⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 17.08.2026
Der Indexanbieter MSCI hat eine Konsultation eröffnet, die bis zum 30. September 2026 läuft und die mögliche Streichung von Krypto-Unternehmen aus dem iShares MSCI World betrifft.
- MSCI prüft Ausschluss von Krypto-Unternehmen
- Feedbackfrist endet am 30. September 2026
- Entscheidung wird am 16. Oktober 2026 bekannt gegeben
Der Indexanbieter MSCI hat eine Konsultation eröffnet, die bis zum 30. September 2026 läuft und die mögliche Streichung von Krypto-Unternehmen aus dem iShares MSCI World betrifft. Diese Maßnahme könnte erhebliche Auswirkungen auf die Sichtbarkeit und Bewertung von Unternehmen haben, die große Bestände an digitalen Vermögenswerten halten. Die Entscheidung über den Ausschluss wird am 16. Oktober 2026 bekannt gegeben.
Was ist die MSCI-Konsultation?

Die MSCI-Konsultation ist ein Prozess, bei dem der Indexanbieter Marktteilnehmer einlädt, ihre Meinungen zu einem Vorschlag abzugeben, der darauf abzielt, Unternehmen, die nicht operativ tätig sind und hohe Krypto-Bestände halten, aus den MSCI Global Investable Market Indizes auszuschließen. Diese Konsultation ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Indexanbieter ihre Kriterien verschärfen, um besser zu ESG-Zielen zu passen.
Die Konsultation könnte weitreichende Folgen für die betroffenen Unternehmen haben, da der Ausschluss aus den Indizes nicht nur die Sichtbarkeit der Unternehmen verringern, sondern auch zu einem Verkaufsdruck auf die Aktien führen könnte. Unternehmen wie Strategy und Metaplanet, die große Bitcoin-Bestände halten, stehen im Fokus dieser Überprüfung.
Warum wird der Ausschluss diskutiert?
MSCI argumentiert, dass Unternehmen, die hohe Krypto-Bestände halten und nur geringe Einnahmen aus dem operativen Geschäft erzielen, eher wie Investmentfonds agieren. Diese Unternehmen könnten daher nicht für die Aufnahme in die MSCI-Indizes geeignet sein, die darauf abzielen, die Performance von operativen Unternehmen zu messen. Der Vorschlag sieht vor, dass Unternehmen, die bei vier von fünf Finanzkennzahlen durchfallen, als nicht berechtigt für die Indexaufnahme gelten.
Die Kriterien für den Ausschluss umfassen eine Überprüfung der operativen Vermögenswerte und fünf spezifische Finanzkennzahlen. Diese Maßnahme könnte dazu führen, dass Unternehmen wie Strategy, Metaplanet und Yellow Cake, die große Bestände an digitalen Vermögenswerten halten, aus dem Index ausgeschlossen werden.
Welche Unternehmen sind betroffen?
- Frist für Feedback: 30. September 2026
- Entscheidung über Ausschluss: 16. Oktober 2026
- Betroffene Unternehmen: Strategy, Metaplanet, Yellow Cake
Betroffen von der möglichen Streichung sind Unternehmen wie Strategy, das seit 2020 insgesamt 840.447 BTC im Wert von über 53 Milliarden US-Dollar akkumuliert hat, und Metaplanet, das 43.000 BTC im Wert von über 2 Milliarden US-Dollar hält. Auch Yellow Cake, ein börsennotierter Halter von Uran, könnte betroffen sein, obwohl es sich nicht um ein Krypto-Unternehmen handelt.
Die Entscheidung über den Ausschluss dieser Unternehmen könnte erhebliche Auswirkungen auf die Marktposition und die Aktienkurse der betroffenen Firmen haben. Anleger und Marktbeobachter verfolgen die Entwicklungen genau, da die Aufnahme in große Indizes nicht nur die Sichtbarkeit bestimmt, sondern auch Einfluss auf passive Investitionsströme hat.
Was sind die Kriterien für den Ausschluss?
Der vorgeschlagene Ausschlussprozess von MSCI funktioniert in zwei Schritten. Zunächst wird überprüft, ob die operativen Vermögenswerte eines Unternehmens mehr als 50 Prozent der Gesamtvermögenswerte ausmachen. Wenn dies der Fall ist, erfolgt keine weitere Prüfung. Andernfalls wird das Unternehmen einem Ausschlussbildschirm unterzogen, der fünf Finanzkennzahlen verwendet: operative Vermögensintensität, Aufwandsintensität, Cashflow, Fair-Value-Intensität und Kapitalabhängigkeit.
Ein Unternehmen wird für die Indexaufnahme unzulässig, wenn es bei vier der fünf Testkennzahlen nicht besteht. Diese strengen Kriterien könnten dazu führen, dass viele Unternehmen, die sich auf Krypto-Bestände konzentrieren, aus den MSCI-Indizes ausgeschlossen werden.
Auswirkungen auf den Markt und die Anleger
Die möglichen Änderungen im MSCI-Index könnten nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern auch den gesamten Markt für digitale Vermögenswerte beeinflussen. Ein Ausschluss könnte zu einem signifikanten Verkaufsdruck auf die Aktien der betroffenen Unternehmen führen, was wiederum die Bewertungen und die Marktstimmung beeinflussen könnte. Anleger, die in Krypto-Unternehmen investiert haben, sollten die Entwicklungen genau beobachten, da die Entscheidung von MSCI weitreichende Folgen haben könnte.
Darüber hinaus könnte der Ausschluss von Krypto-Unternehmen aus den MSCI-Indizes auch die Wahrnehmung von digitalen Vermögenswerten im Allgemeinen beeinflussen. Wenn große Indexanbieter wie MSCI ihre Kriterien verschärfen, könnte dies das Vertrauen in Krypto-Anlagen beeinträchtigen und zu einer weiteren Volatilität auf dem Markt führen.
Fazit

Die MSCI-Konsultation zur möglichen Streichung von Krypto-Unternehmen aus den Indizes ist ein bedeutendes Ereignis, das sowohl für die betroffenen Unternehmen als auch für den gesamten Markt für digitale Vermögenswerte von großer Bedeutung ist. Die Frist für Feedback endet am 30. September 2026, und die Entscheidung wird am 16. Oktober 2026 bekannt gegeben. Anleger sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um informierte Entscheidungen treffen zu können.
Häufige Fragen
Was ist die MSCI-Konsultation?
Wann wird die Entscheidung über den Ausschluss bekannt gegeben?
Welche Unternehmen sind betroffen?
Warum wird der Ausschluss diskutiert?
Was sind die Kriterien für den Ausschluss?
Quellen: Google News
Symbolbild: Analyse der MSCI-Konsultation zu Krypto · Foto: Alex Luna / Pexels


