⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 21.07.2026
Die Beliebtheit von E-Autos wächst, doch die Betriebskosten sind oft höher als erwartet. Eine aktuelle Studie zeigt, dass E-Auto-Fahrer im Schnitt 800 Euro monatlich zahlen.
- E-Autos kosten im Unterhalt mehr als Benziner und Diesel.
- Wertverlust ist der größte Kostenfaktor bei E-Autos.
- Zukünftige Kostensenkungen für E-Autos werden erwartet.
Die Beliebtheit von Elektroautos (E-Autos) nimmt in Deutschland stetig zu. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für die umweltfreundliche Alternative zu Benzin- und Dieselfahrzeugen. Doch trotz der positiven Aspekte wie Emissionsfreiheit und leiser Fahrweise zeigt eine aktuelle Studie, dass die Betriebskosten von E-Autos oft höher sind als erwartet. Insbesondere die monatlichen Ausgaben für E-Autos übersteigen die der herkömmlichen Fahrzeuge erheblich.
Was sind die tatsächlichen Betriebskosten von E-Autos?

Laut der „Car Cost Index“-Studie der Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaft LeasePlan belaufen sich die monatlichen Betriebskosten für E-Auto-Fahrer im Durchschnitt auf etwa 800 Euro. Im Vergleich dazu zahlen Fahrer von Benzin- und Dieselautos lediglich rund 600 Euro pro Monat. Diese Zahlen basieren auf der Auswertung von 110.000 Full-Service-Leasing-Fahrzeugen, die ausschließlich gewerblich genutzt werden. Die Studie berücksichtigt alle relevanten Kosten, einschließlich Treibstoff, Steuern, Versicherungen und Wartungsarbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren und einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern.
Ein zentraler Aspekt, der zu den höheren Betriebskosten von E-Autos beiträgt, ist der Wertverlust. Sobald ein Neuwagen, egal ob elektrisch oder mit Verbrennungsmotor, das Autohaus verlässt, beginnt er an Wert zu verlieren. Bei E-Autos ist dieser Wertverlust jedoch signifikant höher als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Dies stellt einen erheblichen Kostenfaktor dar, der oft übersehen wird.
Wertverlust als größter Kostenfaktor
Der Wertverlust ist der größte Kostenfresser bei E-Autos. Während Benzin- und Dieselautos in den ersten Jahren ebenfalls an Wert verlieren, ist der Rückgang bei E-Autos aufgrund der schnelllebigen Technologie und der ständigen Weiterentwicklung der Modelle ausgeprägter. Käufer von E-Autos müssen sich bewusst sein, dass sie beim Wiederverkauf mit einem höheren Wertverlust rechnen müssen, was die Gesamtkosten des Fahrzeugs erheblich steigert.
Zusätzlich zu den Anschaffungskosten und dem Wertverlust kommen weitere Faktoren ins Spiel. Die Kosten für die Kfz-Versicherung sind bei E-Autos oft höher, da viele Versicherer die Risiken anders bewerten. Auch die Wartungskosten können höher ausfallen, obwohl E-Autos weniger Wartungsaufwand benötigen, da sie keine Ölwechsel benötigen. Dennoch können Reparaturen an der Elektronik und den Batterien teuer werden.
Strompreise und ihre Auswirkungen auf die Betriebskosten
- Monatliche Betriebskosten E-Autos: 800 Euro
- Monatliche Betriebskosten Benzin/Diesel: 600 Euro
- Wertverlust von E-Autos höher als bei Verbrennern
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Strompreise, die in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Hohe Strompreise können die Betriebskosten von E-Autos weiter erhöhen. Verbraucher, die auf E-Autos umsteigen, sollten sich daher auch über die aktuellen Strompreise und mögliche Anbieterwechsel informieren. Ein Wechsel des Stromanbieters kann potenziell Einsparungen von bis zu 720 Euro pro Jahr ermöglichen, was die Betriebskosten erheblich senken kann.
Die Entwicklung der Strompreise ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit von E-Autos. In Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten ist es für Verbraucher wichtig, die Gesamtkosten im Blick zu behalten. Ein E-Auto kann zwar umweltfreundlich sein, doch die finanziellen Aspekte sollten nicht außer Acht gelassen werden.
Vergleich mit Benzin- und Dieselautos
Im Vergleich zu Benzin- und Dieselautos haben E-Autos in Deutschland noch nicht das gleiche Preisniveau erreicht. In den Niederlanden beispielsweise sind die Unterhaltskosten von E-Autos und herkömmlichen Fahrzeugen bereits annähernd gleich. Dies zeigt, dass es in Deutschland noch Raum für Verbesserungen gibt, um E-Autos attraktiver zu machen.
Die Studie von Strategy& prognostiziert jedoch, dass E-Autos in Zukunft kostengünstiger im Unterhalt sein werden als Benzin- und Dieselmodelle. Diese Einschätzung basiert auf der Annahme, dass die Technologie weiter fortschreitet und die Produktionskosten sinken. Zudem könnten staatliche Förderungen und Anreize dazu beitragen, die Kosten für Verbraucher zu senken.
Fazit: E-Autos als langfristige Investition

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass E-Autos zwar viele Vorteile bieten, jedoch auch mit höheren Betriebskosten verbunden sind. Die monatlichen Ausgaben von 800 Euro im Vergleich zu 600 Euro für Benzin- und Dieselautos sind ein wichtiger Aspekt, den potenzielle Käufer berücksichtigen sollten. Der Wertverlust stellt den größten Kostenfaktor dar, während hohe Strompreise die Betriebskosten zusätzlich belasten können. Dennoch gibt es Hoffnung, dass sich die Kostenstruktur in Zukunft zugunsten der E-Autos entwickeln wird, was sie zu einer attraktiven Option für umweltbewusste Verbraucher macht.
Häufige Fragen
Warum sind die Betriebskosten von E-Autos höher?
Wie viel kostet der Unterhalt eines E-Autos im Vergleich zu einem Benziner?
Was sind die größten Kostenfaktoren bei E-Autos?
Wie entwickeln sich die Kosten für E-Autos in Zukunft?
Welche Vorteile bieten E-Autos trotz höherer Kosten?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: E-Auto unter Stromkosten im Fokus · Foto: Reinhard Bruckner / Pexels


