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Immobilie kaufen: So viel Geld müsst ihr im Budget haben

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 15.06.2026

Immer mehr Deutsche empfinden Immobilien als unerschwinglich. Die aktuelle Interhyp-Leistbarkeitsstudie zeigt, wie viel Geld Käufer 2026 im Schnitt aufbringen müssen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Immobilienpreise steigen weiter, 69% der Befragten berichten von Preisanstiegen.
  • Die Wahrnehmung der Leistbarkeit hat sich verschlechtert.
  • Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten beeinflussen den Immobilienmarkt.

Der Immobilienmarkt in Deutschland steht 2026 vor großen Herausforderungen. Laut der aktuellen Interhyp-Leistbarkeitsstudie empfinden immer mehr Menschen die Preise für Immobilien als unerschwinglich. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen und die allgemeine Wahrnehmung des Marktes.

Was ist die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt?

Aktuelle Trends beim Immobilienkauf 2026
Symbolbild: Aktuelle Trends beim Immobilienkauf 2026 · Foto: Kampus Production / Pexels

Die Interhyp-Leistbarkeitsstudie 2026 zeigt, dass 46 Prozent der Befragten die Immobilienpreise als kaum leistbar empfinden. Dies ist ein Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wohneigentumsquote in Deutschland liegt derzeit bei nur 47 Prozent, was im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 68 Prozent deutlich hinterherhinkt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Zugang zu Wohneigentum für viele Menschen in Deutschland zunehmend schwieriger wird.

Die Studie befragte über 1.000 Personen, die in den letzten Jahren eine Wohnimmobilie erworben haben oder dies planen. Dabei gaben 69 Prozent der Befragten an, dass die Preise in den letzten zwölf Monaten weiter gestiegen sind. Nur 26 Prozent spüren eine Entlastung bei den Immobilienpreisen, was einen Rückgang um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Wie viel Geld müsst ihr im Budget haben?

Das durchschnittliche Budget für den Erwerb oder Bau einer Immobilie ist von rund 348.800 Euro auf nun 383.900 Euro gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die steigenden Zinsen und die damit verbundenen höheren Finanzierungskosten zurückzuführen. Käufer müssen sich also auf ein höheres finanzielles Engagement einstellen, um eine Immobilie zu erwerben.

Die steigenden Preise und Zinsen führen dazu, dass viele potenzielle Käufer ihre Pläne überdenken. 70 Prozent der Befragten geben an, dass die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage den Immobilienkauf erschwert. Dies führt zu einer spürbaren Zurückhaltung, da jeder dritte „Planer“ unsicher ist, ob er im aktuellen Umfeld aktiv werden soll.

Die Rolle der Zinsen und Inflation

Fakten auf einen Blick

  • Durchschnittliches Budget für Immobilienkauf: 383.900 Euro
  • 46% der Deutschen halten Immobilienpreise für kaum leistbar
  • Wohneigentumsquote in Deutschland: 47%

Die Zinsen spielen eine entscheidende Rolle beim Immobilienkauf. Das gestiegene Zinsniveau hat die Finanzierungskosten erheblich erhöht, was sich direkt auf die Budgets der Käufer auswirkt. In einem Umfeld steigender Zinsen und Inflation müssen Käufer nicht nur die Kaufpreise, sondern auch die langfristigen Kosten für die Finanzierung im Blick behalten.

Die Inflation hat ebenfalls Auswirkungen auf die Kaufkraft der Verbraucher. Höhere Lebenshaltungskosten können dazu führen, dass weniger Geld für den Immobilienkauf zur Verfügung steht. Dies verstärkt die Unsicherheit auf dem Markt und führt dazu, dass viele potenzielle Käufer abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten

Die politische Lage in Deutschland trägt zur Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt bei. 70 Prozent der Befragten geben an, dass die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage den Immobilienkauf erschwert. Diese Unsicherheiten können dazu führen, dass Käufer zögern, in den Markt einzutreten, was wiederum die Nachfrage beeinflusst.

Die Politik ist gefordert, einen Rahmen zu schaffen, der Wohneigentum wieder breiter ermöglicht. Experten fordern weniger Bürokratie und verlässliche Förderangebote, um insbesondere jungen Familien den Zugang zu Immobilien zu erleichtern. Die Grunderwerbsteuer und der Eigenkapitalaufbau sind dabei zentrale Themen, die angegangen werden müssen.

Die Wahrnehmung der Leistbarkeit

Die Wahrnehmung der Leistbarkeit von Immobilien hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. 39 Prozent der Befragten nehmen den Immobilienmarkt als „überdreht“ wahr, was einen Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Wahrnehmung beeinflusst die Kaufentscheidungen und führt dazu, dass viele Menschen den Kauf einer Immobilie als herausfordernd empfinden.

Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Käufer und der Realität des Marktes wird immer größer. 83 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Verkäufer weiterhin an überholten, zu hohen Preisen festhalten. Dies führt zu einem angespannten Markt, in dem Käufer oft wenig Verhandlungsspielraum haben.

Fazit

Aktuelle Trends beim Immobilienkauf 2026
Symbolbild: Aktuelle Trends beim Immobilienkauf 2026 · Foto: Alena Darmel / Pexels

Der Immobilienmarkt in Deutschland steht 2026 vor großen Herausforderungen. Die steigenden Preise und Zinsen, gepaart mit politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, machen den Kauf einer Immobilie für viele Menschen zu einer großen Hürde. Käufer müssen sich auf ein höheres Budget einstellen, während die Wahrnehmung der Leistbarkeit weiter sinkt. Um den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern, sind politische Maßnahmen erforderlich, die die Rahmenbedingungen für Käufer verbessern.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das durchschnittliche Budget für den Immobilienkauf?
Das durchschnittliche Budget für den Erwerb oder Bau einer Immobilie liegt 2026 bei etwa 383.900 Euro.
Warum empfinden viele Deutsche Immobilien als unerschwinglich?
46 Prozent der Deutschen halten die Immobilienpreise für kaum leistbar, was einen Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Wie hat sich die Wahrnehmung der Leistbarkeit verändert?
Die Wahrnehmung der Leistbarkeit ist gesunken, 46 Prozent der Befragten bewerten Immobilien als kaum leistbar, ein Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Welche Rolle spielen Zinsen beim Immobilienkauf?
Das gestiegene Zinsniveau hat die Finanzierungskosten erhöht, was sich direkt auf die Budgets der Käufer auswirkt.
Wie beeinflusst die politische Lage den Immobilienmarkt?
70 Prozent der Befragten geben an, dass die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage den Immobilienkauf erschwert, was zu einer abwartenden Haltung führt.

Quellen: Google News

Symbolbild: Aktuelle Trends beim Immobilienkauf 2026 · Foto: Karolina K / Pexels

Markus Brandt
Markus Brandt
Markus Brandt verfolgt die Entwicklungen rund um Digitalisierung, Fintech und Kryptowährungen. Er ordnet neue Trends ein und erklärt, was hinter aktuellen Schlagworten wirklich steckt – mit einem gesunden Maß an Skepsis. Sein Anspruch ist es, Chancen und Risiken gleichermaßen darzustellen, statt einseitig zu begeistern oder zu warnen.
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