StartBanken, Konten & KartenLohnt sich das Revolut Kinderkonto? | Experten-Test Juli 2026

Lohnt sich das Revolut Kinderkonto? | Experten-Test Juli 2026

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.07.2026

Das Revolut Kinderkonto bietet Eltern eine moderne Möglichkeit, ihren Kindern den Umgang mit Geld näherzubringen. Doch lohnt sich dieses Konto wirklich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Revolut Kinderkonto ist ein Sub-Account ohne eigene IBAN.
  • Starke Elternkontrolle und 2% Tagesgeld.
  • Fehlende IBAN kann für ältere Kinder problematisch sein.

Das Revolut Kinderkonto, auch bekannt als Revolut Kids & Teens, hat in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In einer Zeit, in der digitale Finanzlösungen immer beliebter werden, stellt sich die Frage, ob dieses Konto für Familien tatsächlich eine sinnvolle Option darstellt. Der folgende Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile des Revolut Kinderkontos und gibt einen Überblick über die aktuellen Funktionen und Bedingungen.

Was ist das Revolut Kinderkonto?

Revolut Kinderkonto: Geld clever verwalten
Symbolbild: Revolut Kinderkonto: Geld clever verwalten · Foto: Вадим Биць / Pexels

Das Revolut Kinderkonto ist kein eigenständiges Bankkonto, sondern ein Sub-Account, der innerhalb des bestehenden Revolut-Kontos der Eltern geführt wird. Kinder ab 7 Jahren können eine Debitkarte auf Guthabenbasis erhalten und eine eigene App nutzen. Diese Struktur hat jedoch einige rechtliche und praktische Implikationen, die Eltern beachten sollten. Ein wesentlicher Punkt ist, dass das Guthaben auf dem Kinderkonto rechtlich den Eltern gehört. Das bedeutet, dass die Eltern die volle Kontrolle über die finanziellen Mittel haben und auch im Falle einer Kontosperrung des Elternteils das Kinderkonto betroffen ist.

Vorteile des Revolut Kinderkontos

Ein großer Vorteil des Revolut Kinderkontos ist die starke Elternkontrolle. Eltern können Ausgabelimits festlegen, Transaktionen in Echtzeit verfolgen und sogar bestimmte Händlerkategorien wie Alkohol oder Glücksspiel sperren. Diese Funktionen bieten eine sichere Umgebung, in der Kinder den Umgang mit Geld lernen können, ohne dass die Eltern ständig überwachen müssen. Zudem bietet das Konto attraktive Zinsen von 2% auf Tagesgeld, was im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine interessante Möglichkeit darstellt, Geld für die Zukunft zu sparen.

Nachteile des Revolut Kinderkontos

Fakten auf einen Blick

  • Maximale Abhebung: 120 EUR pro Tag
  • Zinsen auf Tagesgeld: 2,00 % p.a.
  • Kostenlos im Standard-Tarif für ein Kind

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Nachteile, die Eltern berücksichtigen sollten. Der größte Nachteil ist das Fehlen einer eigenen IBAN. Dies bedeutet, dass Kinder kein Geld von Dritten, wie Großeltern oder Arbeitgebern, direkt auf ihr Konto empfangen können. Stattdessen müssen Überweisungen über alternative Methoden wie QR-Codes oder Payment-Links erfolgen, was in der Praxis umständlich sein kann. Ein weiterer Punkt ist, dass das Guthaben auf dem Kinderkonto rechtlich den Eltern gehört, was für ältere Kinder, die mehr finanzielle Unabhängigkeit anstreben, frustrierend sein kann.

Kosten und Tarife

Das Revolut Kinderkonto ist im kostenlosen Standard-Tarif enthalten, der für ein Kind keine monatlichen Kosten verursacht. Für Familien mit mehreren Kindern wird es jedoch teurer, da ab dem zweiten Kind der Plus-Tarif für 3,99 EUR pro Monat erforderlich ist. Im Vergleich zu anderen Anbietern ist Revolut hier jedoch wettbewerbsfähig, insbesondere wenn man die gebotenen Funktionen und die starke Elternkontrolle berücksichtigt. Die maximale Abhebung beträgt 120 EUR pro Tag, mit maximal 3 Abhebungen täglich, was für aktive Jugendliche, die regelmäßig Geld benötigen, eine Einschränkung darstellen kann.

Revolut im Vergleich zu anderen Anbietern

Im Vergleich zu anderen Kinderkonten, wie dem DKB u18 oder N26, bietet Revolut einige einzigartige Funktionen, die es von der Konkurrenz abheben. Während DKB und N26 ebenfalls eigene IBANs für Kinderkonten anbieten, punktet Revolut mit einer benutzerfreundlichen App und einer hohen Zinsrate auf das Tagesgeld. Allerdings ist die fehlende IBAN ein entscheidender Nachteil für Familien, die Wert auf direkte Überweisungen legen. Die Entscheidung für oder gegen das Revolut Kinderkonto hängt letztlich von den individuellen Bedürfnissen der Familie ab.

Fazit

Revolut Kinderkonto: Geld clever verwalten
Symbolbild: Revolut Kinderkonto: Geld clever verwalten · Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Revolut Kinderkonto eine interessante Option für Familien ist, die ihren Kindern den Umgang mit Geld näherbringen möchten. Die starke Elternkontrolle, die benutzerfreundliche App und die attraktiven Zinsen auf das Tagesgeld sind klare Vorteile. Allerdings sollten Eltern die Einschränkungen, insbesondere das Fehlen einer eigenen IBAN, berücksichtigen, bevor sie sich für dieses Konto entscheiden. Letztlich hängt die Wahl des richtigen Kontos von den individuellen Bedürfnissen und der finanziellen Situation der Familie ab.

Häufige Fragen

Was ist das Revolut Kinderkonto?
Das Revolut Kinderkonto ist ein Sub-Account, der innerhalb des bestehenden Revolut-Kontos der Eltern geführt wird. Kinder ab 7 Jahren können eine Debitkarte und eine eigene App nutzen.
Welche Vorteile bietet das Revolut Kinderkonto?
Das Konto bietet starke Elternkontrollen, 2% Zinsen auf Tagesgeld und ist im Standard-Tarif kostenlos für ein Kind.
Gibt es Nachteile beim Revolut Kinderkonto?
Ja, das größte Manko ist das Fehlen einer eigenen IBAN, was direkte Überweisungen von Dritten erschwert.
Wie hoch sind die Abhebungslimits?
Die maximale Abhebung beträgt 120 EUR pro Tag, mit maximal 3 Abhebungen täglich.
Für wen ist das Revolut Kinderkonto geeignet?
Es ist ideal für Familien, die bereits Revolut nutzen und ihren Kindern eine einfache Möglichkeit bieten möchten, den Umgang mit Geld zu lernen.

Quellen: Google News

Symbolbild: Revolut Kinderkonto: Geld clever verwalten · Foto: Ron Lach / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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