⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 01.07.2026
Die KfW fördert Klimaanlagen nur unter bestimmten Bedingungen. Wer die Anforderungen erfüllt, kann bis zu 70 % der Kosten erstattet bekommen.
- Reversible Luft-Luft-Wärmepumpen sind förderfähig.
- Antrag muss vor der Installation gestellt werden.
- Förderung gilt nur für Bestandsgebäude, nicht für Neubauten.
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet eine staatliche Förderung für Klimaanlagen an, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Diese Förderung ist Teil der Bemühungen, die Energieeffizienz in deutschen Haushalten zu steigern und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Wer die Anforderungen erfüllt, kann bis zu 70 % der Kosten erstattet bekommen, was für viele Haushalte eine erhebliche finanzielle Entlastung darstellen kann.
Was ist die KfW-Förderung für Klimaanlagen?

Die KfW fördert nicht einfach jede Klimaanlage, sondern konzentriert sich auf reversible Luft-Luft-Wärmepumpen. Diese Geräte sind in der Lage, sowohl zu heizen als auch zu kühlen, wobei der Schwerpunkt auf der Heizfunktion liegt. Um förderfähig zu sein, muss die Anlage mindestens 65 % ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen. Dies ist ein entscheidender Punkt, da viele herkömmliche Klimaanlagen diese Anforderung nicht erfüllen.
Die Förderung wird in Form eines direkten Zuschusses gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Dies unterscheidet sich von einem Kredit, der zurückgezahlt werden muss. Die maximal förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelt, was bedeutet, dass selbst bei einer maximalen Förderung von 70 % der Zuschuss 21.000 Euro nicht überschreiten kann.
Welche technischen Anforderungen müssen erfüllt werden?
Um die Förderung zu erhalten, müssen die Klimaanlagen spezifische technische Anforderungen erfüllen. Dazu gehört ein SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance), der für Geräte mit einer Heizleistung bis 12 kW mindestens 4,6 betragen muss. Für Geräte mit einer höheren Heizleistung liegt der SCOP-Wert bei mindestens 3,7. Diese Werte sind entscheidend, um die Effizienz der Geräte im Heizbetrieb zu gewährleisten.
Zusätzlich müssen die Geräte seit dem 1. Januar 2023 über eine Energie- und Effizienzanzeige verfügen. Fehlt diese Anzeige, ist das Gerät nicht förderfähig, unabhängig von anderen Werten. Auch die Energieeffizienzklasse im Heizbetrieb muss mindestens A++ betragen, um einen Zuschuss zu erhalten.
Wie hoch fällt die KfW-Förderung aus?
- Förderung bis zu 70 % möglich
- Antrag vor Auftragserteilung notwendig
- Mindestens 65 % der Wärme aus erneuerbaren Energien
Die KfW-Förderung funktioniert nach einem Baukastenprinzip. Es gibt eine Grundförderung von 30 %, die immer gewährt wird. Darüber hinaus können verschiedene Boni hinzukommen, die die Förderung erhöhen können. Beispielsweise gibt es einen Klimageschwindigkeitsbonus von 20 %, wenn eine alte Heizung (Öl, Kohle, Gas) ersetzt wird, die mindestens 20 Jahre alt ist. Ein Einkommensbonus von 30 % wird gewährt, wenn das selbstgenutzte Eigentum einem Haushalt mit einem Einkommen unter 40.000 Euro pro Jahr gehört.
Ein weiterer Bonus von 5 % kann für Geräte gewährt werden, die mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden, wie zum Beispiel Propan. Diese Boni können sich summieren, sodass die Gesamtförderung bis zu 70 % der förderfähigen Kosten erreichen kann.
Wichtige Hinweise zur Antragstellung
Ein entscheidender Punkt bei der KfW-Förderung ist, dass der Antrag vor der Auftragserteilung gestellt werden muss. Dies ist eine häufige Fehlerquelle, da viele Antragsteller zunächst den Handwerker beauftragen und erst danach den Antrag stellen. In diesem Fall verfällt der Anspruch auf Förderung vollständig. Der Antrag muss online über das Portal „Meine KfW“ eingereicht werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Förderung nur für Bestandsgebäude gilt, die mindestens fünf Jahre alt sind. Neubauten sind von der Förderung ausgeschlossen, unabhängig von der Effizienz der installierten Geräte. Dies bedeutet, dass Eigentümer älterer Immobilien besonders von dieser Förderung profitieren können.
Fazit: So kühlt man öffentlich gefördert seine Wohnung

Die KfW-Förderung für Klimaanlagen bietet eine attraktive Möglichkeit, die Kosten für energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme zu senken. Wer die technischen Anforderungen erfüllt und die Antragsbedingungen beachtet, kann von einer erheblichen finanziellen Unterstützung profitieren. Es ist jedoch wichtig, sich im Vorfeld gut zu informieren und die richtigen Schritte einzuleiten, um die Förderung erfolgreich zu beantragen. In Zeiten steigender Energiepreise und Inflation ist dies eine wertvolle Chance für viele Haushalte, ihre Energiekosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Häufige Fragen
Welche Klimaanlagen werden gefördert?
Wie hoch ist die Förderung?
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Gibt es Einschränkungen bei der Förderung?
Was passiert, wenn die Anforderungen nicht erfüllt sind?
Quellen: Google News
Symbolbild: Staatliche Förderung für Klimaanlagen · Foto: Ramon Karolan / Pexels


