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Micron-Aktie im Fokus: Warum Investor Michael Burry gegen den Chipriesen wettet

⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 03.07.2026

Michael Burry, bekannt aus 'The Big Short', hat eine Short-Position gegen die Micron-Aktie eröffnet und sieht die Bewertung als historisch extrem an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Burry setzt auf fallende Kurse der Micron-Aktie.
  • Die Aktie hat in der Vergangenheit häufig starke Rückgänge erlebt.
  • Burry kritisiert die Kapitaleffizienz und die hohen Investitionspläne von Micron.

Michael Burry, der Investor, der durch seine Wette gegen die Immobilienblase vor der Finanzkrise 2008 berühmt wurde, hat kürzlich eine Short-Position gegen die Micron-Aktie eröffnet. In einem Substack-Beitrag vom 2. Juli 2026 gab er bekannt, dass er bei einem Kurs von 1.051,87 US-Dollar in den Short eingestiegen ist. Burry sieht die Aktie in einer historisch extremen Bewertungsphase und warnt vor einer möglichen Korrektur im KI-Chip-Markt.

Was ist die Micron-Aktie?

Michael Burry und die Micron-Aktie im Fokus
Symbolbild: Michael Burry und die Micron-Aktie im Fokus · Foto: AlphaTradeZone / Pexels

Micron Technology Inc. ist ein führender Hersteller von Speicherchips, insbesondere DRAM und NAND-Flash-Speicher. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren von der steigenden Nachfrage nach Speicherlösungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Computing profitiert. Die Aktie hat sich in der Vergangenheit als sehr volatil erwiesen, was sie zu einem interessanten, aber auch riskanten Investment macht.

Warum wettet Michael Burry gegen Micron?

Burry argumentiert, dass die Micron-Aktie in einer überbewerteten Phase ist. Er verweist darauf, dass die Aktie in den letzten 42 Jahren 34 Rückgänge von mehr als 30 Prozent erlebt hat. Diese zyklische Natur des Unternehmens macht es anfällig für starke Preisschwankungen. Burry hebt hervor, dass die Aktie derzeit so weit über ihrer 200-Tage-Linie notiert wie zuletzt 1984, was auf eine spekulative Übertreibung hindeutet.

Ein weiterer Punkt in Burrys Argumentation ist die Kapitaleffizienz von Micron. Die mittlere Rendite auf das eingesetzte Kapital liegt bei lediglich 4 Prozent, während die Eigenkapitalrendite bei 7 Prozent liegt. Diese Werte sind für einen Branchenriesen als unzureichend zu betrachten. Burry betont, dass Micron in etwa einem von drei Quartalen Kapital vernichtet hat und der freie Cashflow in fast der Hälfte der Zeit negativ war.

Die Rolle der südkoreanischen Wettbewerber

Fakten auf einen Blick

  • Michael Burry eröffnet Short-Position bei 1.051,87 US-Dollar
  • Micron hat in den letzten 42 Jahren 34 Rückgänge über 30% erlebt
  • Aktie notiert über 200-Tage-Linie wie zuletzt 1984

Burry sieht auch die Investitionspläne südkoreanischer Speicherchip-Hersteller wie Samsung und SK Hynix als erhebliches Risiko für Micron. Diese Unternehmen planen, ihre Fertigungskapazitäten massiv auszubauen, was Micron zwingt, ebenfalls hohe Investitionen zu tätigen. Dies könnte die ohnehin schmalen Margen des Unternehmens weiter unter Druck setzen und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

Die aggressive Expansion der südkoreanischen Hersteller könnte zudem zu einem Überangebot auf dem Markt führen, was die Preise für Speicherchips weiter drücken würde. In einem Markt, der bereits von Preisschwankungen geprägt ist, könnte dies für Micron fatale Folgen haben.

Marktreaktionen und Anlegerstimmung

Die Reaktion des Marktes auf Burrys Short-Position war gemischt. Während einige Anleger seine Warnungen ernst nehmen und sich aus der Micron-Aktie zurückziehen, bleiben andere optimistisch. Viele Analysten glauben, dass die langfristigen Wachstumsaussichten für die KI-Industrie intakt sind und sehen in kurzfristigen Korrekturen Kaufgelegenheiten.

Die Micron-Aktie hat sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt, was die Herausforderung für Burrys Short-Position erhöht. Dennoch bleibt die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung des Marktes bestehen, insbesondere angesichts der sich verändernden Dynamik in der Chipindustrie.

Fazit

Michael Burry und die Micron-Aktie im Fokus
Symbolbild: Michael Burry und die Micron-Aktie im Fokus · Foto: Alex Knight / Pexels

Michael Burrys Wette gegen die Micron-Aktie wirft wichtige Fragen über die Nachhaltigkeit der aktuellen Bewertungen im KI-Chip-Markt auf. Während Burry auf eine Korrektur setzt, bleibt die allgemeine Marktstimmung optimistisch. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Burrys Einschätzungen zutreffen oder ob die Micron-Aktie weiterhin von der Nachfrage nach Speicherlösungen profitieren kann.

Häufige Fragen

Wer ist Michael Burry?
Michael Burry ist ein US-amerikanischer Investor, der durch seine Wette gegen den Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt wurde.
Was ist eine Short-Position?
Eine Short-Position ist eine Wette darauf, dass der Kurs einer Aktie fällt. Der Investor leiht sich Aktien und verkauft sie, um sie später günstiger zurückzukaufen.
Warum wettet Burry gegen Micron?
Burry sieht die Micron-Aktie in einer historisch hohen Bewertungsphase und erwartet einen Rückgang aufgrund zyklischer Schwankungen und schwacher Kapitaleffizienz.
Was sind die Risiken für Micron?
Burry nennt die hohen Investitionspläne südkoreanischer Wettbewerber und die schwache Rendite auf investiertes Kapital als wesentliche Risiken.
Wie hat sich die Micron-Aktie in der Vergangenheit entwickelt?
In den letzten 42 Jahren hat die Micron-Aktie 34 Rückgänge von über 30% erlebt, was ihre hohe Zyklizität unterstreicht.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Michael Burry und die Micron-Aktie im Fokus · Foto: Andrey Matveev / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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