⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 19.06.2026
In Zeiten hoher Marktvolatilität entscheiden sich viele Anleger bewusst dafür, nicht täglich ihre Depots zu überprüfen. Diese Strategie kann langfristig von Vorteil sein.
- Ruhe bewahren in Krisenzeiten ist entscheidend.
- Langfristige Investitionen erfordern Geduld und Disziplin.
- Emotionale Entscheidungen können zu Verlusten führen.
In der heutigen Zeit, in der die Märkte von Unsicherheiten geprägt sind, entscheiden sich viele Anleger bewusst dafür, in sehr volatilen Phasen nicht täglich in ihre Depots zu schauen. Diese Strategie, die von Jenny, einer 57-jährigen Privatanlegerin aus Köln, praktiziert wird, zeigt, dass Ruhe und Geduld in Krisenzeiten entscheidend sein können. Laut dem Vanguard Portfolio Check 2026, der Daten von über 166.600 Anlegerstrategien analysiert hat, ist es wichtig, sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren und emotionale Entscheidungen zu vermeiden.
Was bedeutet es, in Krisenzeiten nicht ins Depot zu schauen?

Das bewusste Ignorieren von kurzfristigen Marktschwankungen kann für viele Anleger eine Herausforderung darstellen. In Zeiten von Inflation, geopolitischen Konflikten oder wirtschaftlichen Unsicherheiten neigen viele dazu, ihre Anlagestrategien zu hinterfragen. Jenny erklärt, dass sie in solchen Phasen oft zwei Wochen lang nicht in ihr Depot schaut, um sich nicht von den täglichen Schwankungen beeinflussen zu lassen. Diese Herangehensweise hilft ihr, einen klaren Kopf zu bewahren und sich auf ihre langfristigen Ziele zu konzentrieren.
Die Entscheidung, nicht täglich ins Depot zu schauen, ist nicht nur eine persönliche Präferenz, sondern auch eine bewusste Strategie, um emotionale Entscheidungen zu vermeiden. Viele Anleger, die in Panik verkaufen, realisieren Verluste, die sie sonst nicht hätten. Buchverluste sind keine echten Verluste, solange die Anlagen nicht verkauft werden. Erst der Verkauf macht sie real.
Die Bedeutung von Geduld und Disziplin
Geduld ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Anleger besitzen sollte. Historisch gesehen haben sich die Märkte von jeder Krise erholt. Wer langfristig investiert bleibt und in Krisen nicht verkauft, wird in der Regel belohnt. Jenny hat dies durch ihre eigene Erfahrung gelernt. Sie begann 2019 mit dem Investieren und hat seitdem ihre Strategie kontinuierlich angepasst. Ihr Portfolio besteht aus einer Mischung aus ETFs und Einzelaktien, wobei die ETFs das Fundament bilden.
Die Disziplin, nicht in Panik zu geraten und an einem langfristigen Plan festzuhalten, ist entscheidend. In Krisenzeiten kann es verlockend sein, schnell zu handeln, aber oft ist das Gegenteil der Fall. Anleger, die versuchen, den perfekten Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf zu finden, verpassen häufig die stärksten Erholungsphasen an den Märkten.
Emotionale Entscheidungen vermeiden
Emotionen wie Angst und Gier können zu irrationalen Entscheidungen führen, die sich negativ auf die Rendite auswirken. Jenny betont, dass sie sich nicht von täglichen Nachrichten leiten lässt, die oft Panik erzeugen. Stattdessen konzentriert sie sich auf ihre langfristigen Ziele und die Qualität ihrer Anlagen. Ein gut diversifiziertes Portfolio, das über verschiedene Anlageklassen und Regionen verteilt ist, kann helfen, das Risiko zu minimieren und die Auswirkungen von Marktvolatilität abzufedern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Cost-Average-Effekt, der es Anlegern ermöglicht, in Krisenzeiten von fallenden Kursen zu profitieren. Wenn die Kurse sinken, kaufen Anleger mit dem gleichen Betrag mehr Anteile, was langfristig zu einer höheren Rendite führen kann, wenn die Märkte sich erholen.
Strategien für langfristigen Erfolg
Um in volatilen Märkten erfolgreich zu sein, ist es wichtig, eine klare Strategie zu haben. Jenny hat ihre Investitionen in den letzten Jahren erheblich ausgeweitet und investiert nun regelmäßig über einen Sparplan. Diese strukturierte Herangehensweise gibt ihr Sicherheit und hilft ihr, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Sie hat gelernt, dass es nicht nur darum geht, Geld zu investieren, sondern auch darum, sich kontinuierlich weiterzubilden und die Märkte zu beobachten.
Ein gut durchdachtes Portfolio, das auf die individuellen Bedürfnisse und Risikotoleranzen abgestimmt ist, kann Anlegern helfen, auch in unsicheren Zeiten ruhig zu bleiben. Die Diversifikation über verschiedene Anlageklassen, wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe, ist ein bewährtes Mittel, um das Risiko zu streuen und die Chancen auf positive Renditen zu erhöhen.
Fazit: Ruhe bewahren und langfristig denken

In Zeiten hoher Marktvolatilität ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren und sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren. Die Entscheidung, nicht täglich ins Depot zu schauen, kann helfen, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und die eigene Anlagestrategie nicht aus den Augen zu verlieren. Anleger wie Jenny zeigen, dass Geduld und Disziplin in Krisenzeiten belohnt werden können. Wer langfristig denkt und an einem klaren Plan festhält, hat die besten Chancen auf eine erfolgreiche Geldanlage.
Häufige Fragen
Warum sollte ich in Krisenzeiten nicht ins Depot schauen?
Wie kann ich mein Portfolio in volatilen Zeiten schützen?
Was sind die Vorteile eines ETF-Sparplans?
Wie wichtig ist Geduld beim Investieren?
Was sollte ich tun, wenn ich in Panik gerate?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Ruhe bewahren in volatilen Märkten · Foto: StockRadars Co., / Pexels


