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Günstige Tarife: So viel kann mit Wärmestrom gespart werden

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 29.06.2026

Die Wahl des richtigen Stromtarifs kann erhebliche Einsparungen bei den Nebenkosten mit sich bringen. Besonders Heizstrom bietet attraktive Konditionen für Haushalte mit Wärmepumpen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizstrom ist günstiger als Haushaltsstrom.
  • Einsparungen von bis zu 15% möglich.
  • Zwei separate Zähler sind Voraussetzung für Heizstromtarife.

Die Wahl des richtigen Stromtarifs kann erhebliche Einsparungen bei den Nebenkosten mit sich bringen. Besonders Heizstrom bietet attraktive Konditionen für Haushalte mit Wärmepumpen. In Zeiten steigender Energiekosten und Inflation ist es für Verbraucher wichtiger denn je, die Möglichkeiten zur Kostenreduktion zu nutzen. Heizstrom, auch bekannt als Wärmepumpenstrom, ist eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichem Haushaltsstrom und kann signifikante Einsparungen ermöglichen.

Was ist Heizstrom?

Wärmepumpen und Heizstromtarife im Fokus
Symbolbild: Wärmepumpen und Heizstromtarife im Fokus · Foto: Riki Risnandar / Pexels

Heizstrom ist ein spezieller Tarif, der für den Betrieb von Heizsystemen wie Wärmepumpen oder Fußbodenheizungen angeboten wird. Technisch handelt es sich um denselben Strom wie beim Haushaltsstrom, jedoch zu einem günstigeren Preis. Der Grund für die niedrigeren Kosten liegt in der Nachfrage: In den Nachtstunden, wenn der Stromverbrauch sinkt, bieten die Energieversorger diesen Strom zu reduzierten Preisen an. Dies ermöglicht es Haushalten, die auf elektrische Heizsysteme angewiesen sind, ihre Energiekosten erheblich zu senken.

Wie viel kann ich mit Heizstrom sparen?

Die Einsparungen durch die Nutzung von Heizstrom können beträchtlich sein. Laut einer Erhebung von Finanztest können Verbraucher im Sommer 2023 bis zu 15% im Vergleich zu den günstigsten verfügbaren Haushaltsstromangeboten sparen. Dies entspricht einem Preisunterschied von etwa 10 ct/kWh. Beispielsweise bieten die Stadtwerke Trostberg Heizstrom zu einem Preis von 24 ct/kWh an, während der Haushaltsstrom bei demselben Anbieter 33,7 ct kostet. Diese Differenz zeigt, wie vorteilhaft es sein kann, Heizstrom zu nutzen.

Strompreisbremse für Heizstrom

Ein weiterer positiver Aspekt für Verbraucher ist die Einführung der Strompreisbremse für Heizstrom. Diese wurde Anfang April 2023 von 40 ct auf 28 ct/kWh gesenkt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Energiekosten für Haushalte zu stabilisieren und zu senken. Die Senkung der Preise für Heizstrom ist besonders relevant in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Inflation, da sie den Haushalten hilft, ihre monatlichen Ausgaben besser zu planen.

Voraussetzungen für den Bezug von Heizstrom

Fakten auf einen Blick

  • Heizstrompreise: 24 ct/kWh bei Stadtwerken Trostberg
  • Haushaltsstrompreise: 33,7 ct/kWh beim selben Anbieter
  • Strompreisbremse für Heizstrom: gesenkt auf 28 ct/kWh

Um von den Vorteilen des Heizstroms profitieren zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine der wichtigsten Bedingungen ist die Installation von zwei separaten Zählern: einem für den Haushaltsstrom und einem für den Heizstrom. Diese Zähler ermöglichen eine genaue Abrechnung und verhindern, dass die Kosten für Heizstrom mit denen des Haushaltsstroms vermischt werden. Verbraucher können entweder einen Kombi-Tarif bei einem einzelnen Anbieter buchen oder auch bei zwei verschiedenen Anbietern Haushalts- und Heizstrom beziehen.

Die Rolle der Wärmepumpen

Wärmepumpen spielen eine entscheidende Rolle bei der Nutzung von Heizstrom. Diese Systeme sind hocheffizient und benötigen nur einen Bruchteil der Energie, um Wärme zu erzeugen. Sie sind besonders geeignet für Haushalte, die auf erneuerbare Energien setzen und ihre CO2-Emissionen reduzieren möchten. Die Kombination aus Wärmepumpen und Heizstromtarifen kann nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch zur Nachhaltigkeit beitragen.

Praktische Tipps zur Nutzung von Heizstrom

Tipp: Um die Vorteile von Heizstrom optimal zu nutzen, sollten Verbraucher ihren Stromverbrauch genau im Auge behalten. Es ist ratsam, den Betrieb von Wärmepumpen in Zeiten niedriger Strompreise zu maximieren, um die Einsparungen zu maximieren. Zudem sollten Haushalte regelmäßig ihre Stromtarife vergleichen, um die besten Angebote zu finden. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 bieten nützliche Informationen und helfen dabei, die günstigsten Tarife zu identifizieren.

Fazit

Wärmepumpen und Heizstromtarife im Fokus
Symbolbild: Wärmepumpen und Heizstromtarife im Fokus · Foto: Connor Scott McManus / Pexels

Die Nutzung von Heizstrom bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Energiekosten zu senken und gleichzeitig umweltfreundlich zu heizen. Mit Einsparungen von bis zu 15% im Vergleich zu herkömmlichem Haushaltsstrom und der Einführung der Strompreisbremse ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um auf Heizstrom umzusteigen. Verbraucher sollten die Voraussetzungen für den Bezug von Heizstrom prüfen und gegebenenfalls ihre Zählerkonfiguration anpassen, um von den attraktiven Tarifen zu profitieren.

Häufige Fragen

Was ist Heizstrom?
Heizstrom ist ein spezieller Tarif für den Betrieb von Heizsystemen wie Wärmepumpen. Er ist günstiger als Haushaltsstrom, da er in Zeiten niedriger Nachfrage angeboten wird.
Wie viel kann ich mit Heizstrom sparen?
Verbraucher können mit Heizstrom bis zu 15% im Vergleich zu Haushaltsstrom sparen. Dies entspricht etwa 10 ct/kWh.
Was sind die Voraussetzungen für Heizstromtarife?
Um Heizstrom beziehen zu können, müssen zwei separate Zähler für Haushalts- und Heizstrom vorhanden sein. Dies ermöglicht eine genaue Abrechnung.
Wie funktioniert die Strompreisbremse für Heizstrom?
Die Strompreisbremse für Heizstrom wurde auf 28 ct/kWh gesenkt, was bedeutet, dass Verbraucher von niedrigeren Preisen profitieren können.
Wo finde ich die besten Heizstromtarife?
Die besten Heizstromtarife finden Sie häufig bei lokalen Stadtwerken. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 bieten ebenfalls nützliche Informationen.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Wärmepumpen und Heizstromtarife im Fokus · Foto: Erik Mclean / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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