⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 30.06.2026
Die ING testet ein neues Abo-Modell für Girokonten, das möglicherweise bald auch in Deutschland eingeführt wird. Dieses Modell könnte die Art und Weise, wie Bankdienstleistungen wahrgenommen werden, grundlegend verändern.
- ING testet Abo-Modelle in mehreren Ländern
- Mögliche Einführung in Deutschland bis Mitte 2027
- Kunden könnten zwischen verschiedenen Tarifen wählen
Die ING, eine der führenden Direktbanken in Europa, testet derzeit ein neues Abo-Modell für Girokonten, das möglicherweise auch bald in Deutschland eingeführt wird. Dieses innovative Konzept könnte die Art und Weise, wie Bankdienstleistungen wahrgenommen werden, grundlegend verändern und stellt eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb durch Neobanken dar. In den Niederlanden und Belgien sind bereits verschiedene Kontopakete verfügbar, die den Kunden eine Auswahl an Leistungen bieten.
Was ist das Abo-Modell der ING?

Das Abo-Modell der ING umfasst mehrere Kontopakete, die sich in Preis und Leistung unterscheiden. Kunden können zwischen verschiedenen Tarifen wählen, die von einem einfachen Girokonto mit den grundlegenden Funktionen bis hin zu umfangreichen Premiumangeboten reichen. In den Niederlanden beispielsweise kosten die Pakete zwischen 4 und 44,99 Euro pro Monat, je nach den enthaltenen Extras. Zu den möglichen Zusatzleistungen gehören Kreditkarten, Versicherungen und sogar Streaming-Abos wie Amazon Prime oder Disney+.
Die Einführung dieses Modells zielt darauf ab, die Einnahmequellen der Bank zu diversifizieren und den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Die ING hat bereits in mehreren europäischen Ländern positive Rückmeldungen zu diesen neuen Kontomodellen erhalten, was die Bank ermutigt, das Konzept auch in anderen Märkten, einschließlich Deutschland, auszuprobieren.
Aktuelle Situation in Deutschland
In Deutschland bleibt das Girokonto der ING vorerst kostenlos, sofern monatlich mindestens 1.000 Euro auf dem Konto eingehen oder der Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist. Kunden, die diese Bedingungen nicht erfüllen, müssen derzeit 4,90 Euro Kontoführungsgebühren pro Monat zahlen. Die Bank hat jedoch bereits angedeutet, dass sie an neuen Kontomodellen für den deutschen Markt arbeitet, die möglicherweise ein Abo-Modell beinhalten könnten.
Die ING hat in der Vergangenheit bereits die Kontoführungsbedingungen angepasst, sodass es nicht ausgeschlossen ist, dass auch die Gebührenstruktur in Zukunft verändert wird. Kunden sollten daher die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um keine Überraschungen zu erleben.
Einfluss auf die Finanzlandschaft
- Aktuelles Datum: 30.06.2026
- Neukundenaktion bis Ende Juni 2026
- Abo-Modelle in den Niederlanden und Belgien verfügbar
Das Abo-Modell könnte weitreichende Auswirkungen auf die Finanzlandschaft haben. In einer Zeit, in der Neobanken wie N26 und Revolut mit ihren schlanken Angeboten Marktanteile gewinnen, suchen traditionelle Banken nach neuen Einnahmequellen. Das Abo-Modell könnte eine Antwort auf diesen Trend sein, indem es den Kunden eine flexiblere und anpassbare Lösung bietet.
Die ING verfolgt mit diesem Ansatz nicht nur das Ziel, ihre Provisionserträge zu steigern, sondern auch, den Kunden ein besseres Erlebnis zu bieten. Durch die Bündelung von Bankdienstleistungen, Versicherungen und anderen Services in einem Paket könnte die Bank ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und gleichzeitig den Bedürfnissen der Kunden besser gerecht werden.
Die verschiedenen Kontopakete im Detail
In den Niederlanden können Kunden zwischen vier verschiedenen Kontopaketen wählen: ING Go, ING More, ING Extra und ING Max. Das Basispaket ING Go kostet 4 Euro pro Monat und bietet die grundlegenden Bankfunktionen wie ein Girokonto und eine Debitkarte. Wer mehr möchte, kann zum Paket ING More für 7 Euro wechseln, das zusätzliche Leistungen wie eine Kreditkarte und Schutz bei Cyberbetrug beinhaltet.
Das Paket ING Extra kostet 15,99 Euro und bietet unter anderem eine Premium-Kreditkarte ohne Fremdwährungsaufschlag sowie Zugang zu weiteren Versicherungen. Das teuerste Paket, ING Max, schlägt mit 44,99 Euro pro Monat zu Buche und umfasst eine Vielzahl von Vorteilen, darunter Reiseversicherungen, kostenlosen Geldabheben im Ausland und sogar Zugang zu Airport-Lounges.
Ausblick auf die Zukunft
Die ING plant, das Abo-Modell bis Mitte 2027 in allen Märkten einzuführen, in denen sie aktiv ist. Dazu gehören neben Deutschland auch Spanien, Italien, Australien, Polen, Rumänien und die Türkei. Die Bank hat bereits bestätigt, dass sie an der Einführung neuer Kontomodelle für den deutschen Markt arbeitet, jedoch sind die genauen Details und Konditionen noch unklar.
Die Kunden sollten sich darauf einstellen, dass die Bank möglicherweise die Gebührenstruktur anpassen wird, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Es bleibt abzuwarten, ob das kostenlose Girokonto in seiner jetzigen Form bestehen bleibt oder ob die Kunden in Zukunft in ein Abo-Modell überführt werden.
Fazit

Die ING testet ein Abo-Modell für Girokonten, das möglicherweise bald auch in Deutschland eingeführt wird. Dieses Modell könnte die Art und Weise, wie Bankdienstleistungen wahrgenommen werden, grundlegend verändern und bietet den Kunden eine Vielzahl von Optionen, um ihre Bankgeschäfte flexibler zu gestalten. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs durch Neobanken ist es für traditionelle Banken wie die ING entscheidend, innovative Lösungen anzubieten, um ihre Marktanteile zu sichern und den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.
Häufige Fragen
Was ist das Abo-Modell der ING?
Wann wird das Abo-Modell in Deutschland eingeführt?
Was kostet das Abo-Modell in anderen Ländern?
Bleibt das kostenlose Girokonto der ING bestehen?
Welche Extras sind im Abo-Modell enthalten?
Quellen: Google News
Symbolbild: ING Abo-Modell für Girokonten · Foto: alleksana / Pexels


