⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.07.2026
Trotz geopolitischer Spannungen rund um die Straße von Hormus zeigt sich BASF optimistisch und robust. Der Chemiekonzern könnte eine Chance für Anleger darstellen.
- BASF bleibt trotz Iran-Krise widerstandsfähig.
- Das Unternehmen profitiert von regionaler Aufstellung und Rohstoffflexibilität.
- Sinkende Nachfrage könnte jedoch langfristig auch BASF treffen.
Trotz der geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Straße von Hormus zeigt sich der Chemiekonzern BASF optimistisch und robust. Finanzvorstand Dirk Elvermann betont, dass das Unternehmen von seiner regionalen Aufstellung, integrierten Wertschöpfungsketten und einer hohen Rohstoff-Flexibilität profitiert. Diese Faktoren könnten BASF in der aktuellen wirtschaftlichen Lage einen Vorteil verschaffen und Anlegern eine interessante Chance bieten.
Was ist das Hormus-Risiko?

Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Wasserstraße, die den Zugang zu einem Großteil des weltweiten Ölmarktes ermöglicht. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran, haben in der Vergangenheit immer wieder zu Unsicherheiten geführt, die sich auf die globalen Märkte auswirken können. Die Schließung dieser Wasserstraße könnte nicht nur die Ölpreise beeinflussen, sondern auch die Nachfrage nach chemischen Produkten, die von Unternehmen wie BASF hergestellt werden.
Obwohl BASF bislang nur indirekt von den Entwicklungen in der Region betroffen ist, könnte eine längere Schließung der Straße von Hormus die Weltwirtschaft belasten und somit auch die Nachfrage nach BASF-Produkten negativ beeinflussen. Elvermann weist darauf hin, dass Kunden in Europa sensibler geworden sind und sich Sorgen um ihre Lieferketten machen. Dies könnte zu einer verstärkten Nachfrage nach europäischen Anbietern führen, was BASF in die Karten spielt.
Wie steht BASF im aktuellen Marktumfeld da?
Der Chemiekonzern BASF hat sich in den letzten Monaten als widerstandsfähig erwiesen. Elvermann hebt hervor, dass das Unternehmen in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage hervorragend abschneidet. Die robuste Entwicklung wird durch die regionale Aufstellung und die integrierten Wertschöpfungsketten unterstützt. Zudem zeigt BASF eine hohe Flexibilität in der Rohstoffnutzung, was in Zeiten steigender Rohstoffpreise von Vorteil ist. So kann das Unternehmen in Zeiten, in denen Naphtha teuer ist, auf alternative Rohstoffe wie Butan und Propan zurückgreifen.
Die BASF-Aktie hat seit Jahresbeginn etwa 8 Prozent an Wert gewonnen und notiert aktuell bei 47,78 Euro. Dies liegt jedoch unter dem durchschnittlichen Kursziel von 52,25 Euro, was darauf hindeutet, dass Analysten weiteres Potenzial für die Aktie sehen. Bernstein und die Deutsche Bank trauen dem Chemieriesen sogar einen Anstieg auf 61 beziehungsweise 60 Euro zu.
Welche Maßnahmen ergreift BASF zur Kostenoptimierung?
- BASF-Aktie: +8% seit Jahresbeginn
- Aktueller Kurs: 47,78 Euro
- Durchschnittliches Kursziel: 52,25 Euro
Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, betont Elvermann die Notwendigkeit weiterer Spar- und Effizienzprogramme. Angesichts der weltweiten Überkapazitäten in der Chemieindustrie muss BASF ihre Kostenbasis konsequent verbessern und die Produktionsstrukturen anpassen. Dies beinhaltet auch einen Stellenabbau, insbesondere im Stammwerk Ludwigshafen, wo die Zahl der Beschäftigten seit Ende 2024 von 33.370 auf rund 30.000 gesenkt wurde.
Zusätzlich setzt BASF auf einen umfassenden Konzernumbau, um sich besser auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die Profitabilität zu steigern.
Wie könnte sich die Nachfrage entwickeln?
Aktuell verfügt BASF über „auskömmliche Orderbücher“, was bedeutet, dass die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens stabil ist. Dennoch beobachtet BASF eine zunehmende Sensibilität bei den Kunden in Europa, die sich Sorgen um ihre Lieferketten machen. Diese Veränderungen könnten dazu führen, dass Unternehmen wie BASF eine stärkere Preissetzungsmacht zurückgewinnen, was in den Vorquartalen nicht der Fall war.
Die Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus könnten jedoch auch langfristig Auswirkungen auf die Nachfrage haben. Sollte die Situation in der Region eskalieren und die Weltwirtschaft stärker belasten, könnte dies zu einem Rückgang der Nachfrage nach BASF-Produkten führen. Daher ist es für Anleger wichtig, die geopolitischen Entwicklungen genau zu beobachten.
Fazit

Insgesamt zeigt sich BASF trotz der geopolitischen Spannungen und der Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus optimistisch und robust. Das Unternehmen profitiert von seiner regionalen Aufstellung, integrierten Wertschöpfungsketten und einer hohen Rohstoff-Flexibilität. Anleger sollten jedoch die Entwicklungen in der Region und deren potenzielle Auswirkungen auf die Nachfrage im Auge behalten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Häufige Fragen
Wie hat sich die BASF-Aktie in letzter Zeit entwickelt?
Welche Auswirkungen hat die Situation an der Straße von Hormus auf BASF?
Was sind die Hauptgründe für den optimistischen Ausblick von BASF?
Welche Maßnahmen ergreift BASF zur Kostenoptimierung?
Wie könnte sich die Nachfrage nach BASF-Produkten entwickeln?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: BASF: Widerstandsfähigkeit in unsicheren Zeiten · Foto: Nikolai Kolosov / Pexels


