⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 15.07.2026
Kanzleramtschef Thorsten Frei hat sich für eine Einkommensgrenze beim Unterhaltsvorschuss ausgesprochen, um die Sozialleistung gezielt auf Bedürftige zu konzentrieren.
- Frei fordert Gehaltsobergrenze für Unterhaltsvorschuss
- Ausgaben für diese Sozialleistung stark gestiegen
- Reform soll gezielte Unterstützung gewährleisten
Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hat sich in der aktuellen Debatte um eine Reform des staatlichen Unterhaltsvorschusses für die Einführung einer Einkommensgrenze ausgesprochen. In einem Interview mit dem Sender Welt TV erklärte er, dass der Unterhaltsvorschuss eine Sozialleistung sei, die gezielt auf die Bedürftigen konzentriert werden müsse. „Wir müssen da eine Gehaltsgrenze einziehen. Wer über dieser Gehaltsgrenze liegt, der kann keinen Anspruch darauf haben, dass die Allgemeinheit für Zahlungsausfälle des Partners einsteht,“ so Frei.
Was ist der Unterhaltsvorschuss?

Der Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung, die Eltern erhalten, wenn der andere Elternteil keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt. Diese Leistung soll sicherstellen, dass Kinder auch in schwierigen finanziellen Situationen versorgt werden können. In den letzten Jahren sind die Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss jedoch stark gestiegen, was die Notwendigkeit einer Reform unterstreicht.
Hintergrund der Reform
Frei wies darauf hin, dass die Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss in den letzten acht Jahren um das Vierfache gestiegen sind. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Deutschland seit sieben Jahren kein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Die steigenden Kosten für Sozialleistungen belasten den Bundeshaushalt erheblich und erfordern eine Überprüfung der bestehenden Regelungen.
Die vorgeschlagene Einkommensgrenze
- Einkommensgrenze: 4.500 bis 5.000 Euro
- Ausgaben für Unterhaltsvorschuss vervierfacht
- Kein Wirtschaftswachstum seit 7 Jahren
Die konkrete Höhe der Einkommensgrenze, die Frei vorschlägt, muss noch im Gesetzgebungsverfahren festgelegt werden. Er nannte jedoch eine Spanne von 4.500 bis 5.000 Euro monatlichem Einkommen als realistisch. Ab dieser Schwelle sei es schwer zu rechtfertigen, warum die Allgemeinheit für die Unterhaltszahlungen aufkommen sollte. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Sozialleistung gezielt auf die wirklich Bedürftigen zu konzentrieren.
Reaktionen auf die Pläne
Die Vorschläge von Frei und Familienministerin Karin Prien (CDU), die den Unterhaltsvorschuss künftig nur bis zum 16. Geburtstag der Kinder zahlen möchte, stoßen auf gemischte Reaktionen. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kritisierte die Pläne zur Streichung des Unterhaltsvorschusses für 16- bis 18-Jährige und forderte eine umfassendere Lösung, die alle betroffenen Familien berücksichtigt. Frei wies diese Kritik zurück und betonte, dass niemand im Regen stehen gelassen werde.
Wirtschaftliche Auswirkungen der Reform
Die Reform des Unterhaltsvorschusses könnte weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen haben. Eine gezielte Unterstützung der Bedürftigen könnte dazu beitragen, die finanziellen Belastungen für den Staat zu reduzieren. Gleichzeitig könnte eine klare Einkommensgrenze dazu führen, dass weniger Menschen auf diese Sozialleistung angewiesen sind, was langfristig die Staatsausgaben senken könnte. Dies könnte auch positive Effekte auf die Inflation und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität haben.
Fazit

Die Diskussion um die Reform des Unterhaltsvorschusses und die Einführung einer Einkommensgrenze ist ein wichtiger Schritt in der deutschen Sozialpolitik. Kanzleramtschef Thorsten Frei hat mit seinen Vorschlägen einen Anstoß gegeben, um die Sozialleistungen gezielt auf die Bedürftigen zu konzentrieren und die steigenden Ausgaben zu kontrollieren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Reformen auf die betroffenen Familien und die deutsche Wirtschaft auswirken werden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterhaltsvorschuss?
Warum wird eine Gehaltsobergrenze gefordert?
Wie hoch soll die Gehaltsobergrenze sein?
Was sind die Hintergründe der Reform?
Wie reagiert die Opposition auf die Pläne?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Politische Diskussion über Unterhaltsvorschuss · Foto: Paul Schärf / Pexels


