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KfW meldet Anstieg der Existenzgründungen in Deutschland

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.07.2026

Die KfW hat einen signifikanten Anstieg der Existenzgründungen in Deutschland festgestellt. Besonders der Nebenerwerb gewinnt an Bedeutung.

Das Wichtigste in Kürze

  • 690.000 Gründerinnen und Gründer im Jahr 2025
  • 70% der Gründungen erfolgen im Nebenerwerb
  • Bürokratie bleibt das größte Hemmnis für Gründer

Die KfW hat in ihrem aktuellen Gründungsmonitor für 2026 einen signifikanten Anstieg der Existenzgründungen in Deutschland festgestellt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 690.000 Gründerinnen und Gründer gezählt, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da sie vor dem Hintergrund eines schwächelnden Arbeitsmarktes und steigender Lebenshaltungskosten stattfindet.

Was sind die Hauptgründe für den Anstieg der Existenzgründungen?

Junge Gründer in einem modernen Büro
Symbolbild: Junge Gründer in einem modernen Büro · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Gründungen ist die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Viele Menschen sehen sich mit einer erhöhten Erwerbslosigkeit konfrontiert und suchen nach alternativen Einkommensquellen. Die KfW berichtet, dass der Anteil der Nebenerwerbsgründungen auf einen Rekordwert von 70 Prozent gestiegen ist. Dies bedeutet, dass immer mehr Menschen ihre Selbstständigkeit als zusätzliches Standbein nutzen, um finanzielle Sicherheit zu erlangen.

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Die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben ebenfalls dazu beigetragen, dass viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Die Sorge um die eigene finanzielle Zukunft und die Möglichkeit, ein zusätzliches Einkommen zu generieren, sind zentrale Motive für die Gründung im Nebenerwerb. Laut KfW gaben 40 Prozent der Gründer an, ein höheres oder zusätzliches Einkommen erzielen zu wollen.

Wie viele Menschen haben 2025 in Deutschland gegründet?

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 690.000 Gründerinnen und Gründer registriert. Dies entspricht einer Gründungsintensität von 136 Existenzgründungen je 10.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Gründungstätigkeit in Deutschland an Dynamik gewonnen hat und ein wichtiges Element der wirtschaftlichen Entwicklung darstellt.

Die Mehrheit der Gründer sind Sologründer, die alleine ein Unternehmen gründen. Der Anteil der Teamgründungen ist im Vergleich dazu relativ gering. Dies zeigt, dass viele Menschen den Mut haben, ihre Ideen eigenständig umzusetzen und sich in der Selbstständigkeit zu versuchen.

Was ist der Anteil der Nebenerwerbsgründungen?

Fakten auf einen Blick

  • Gründungsintensität 2025: 136 Existenzgründungen je 10.000 Menschen
  • Anzahl der Gründer: 690.000 im Jahr 2025
  • Anteil der Nebenerwerbsgründungen: 70%

Der Anteil der Nebenerwerbsgründungen hat mit 70 Prozent einen historischen Höchststand erreicht. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der Gründerinnen und Gründer ihre Selbstständigkeit neben einer bestehenden Anstellung ausübt. Diese Entwicklung ist besonders relevant, da sie zeigt, dass viele Menschen die Vorteile der Selbstständigkeit nutzen möchten, ohne dabei auf die Sicherheit eines regulären Einkommens verzichten zu müssen.

Die KfW hebt hervor, dass die Nebenerwerbsgründungen oft als Sprungbrett in die Vollzeit-Selbstständigkeit dienen können. Viele Gründer planen, innerhalb eines Jahres in den Vollerwerb zu wechseln, was die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Gründerlandschaft in Deutschland unterstreicht.

Welche Herausforderungen stehen Gründerinnen und Gründern gegenüber?

Trotz der positiven Entwicklung sehen sich viele Gründerinnen und Gründer mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die KfW identifiziert Bürokratie als das größte Hemmnis für die Gründungstätigkeit. Rund 64 Prozent der Befragten gaben an, dass bürokratische Hürden und Verzögerungen ihre Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Ein weiteres bedeutendes Hindernis ist die Kundengewinnung. Über die Hälfte der Gründer berichtet von Schwierigkeiten, neue Kunden zu gewinnen, was in den letzten Jahren zu einem immer drängenderen Problem geworden ist. Diese Herausforderungen können die wirtschaftliche Stabilität der neuen Unternehmen gefährden und erfordern innovative Lösungen und Strategien von den Gründern.

Wie hat sich das Durchschnittsalter der Gründer verändert?

Das Durchschnittsalter der Gründer ist leicht auf 34,2 Jahre gesunken. Dies zeigt, dass die Gründerlandschaft in Deutschland sich verjüngt. Der Anteil der unter 30-Jährigen bleibt stabil bei 40 Prozent, was darauf hindeutet, dass junge Menschen zunehmend den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Die KfW betont, dass die demografische Entwicklung eine Rolle spielt. Eine alternde Gesellschaft führt dazu, dass jüngere Menschen einen größeren Anteil an den Gründungen ausmachen, da ältere Menschen seltener gründen. Dies könnte langfristig Auswirkungen auf die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft haben.

Fazit

Junge Gründer in einem modernen Büro
Symbolbild: Junge Gründer in einem modernen Büro · Foto: Startup Stock Photos / Pexels

Die aktuellen Zahlen des KfW-Gründungsmonitors zeigen einen klaren Trend hin zu mehr Existenzgründungen in Deutschland, insbesondere im Nebenerwerb. Die Herausforderungen, die Gründerinnen und Gründer bewältigen müssen, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Bürokratie und Kundengewinnung bleiben zentrale Themen, die es zu adressieren gilt. Dennoch bietet die wachsende Zahl an Gründungen auch Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Deutschland.

Häufige Fragen

Was sind die Hauptgründe für den Anstieg der Existenzgründungen?
Der Anstieg ist vor allem auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen.
Wie viele Menschen haben 2025 in Deutschland gegründet?
Im Jahr 2025 gab es rund 690.000 Gründerinnen und Gründer in Deutschland.
Was ist der Anteil der Nebenerwerbsgründungen?
Der Anteil der Nebenerwerbsgründungen liegt bei 70%, was einen Rekordwert darstellt.
Welche Herausforderungen stehen Gründerinnen und Gründern gegenüber?
Bürokratie und Kundengewinnung sind die größten Herausforderungen, die viele Gründer als Hemmnisse wahrnehmen.
Wie hat sich das Durchschnittsalter der Gründer verändert?
Das Durchschnittsalter der Gründer ist leicht auf 34,2 Jahre gesunken, während der Anteil der unter 30-Jährigen stabil bei 40% bleibt.

Quellen: Google News

Symbolbild: Junge Gründer in einem modernen Büro · Foto: Vitaly Gariev / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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