblick auf Edelmetalle auf.
Was geschah mit der Barrick-Position von GMO?

GMO hatte die Barrick-Position erst im dritten Quartal 2025 aufgebaut und hielt diese somit weniger als ein Jahr. Der Verkauf könnte als Depotpflege interpretiert werden, da die Position nur einen minimalen Anteil am Gesamtportfolio hatte. Dies deutet darauf hin, dass der Rückzug von GMO nicht unbedingt eine grundlegende Kehrtwende in der Goldstrategie des Unternehmens signalisiert. Stattdessen könnte es sich um eine Anpassung handeln, die im Rahmen eines größeren Portfoliomanagements erfolgt ist.
Die Tatsache, dass GMO auch seine letzte Position in Berkshire Hathaway aufgelöst hat, verstärkt den Eindruck, dass es sich hierbei um eine strategische Neuausrichtung handelt, die nicht spezifisch auf den Goldmarkt abzielt. Analysten sind sich einig, dass der Verkauf von Barrick Mining-Aktien nicht als Indikator für eine negative Sicht auf Gold interpretiert werden sollte.
Die Entwicklung des Goldpreises im Jahr 2026
Der Goldpreis hat im Jahr 2026 eine Achterbahnfahrt erlebt. Nach einem Rekordhoch von knapp 5.600 US-Dollar je Feinunze im Januar fiel der Preis bis Juni auf ein Jahrestief von unter 4.000 US-Dollar. Dieser Rückgang von über 1.600 US-Dollar, was mehr als einem Viertel des Höchststands entspricht, hat viele Anleger verunsichert. Der Zeitpunkt des Verkaufs von GMO fiel genau in diese Phase, was die Spekulationen über die Beweggründe des Unternehmens anheizte.
Seit August 2026 hat sich die Situation jedoch gewendet. Am 19. August kündigte das US-Finanzministerium an, den Rückkauf langfristiger Staatsanleihen auszuweiten, um die Zinslast zu drücken. Diese Maßnahme führte zu einem Anstieg des Goldpreises um fast 300 US-Dollar je Feinunze, was das Vertrauen in Gold als sicheren Hafen stärkt. Am Freitag, den 26. August, notierte eine Feinunze Gold in London bei 4.601 US-Dollar, was den höchsten Stand seit Mitte Mai darstellt.
Prognosen für den Goldmarkt
- GMO verkauft 497.435 Barrick-Aktien im Q2 2026
- Barrick-Position machte nur 0,05% des GMO-Portfolios aus
- Goldpreis fiel 2026 von 5.600 auf unter 4.000 US-Dollar
Die Analysten von Morgan Stanley haben kürzlich ihre Prognose für den Goldpreis angehoben und sehen das Edelmetall bis 2027 über der Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze. Diese positive Einschätzung basiert auf einer anhaltenden Nachfrage von Notenbanken und ETF-Anlegern sowie einer sinkenden Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen. Analystin Amy Gower hebt hervor, dass der Markt zunehmend fiskalische Sorgen einpreist, anstatt sich nur auf die Realrenditen zu konzentrieren.
Die anhaltende Nachfrage nach Gold, insbesondere von Zentralbanken, bleibt ein entscheidender Faktor für die Preisentwicklung. Obwohl die Käufe von Zentralbanken von ihrem Hoch im Jahr 2024 zurückgegangen sind, liegen sie immer noch deutlich über den Werten vor dem Einfrieren russischer Vermögenswerte im Jahr 2022. Diese Dynamik könnte den Goldpreis in den kommenden Monaten weiter stützen.
Was bedeutet der Barrick-Verkauf für Rohstoff-Anleger?
Für Rohstoff-Anleger stellt sich die Frage, was der Barrick-Verkauf von GMO für ihre eigenen Investitionsstrategien bedeutet. Während einige Anleger den Rückzug als negatives Signal interpretieren könnten, ist es wichtig zu beachten, dass die Barrick-Position nur einen sehr kleinen Teil des Portfolios von GMO ausmachte. Daher könnte der Verkauf eher als Teil einer breiteren Depotpflege angesehen werden, als als Zeichen für eine negative Sicht auf Gold.
Die Volatilität des Goldmarktes und die jüngsten Entwicklungen in der US-Geldpolitik könnten Anleger dazu veranlassen, ihre Strategien zu überdenken. Die Erholung des Goldpreises seit August zeigt, dass es immer noch Potenzial für Gewinne gibt, insbesondere wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Anleger sollten jedoch vorsichtig sein und die Marktentwicklungen genau beobachten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Fazit

Der vollständige Verkauf der Barrick-Position durch GMO im zweiten Quartal 2026 wirft Fragen zur zukünftigen Goldstrategie des Unternehmens auf, sollte jedoch nicht als Zeichen für eine negative Sicht auf Gold interpretiert werden. Die Entwicklungen im Goldpreis und die Prognosen von Analysten deuten darauf hin, dass es weiterhin Potenzial für das Edelmetall gibt, insbesondere in Anbetracht der anhaltenden Nachfrage von Notenbanken und der aktuellen geldpolitischen Maßnahmen. Rohstoff-Anleger sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und ihre Strategien entsprechend anpassen.
Häufige Fragen
Was geschah mit der Barrick-Position von GMO?
Wie hat sich der Goldpreis in letzter Zeit entwickelt?
Was bedeutet der Barrick-Verkauf für Goldanleger?
Wie sieht die Prognose für den Goldpreis aus?
Welche Faktoren beeinflussen den Goldpreis aktuell?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Analyse des Barrick-Verkaufs bei GMO · Foto: Pixabay / Pexels


