⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 05.07.2026
Die Berliner Neobank N26 führt ab dem 2. September 2026 wieder Gebühren für den Wertpapierhandel ein. Kunden müssen künftig 0,90 Euro pro Trade zahlen, was einen Wendepunkt in der Preisgestaltung der Bank darstellt.
- N26 erhebt ab September 2026 wieder Gebühren für den Wertpapierhandel.
- Die neue Ordergebühr beträgt 0,90 Euro pro Trade.
- Bestandskunden müssen den neuen Bedingungen aktiv zustimmen.
Die Berliner Neobank N26 hat angekündigt, ab dem 2. September 2026 wieder Gebühren für den Wertpapierhandel zu erheben. Die neue Ordergebühr beträgt 0,90 Euro pro Trade für den Kauf und Verkauf von Aktien sowie börsennotierten Indexfonds (ETFs). Diese Entscheidung markiert einen signifikanten Wandel in der Preisgestaltung der Bank, die zuvor den Wertpapierhandel kostenlos angeboten hatte.
Was sind die neuen Konditionen für den Wertpapierhandel?

Mit der Einführung der neuen Gebühren müssen Kunden, die bei N26 Aktien und ETFs handeln möchten, künftig 0,90 Euro pro Transaktion zahlen. Diese Regelung gilt für alle Bestandskunden, die den neuen Bedingungen aktiv zustimmen müssen. Die Bank hat in einem Schreiben an ihre Kunden um Zustimmung zu den aktualisierten Konditionen gebeten. Die Gebührenstruktur ist Teil einer umfassenderen Strategie von N26, die darauf abzielt, die Rentabilität des Unternehmens zu steigern, nachdem es im Jahr 2025 erstmals seit seiner Gründung einen Gewinn erzielt hat.
Für Kunden, die ein N26 Go Konto besitzen, bleiben drei Trades pro Monat kostenlos, während N26 Metal Kunden sogar zehn kostenlose Trades pro Monat erhalten. Diese Freitrades bieten eine Möglichkeit, die Kosten für den Wertpapierhandel zu minimieren, insbesondere für aktive Trader.
Hintergrund zur Preisänderung
N26 hatte den Wertpapierhandel ab Anfang 2025 kostenlos angeboten, um sich im Wettbewerb mit anderen Neobrokern wie Trade Republic und Scalable Capital zu positionieren. Diese Strategie war darauf ausgelegt, Marktanteile zu gewinnen und das Investieren für eine breitere Kundenschicht zugänglich zu machen. Allerdings hat die Bank nun entschieden, dass die Einführung von Gebühren notwendig ist, um die Nachhaltigkeit ihrer Dienstleistungen zu gewährleisten.
Die Entscheidung, wieder Gebühren zu erheben, fällt in eine wirtschaftlich erfolgreiche Phase für N26. Im Jahr 2025 erzielte die Bank einen Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro, was zwar gering, aber dennoch ein positives Signal für die Zukunft ist. Die neuen Gebühren könnten dazu beitragen, die finanzielle Stabilität der Bank weiter zu festigen und gleichzeitig den Kunden weiterhin attraktive Handelsmöglichkeiten zu bieten.
Einfluss auf die Anleger und den Markt
- Neue Ordergebühr: 0,90 Euro pro Trade
- Gültig ab: 2. September 2026
- Kostenlose Trades: 3 für N26 Go, 10 für N26 Metal
Die Einführung von Gebühren für den Wertpapierhandel könnte potenziell Auswirkungen auf das Handelsverhalten der Anleger haben. Während einige Kunden möglicherweise von den neuen Gebühren abgeschreckt werden, könnten andere die Möglichkeit nutzen, von den kostenlosen Trades zu profitieren, die weiterhin für bestimmte Kontomodelle angeboten werden. Dies könnte zu einer Verschiebung in der Nutzung der N26-Plattform führen, insbesondere unter denjenigen, die regelmäßig handeln.
Darüber hinaus könnte die Preisänderung auch den Wettbewerb im Neobroker-Markt beeinflussen. Mit der Rückkehr zu Gebühren könnte N26 versuchen, sich von anderen Anbietern abzugrenzen, die möglicherweise weiterhin kostenlose Handelsmöglichkeiten anbieten. Anleger sollten die verschiedenen Angebote sorgfältig vergleichen, um die für sie besten Konditionen zu finden.
Die Rolle von ETFs und Aktien im Portfolio
ETFs und Aktien sind zentrale Bestandteile eines diversifizierten Anlageportfolios. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, in verschiedene Märkte und Branchen zu investieren, was das Risiko eines Totalverlustes mindert. Mit über 5.000 verfügbaren Wertpapieren bei N26 haben Anleger Zugang zu einer breiten Palette von Investitionsmöglichkeiten, die sowohl in Deutschland als auch in Österreich verfügbar sind.
Die Möglichkeit, bereits ab einem Betrag von nur einem Euro in Aktien und ETFs zu investieren, bleibt ein attraktives Merkmal der N26-Plattform. Dies ermöglicht es auch Kleinanlegern, am Finanzmarkt teilzuhaben und von den Vorteilen der Diversifikation zu profitieren.
Fazit

Die Rückkehr zu Gebühren für den Wertpapierhandel bei N26 stellt einen bedeutenden Schritt in der Preisgestaltung der Bank dar. Ab dem 2. September 2026 müssen Anleger 0,90 Euro pro Trade zahlen, während weiterhin kostenlose Trades für bestimmte Kontomodelle angeboten werden. Diese Änderungen könnten sowohl die Handelsgewohnheiten der Kunden als auch den Wettbewerb im Neobroker-Markt beeinflussen. Anleger sollten die neuen Konditionen im Auge behalten und ihre Handelsstrategien entsprechend anpassen.
Häufige Fragen
Was sind die neuen Gebühren für den Wertpapierhandel bei N26?
Gibt es kostenlose Trades bei N26?
Wie können Kunden den neuen Bedingungen zustimmen?
Was bleibt bei den Sparplänen unverändert?
Wie viele Wertpapiere stehen bei N26 zur Verfügung?
Quellen: Google News
Symbolbild: N26 Wertpapierhandel und Gebührenstruktur · Foto: Pixabay / Pexels


