⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 22.06.2026
Ein neues Bewertungsmodell deutet darauf hin, dass die langfristige Rendite von Bitcoin möglicherweise nahe null liegt. Dennoch könnte die Kryptowährung weiterhin eine bedeutende Rolle im Finanzsystem spielen.
- Langfristige Rendite von Bitcoin könnte bei 0,6 Prozent liegen.
- Das Modell basiert auf dem Metcalfeschen Gesetz.
- Stabilität des Bitcoin-Kurses könnte Akzeptanz als Zahlungsmittel fördern.
Ein neues Bewertungsmodell deutet darauf hin, dass die langfristige Rendite von Bitcoin möglicherweise deutlich geringer ausfallen könnte, als viele Anleger erwarten. Laut dem Finanzjournalisten Mark Hulbert und dem ehemaligen Rohstoff-Portfoliomanager Claude Erb könnte die annualisierte Rendite von Bitcoin bis zum Jahr 2140 bei lediglich 0,6 Prozent liegen. Diese Prognose wirft Fragen auf, wie sich die Rendite der Kryptowährung in Zukunft entwickeln könnte und welche Implikationen dies für Anleger hat.
Was ist das neue Bewertungsmodell?

Das Modell, das auf dem Metcalfeschen Gesetz basiert, analysiert die Preisentwicklung von Bitcoin und zeigt, dass der aktuelle Preis nahezu exakt auf der berechneten Fair-Value-Linie liegt. Diese Erkenntnis ist besonders relevant, da sie Anlegern helfen kann, die zukünftige Preisentwicklung besser einzuschätzen. Das Modell berücksichtigt die Wachstumsdynamik des Bitcoin-Netzwerks, die in den letzten Jahren abgeflacht ist. Dies bedeutet, dass die Ausgabe neuer Coins durch das Protokoll streng begrenzt wird und es immer schwieriger wird, neue Bitcoins zu schürfen.
Bis Ende 2025 waren bereits rund 19,8 Millionen Bitcoin im Umlauf, und die verbleibenden 1,2 Millionen werden bis 2140 schrittweise freigesetzt. Diese Knappheit hat direkte Auswirkungen auf die Fair-Value-Kurve, die zunehmend abflacht, wenn das Nutzerwachstum nicht mehr ausreichend schnell ist, um die abnehmende Neuausgabe zu kompensieren. Dies führt zu der Prognose, dass die Rendite von Bitcoin in Zukunft möglicherweise nahe null liegen wird.
Die Bedeutung der Knappheit
Die maximale Anzahl an Bitcoin ist auf 21 Millionen festgelegt, was im Quellcode verankert ist. Alle 210.000 Blöcke, etwa alle vier Jahre, halbiert sich die Blockbelohnung für Miner, bis die Belohnung gegen null geht. Diese Mechanik sorgt dafür, dass Bitcoin ein knappes Gut bleibt, was theoretisch den Wert steigern könnte, wenn die Nachfrage steigt. Historisch gesehen hat Bitcoin in Phasen der Knappheit oft signifikante Kursgewinne erzielt, was die Frage aufwirft, ob diese Dynamik auch in Zukunft bestehen bleibt.
Die Knappheit von Bitcoin könnte langfristig zu einem Anstieg des Wertes führen, wenn die Nachfrage steigt und das Angebot begrenzt bleibt. Dennoch ist die Prognose einer stagnierenden Rendite ein Warnsignal für viele Anleger, die auf hohe Kursgewinne hoffen. Die Stabilität des Bitcoin-Kurses könnte jedoch auch positive Aspekte mit sich bringen.
Stabilität als Chance für Anleger
- Prognose: Bitcoin-Rendite bis 2140 bei 0,6 Prozent
- Aktueller Bitcoin-Kurs liegt auf Fair-Value-Linie
- Maximale Anzahl an Bitcoin: 21 Millionen
Obwohl eine niedrige Rendite auf den ersten Blick negativ erscheinen mag, könnte sie für Anleger auch Vorteile mit sich bringen. Ein stabiler Kurs macht Bitcoin alltagstauglicher als Zahlungsmittel. Wenn der Preis von Bitcoin stabil bleibt, könnte dies das Vertrauen der Verbraucher und Händler in die Kryptowährung stärken. Dies könnte zu einer breiteren Akzeptanz führen und Bitcoin als Zahlungsmittel in alltäglichen Transaktionen etablieren.
Die zunehmende Akzeptanz von Blockchain-Technologie durch Zentralbanken und Finanzinstitute könnte ebenfalls dazu beitragen, Bitcoin als ernstzunehmendes Anlageinstrument zu etablieren. Finanzinstitute arbeiten an neuen Produkten, die auf Bitcoin basieren, was das Vertrauen in die Kryptowährung weiter stärken könnte.
Prognosen und Marktentwicklungen
Die aktuellen Marktbedingungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle für die zukünftige Entwicklung von Bitcoin. Wenn die Zinsen steigen, könnte dies die Nachfrage nach riskanteren Anlagen verringern und somit auch den Bitcoin-Kurs beeinflussen. Anleger sollten die Entwicklungen auf den Märkten genau im Auge behalten, um die besten Entscheidungen für ihre Investitionen zu treffen.
Die Prognosen für Bitcoin sind gemischt. Während einige Analysten von einem Anstieg des Wertes ausgehen, zeigen andere Modelle, dass die Renditen stagnieren könnten. Die empirische Erfolgsbilanz von Modellen, die auf dem Metcalfeschen Gesetz basieren, ist jedoch vielversprechend, da sie vergangene Preisabweichungen korrekt eingeordnet haben.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das aktuelle Modell, das eine langfristige Rendite von Bitcoin nahe null prognostiziert, sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Anleger mit sich bringt. Während die Aussicht auf eine geringe Rendite zunächst abschreckend wirken mag, könnte die Stabilität des Bitcoin-Preises langfristig zu einer breiteren Akzeptanz und Nutzung führen. Anleger sollten die Entwicklungen auf den Märkten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genau im Auge behalten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen
Was ist das Metcalfesche Gesetz?
Warum könnte Bitcoin trotz niedriger Rendite erfolgreich sein?
Wie viele Bitcoins sind derzeit im Umlauf?
Was bedeutet die Fair-Value-Linie für Bitcoin?
Welche Rolle spielen Zentralbanken für Bitcoin?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Bitcoin und seine Rolle im Finanzsystem · Foto: www.kaboompics.com / Pexels


