⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 08.06.2026
Die Kontoführungsgebühren in Deutschland steigen erneut. Laut einer aktuellen Umfrage des Vergleichsportals Verivox sind fast 20 Prozent der Bankkunden betroffen, insbesondere Kunden von Sparkassen müssen tief in die Tasche greifen.
- 19 Prozent der Bankkunden zahlen höhere Gebühren
- Sparkassenkunden sind am stärksten betroffen
- Kostenlose Konten werden seltener
Die Kontoführungsgebühren in Deutschland sind erneut gestiegen, was viele Bankkunden betrifft. Laut einer aktuellen Umfrage des Vergleichsportals Verivox haben 19 Prozent der Befragten angegeben, dass die Gebühren für ihr Girokonto im vergangenen Jahr erhöht wurden. Dies bedeutet, dass fast jeder fünfte Bankkunde von den steigenden Kosten betroffen ist. Besonders auffällig ist, dass Kunden der Sparkassen am häufigsten höhere Gebühren zahlen müssen.
Was sind Kontoführungsgebühren?

Kontoführungsgebühren sind die Kosten, die Banken für die Verwaltung eines Girokontos erheben. Diese Gebühren können je nach Bank und Kontomodell stark variieren. In den letzten Jahren haben viele Banken, insbesondere Sparkassen und Genossenschaftsbanken, ihre Gebühren erhöht, was zu einer verstärkten Diskussion über die Fairness und Transparenz dieser Kosten geführt hat.
Die Gebühren werden in der Regel jährlich oder monatlich abgebucht und können je nach Bank zwischen wenigen Euro bis hin zu mehreren hundert Euro pro Jahr liegen. Die Erhöhung der Kontoführungsgebühren ist oft ein Zeichen für gestiegene Betriebskosten der Banken, die diese an ihre Kunden weitergeben.
Aktuelle Umfrageergebnisse
Die Umfrage von Verivox, die Ende April 2026 durchgeführt wurde, zeigt, dass 23 Prozent der Bankkunden mittlerweile mindestens 100 Euro pro Jahr für die Führung ihres Girokontos zahlen. Bei 5 Prozent der Befragten summieren sich die jährlichen Gebühren sogar auf mehr als 200 Euro. Dies ist ein besorgniserregender Trend, der viele Verbraucher dazu zwingt, ihre Bankbeziehungen zu überdenken.
Ein weiterer interessanter Aspekt der Umfrage ist, dass nur noch etwa 18 Prozent der Befragten ein komplett kostenloses Girokonto nutzen. Dies steht im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen viele Banken kostenlose Konten angeboten haben, um neue Kunden zu gewinnen. Die steigenden Gebühren könnten dazu führen, dass Verbraucher nach günstigeren Alternativen suchen.
Besonders betroffen: Sparkassenkunden
- 19 Prozent der Befragten zahlen höhere Gebühren
- 34 Prozent der Sparkassenkunden zahlen über 100 Euro jährlich
- 18 Prozent der Befragten haben ein kostenloses Konto
Die Umfrage hat ergeben, dass Kunden der Sparkassen besonders häufig von hohen Kontoführungsgebühren betroffen sind. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Sparkassenkunden gibt an, jährlich einen dreistelligen Betrag für ihr Girokonto zu zahlen. Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Kunden von Genossenschaftsbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken bei fast 26 Prozent.
Die Sparkassen argumentieren, dass die hohen Gebühren teilweise durch ihr dichtes Filialnetz gerechtfertigt sind, das auch in ländlichen Regionen eine persönliche Beratung ermöglicht. Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, betont, dass diese Kundennähe einen Mehrwert darstellt, der sich in den Kontogebühren widerspiegelt.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Die steigenden Kontoführungsgebühren haben direkte Auswirkungen auf die Verbraucher. Viele Bankkunden müssen sich fragen, ob sie bereit sind, die höheren Kosten zu akzeptieren oder ob sie nach günstigeren Alternativen suchen sollten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die eigenen Kontomodelle regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu wechseln, um Geld zu sparen.
Ein Wechsel zu einer Direktbank oder einer Smartphone-Bank kann oft zu erheblichen Einsparungen führen, da viele dieser Anbieter kostenlose Girokonten anbieten. Allerdings sind diese Angebote häufig an Bedingungen geknüpft, wie etwa einem monatlichen Mindesteingang oder der Nutzung von Online-Diensten.
Tipps für Bankkunden
- Überprüfen Sie Ihre aktuellen Kontogebühren und vergleichen Sie diese mit anderen Banken.
- Erwägen Sie den Wechsel zu einer Bank, die günstigere oder kostenlose Kontomodelle anbietet.
- Informieren Sie sich über die Bedingungen für kostenlose Konten, um sicherzustellen, dass Sie die Anforderungen erfüllen.
- Nutzen Sie Vergleichsportale wie Verivox, um die besten Angebote zu finden.
Es ist wichtig, aktiv zu bleiben und die eigenen Finanzen im Blick zu behalten, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Fazit

Die Kontoführungsgebühren in Deutschland sind erneut gestiegen, was viele Bankkunden betrifft. Besonders Kunden der Sparkassen müssen häufig höhere Gebühren zahlen. Die Umfrage von Verivox zeigt, dass fast jeder vierte Bankkunde mindestens 100 Euro pro Jahr für die Führung seines Girokontos zahlt. Verbraucher sollten ihre Kontomodelle regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls zu günstigeren Anbietern wechseln, um Kosten zu sparen.
Häufige Fragen
Warum steigen die Kontoführungsgebühren?
Welche Banken sind am stärksten betroffen?
Gibt es noch kostenlose Girokonten?
Was kann ich tun, wenn mein Konto teurer wird?
Wie kann ich die besten Kontoführungsgebühren finden?
Quellen: Google News
Symbolbild: Steigende Kontoführungsgebühren in Deutschland · Foto: Alec Adriano / Pexels


