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ING führt umstrittenes Abo-Modell für Girokonto ein

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 18.06.2026

Die ING Bank hat ein neues Abo-Modell für ihre Girokonten vorgestellt, das in mehreren europäischen Ländern bereits eingeführt wurde. Dieses Modell könnte die Art und Weise, wie Kunden Bankdienstleistungen nutzen, grundlegend verändern.

Das Wichtigste in Kürze

  • ING führt vier neue Kontomodelle ein.
  • Die Preise variieren je nach Paket zwischen 2,20 Euro und 44,99 Euro.
  • Das Abo-Modell soll zusätzliche Dienstleistungen integrieren.

Am 16. Juni 2026 hat die ING Bank ein neues Abo-Modell für ihre Girokonten vorgestellt, das in mehreren europäischen Ländern bereits erfolgreich eingeführt wurde. Dieses Modell könnte die Art und Weise, wie Kunden Bankdienstleistungen nutzen, grundlegend verändern und sorgt bereits jetzt für Diskussionen unter Verbrauchern und Finanzexperten.

Was ist das neue Abo-Modell der ING?

ING Abo-Modell für Girokonto
Symbolbild: ING Abo-Modell für Girokonto · Foto: MART PRODUCTION / Pexels

Die ING führt vier neue Kontomodelle ein: ING Go, ING More, ING Extra und ING Max. Diese Modelle sind darauf ausgelegt, unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden abzudecken. ING Go stellt die Basislösung für alltägliche Bankgeschäfte dar, während die anderen Modelle zusätzliche Services und Vorteile bieten. Die monatlichen Kosten für diese Konten variieren zwischen 2,20 Euro und 44,99 Euro, je nach gewähltem Paket und den darin enthaltenen Leistungen.

Das Abo-Modell zielt darauf ab, klassische Bankdienstleistungen mit Lifestyle-Extras zu kombinieren, wie etwa Versicherungen, Rabatten und digitalen Vorteilen. Dies könnte für viele Kunden einen Mehrwert darstellen, da sie nicht mehr mehrere Einzelverträge abschließen müssen, sondern alles in einem Paket erhalten.

Warum führt die ING ein Abo-Modell ein?

Die Entscheidung, ein Abo-Modell einzuführen, ist eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb durch Neobanken, die zunehmend Marktanteile gewinnen. Die ING möchte ihre Einnahmequellen diversifizieren und die Provisionserträge steigern, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Laut Sali Salieski, dem Global Head for Private Individuals der ING, wird das neue Modell einen erheblichen Beitrag zu den Provisionserträgen leisten.

Das Abo-Modell soll das traditionelle „Pay-per-Product“-Banking ersetzen und stattdessen gestaffelte monatliche Abonnements anbieten, die Bankdienstleistungen, Versicherungen und andere Services bündeln. Dies könnte nicht nur die Kundenbindung erhöhen, sondern auch die Einnahmen im täglichen Zahlungsverkehr steigern.

Wie reagieren die Kunden auf das neue Modell?

Fakten auf einen Blick

  • Datum der Ankündigung: 16.06.2026
  • Vier neue Kontomodelle: ING Go, ING More, ING Extra, ING Max
  • Monatliche Kosten zwischen 2,20 Euro und 44,99 Euro

Die Reaktionen der Kunden auf das neue Abo-Modell sind gemischt. Während einige die integrierten Zusatzangebote als Vorteil sehen, sind andere skeptisch gegenüber den monatlichen Gebühren, die in einigen Fällen erheblich sein können. In den Niederlanden, wo das Modell bereits eingeführt wurde, zeigen erste Umfragen, dass das Interesse an den neuen Kontomodelle groß ist. Die ING hat bereits mehrere Millionen Kunden, die die neuen Tarife nutzen, was auf eine positive Akzeptanz hindeutet.

In Deutschland bleibt abzuwarten, wie die Kunden auf die neuen Modelle reagieren werden. Die Bank hat angekündigt, dass die Tarife lokal angepasst werden, um den Bedürfnissen der Kunden vor Ort gerecht zu werden. Dies könnte bedeuten, dass die deutschen Kontomodelle möglicherweise andere Leistungen oder Preisstrukturen aufweisen als in den Niederlanden oder Belgien.

Welche Auswirkungen hat das Abo-Modell auf den Markt?

Das Abo-Modell könnte weitreichende Auswirkungen auf den Bankensektor haben. Es könnte den Trend hin zu mehr integrierten Dienstleistungen beschleunigen und andere Banken dazu anregen, ähnliche Modelle einzuführen. Insbesondere Neobanken, die bereits mit flexiblen und kundenfreundlichen Angeboten aufwarten, könnten unter Druck geraten, ihre eigenen Modelle zu überdenken und anzupassen.

Darüber hinaus könnte das Abo-Modell auch die Preisgestaltung im Bankensektor beeinflussen. Wenn mehr Banken auf Abo-Modelle umsteigen, könnte dies zu einem Wettbewerb um die besten Angebote führen, was letztlich den Verbrauchern zugutekommen würde. Gleichzeitig könnte es jedoch auch dazu führen, dass traditionelle Banken ihre Gebührenstruktur überdenken müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fazit: Ein neuer Weg im Banking?

ING Abo-Modell für Girokonto
Symbolbild: ING Abo-Modell für Girokonto · Foto: Ivan S / Pexels

Die Einführung des Abo-Modells durch die ING markiert einen bedeutenden Schritt in der Evolution des Bankings. Es könnte nicht nur die Art und Weise verändern, wie Kunden Bankdienstleistungen nutzen, sondern auch den gesamten Markt beeinflussen. Während die ING bereits in mehreren Ländern positive Rückmeldungen erhält, bleibt abzuwarten, wie die deutschen Kunden auf dieses neue Modell reagieren werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob das Abo-Modell tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt und ob es sich als nachhaltiger Trend im Bankensektor etabliert.

Häufige Fragen

Was sind die neuen Kontomodelle der ING?
Die ING führt vier neue Kontomodelle ein: ING Go, ING More, ING Extra und ING Max, die unterschiedliche Leistungen und Preise bieten.
Wie viel kosten die neuen Kontomodelle?
Die monatlichen Kosten für die neuen Kontomodelle liegen zwischen 2,20 Euro und 44,99 Euro, abhängig von den gewählten Leistungen.
Wann wird das Abo-Modell in Deutschland eingeführt?
Ein konkreter Termin für die Einführung des Abo-Modells in Deutschland steht noch nicht fest, wird jedoch für Juli 2026 erwartet.
Welche Vorteile bietet das neue Abo-Modell?
Das Abo-Modell integriert zusätzliche Dienstleistungen wie Versicherungen, Rabatte und digitale Vorteile, die über die klassischen Bankdienstleistungen hinausgehen.
Wie reagiert der Markt auf das neue Modell?
Das neue Abo-Modell wird als Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb durch Neobanken eingeführt und könnte die Einnahmequellen der ING diversifizieren.

Quellen: Google News

Symbolbild: ING Abo-Modell für Girokonto · Foto: Alec Adriano / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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